Filmforum Archiv
„Kennst du das Gefühl, dass dir die Leute um dich herum merkwürdig erscheinen? Und je länger du darüber nachdenkst, desto klarer wird dir, dass nicht die Leute, sondern du selbst das Problem bist?“
Niko ist Ende zwanzig und hat vor einiger Zeit seinem Studium ade gesagt. Seitdem lebt er in den Tag hinein, driftet schlaflos durch die Straßen seiner Stadt und wundert sich über die Menschen seiner Umgebung. Niko ist ein Flaneur und Zuhörer, dem die Menschen ihre Geschichten erzählen. Mit stiller Neugier beobachtet er sie bei der Bewältigung des täglichen Lebens. Bis zu diesem turbulenten Tag: Seine Freundin zieht einen Schlussstrich, sein Vater dreht ihm den Geldhahn zu und ein Psychologe attestiert ihm "emotionale Unausgeglichenheit". Eine sonderbare Schönheit namens Julika konfrontiert ihn mit den Wunden der gemeinsamen Vergangenheit, sein neuer Nachbar schüttet ihm bei Schnaps und Buletten sein Herz aus und in der ganzen Stadt scheint es keinen "normalen" Kaffee mehr zu geben.
Oh Boyist das selbstironische Portrait eines jungen Mannes und der Stadt, in der er lebt – Berlin. In eindringlicher Schwarz-Weiß-Ästhetik changiert Oh Boy zwischen Melancholie und Humor und zeigt die Suche des Protagonisten nach seinem Platz in der Welt.
Filmfest Oldenburg: Bester Deutscher Film, Publikumspreis, Seymour Cassel Award
Filmfest München: Förderpreis Neues Deutsches Kino Drehbuch
„Kennst du das Gefühl, dass dir die Leute um dich herum merkwürdig erscheinen? Und je länger du darüber nachdenkst, desto klarer wird dir, dass nicht die Leute, sondern du selbst das Problem bist?“
Niko ist Ende zwanzig und hat vor einiger Zeit seinem Studium ade gesagt. Seitdem lebt er in den Tag hinein, driftet schlaflos durch die Straßen seiner Stadt und wundert sich über die Menschen seiner Umgebung. Niko ist ein Flaneur und Zuhörer, dem die Menschen ihre Geschichten erzählen. Mit stiller Neugier beobachtet er sie bei der Bewältigung des täglichen Lebens. Bis zu diesem turbulenten Tag: Seine Freundin zieht einen Schlussstrich, sein Vater dreht ihm den Geldhahn zu und ein Psychologe attestiert ihm "emotionale Unausgeglichenheit". Eine sonderbare Schönheit namens Julika konfrontiert ihn mit den Wunden der gemeinsamen Vergangenheit, sein neuer Nachbar schüttet ihm bei Schnaps und Buletten sein Herz aus und in der ganzen Stadt scheint es keinen "normalen" Kaffee mehr zu geben.
Oh Boyist das selbstironische Portrait eines jungen Mannes und der Stadt, in der er lebt – Berlin. In eindringlicher Schwarz-Weiß-Ästhetik changiert Oh Boy zwischen Melancholie und Humor und zeigt die Suche des Protagonisten nach seinem Platz in der Welt.
Filmfest Oldenburg: Bester Deutscher Film, Publikumspreis, Seymour Cassel Award
Filmfest München: Förderpreis Neues Deutsches Kino Drehbuch
1984 im finnischen Lappland. Die alleinerziehende Mutter Nina demoliert aus Versehen das Panoramafenster der „Lappland News“. Der Chef des harmonieliebenden Käseblättchens lässt sich von ihr überreden, den Schaden mit selbstgeschriebenen Artikeln wieder auszugleichen – heitere Themen vorausgesetzt! Nina aber glaubt, an einer großen Story dran zu sein. Hat wirklich niemand außer ihr den ohrenbetäubenden Knall gehört? Als finnische Verteidigungskräfte in dem Dörfchen anrücken, verdichten sich die Hinweise, dass im Eis eine sowjetische Rakete abgestürzt ist.
Eine schräge finnische Komödie, die die 1980er Jahre in ihrer ganzen Schönheit wieder auferstehen lässt. (polyfilm.at)
„Eine poetisch-irrwitzige Tragikomödie und Emanzipationsgeschichte, die mit feiner Komik, einer großartigen Hauptdarstellerin sowie dem Soundtrack aus 1980er-Jahre-Elektro-Pop-Beats besticht.“ (epd-film)
Filmfestival Göteborg 2024, Dragon Award, Beste Schauspielerin Oona Airola
Medienpartner: Österreichisch Finnische Gesellschaft
Oink ist ein Ferkel der ganz besonderen Art, denn es hat sich sein Frauchen selber ausgesucht. Als Babs mit ihrem Opa in den Schweinestall kommt, wendet es sich von der Muttersau ab und läuft auf Babs zu, die es augenblicklich in ihr Herz schließt. Ein Ferkel als Haustier?
Der niederländische Animationsfilm erzählt von dem kleinen Schweinchen Oink, das eine Familie ganz schön durcheinanderwirbelt. Ein herrlich unverkrampft erzähltes und mit großer Detailliebe gestaltetes Stop-Motion-Abenteuer für die ganze Familie.
Cinekid 2022: Bester niederländischer Kinderfilm
Nederlands Film Festival 2022: Beste Regie, Bester Spielfilm
Medienpartner: Familienbund Vorarlberg, Vorarlberger Familienverband
In einem kleinen Dorf in den österreichischen Alpen steht ein ehemaliger Gasthof. Vor vielen Jahren, als es noch Sommerfrische gab, ein stattlicher Betrieb. Zwei Schwestern sind hier groß geworden.
Sonja lebt nun in Berlin, sie ist Schauspielerin geworden, sehr erfolgreich, ein Fernsehstar. Die Karriere ging sehr schnell, sie ist erst Anfang dreißig. Sie hat viel erreicht in ihren noch jungen Jahren - doch etwas scheint ihrem Leben zu fehlen. Sie hält zu den Menschen Distanz, wie um sich zu schützen. Sie durchlebt Phasen von Traurigkeit. Außerhalb ihrer Arbeit und Professionalität wirkt sie immer ein wenig verloren. Heimatlos.
Ihre Schwester Verena, etwas älter, hat das Dorf nicht verlassen. Nach dem Unfalltod der Mutter lebt sie mit Mann und Kind in ihrem Elternhaus, das nun viel zu groß ist für die wenigen Bewohner. Doch Verena ist nicht so genügsam, wie es scheint. In ihrer heimlichen Liebesaffäre mit dem Arzt der Gegend zeigt sich ungelebte Leidenschaft, Sehnsucht nach einem anderen Leben.
Und auch der Vater der beiden Schwestern lebt in dem großen Haus. Ein alt und mürrisch gewordener Patriarch. Seine Frau gestorben, das Gasthaus seitdem stillgelegt. Es ist Herbst, ein schöner Oktober, die Blätter am Baum hinter dem Haus sind schon bunt verfärbt.
Da bringt ihn ein schwerer Herzinfarkt in Todesnähe.
Ein tragikomischer Erzählteppich über die conditio humana, bestehend aus zahlreichen kleinen Szenen, die durch eine Erzählerinnen-stimme verbunden sind. Angesiedelt in der für Roy Andersson typischen kulissenhaften, in blassen Grau- und Beige-Tönen gestalteten Welt erleben diverse Figuren kleine und große, tragische und banale Alltagsdramen und ab und an kleine Glücksmomente. Vom Priester, dem der Glaube abhandengekommen ist, bis zum um sein Leben flehenden Mann vor der Hinrichtung, vom Vater, der seiner kleinen Tochter den Schuh zubindet, bis zu spontan tanzenden Mädchen durchmisst der Film melancholisch-satirisch die Absurditäten und Schönheiten der menschlichen Existenz.(filmdienst.de)
Der Film spaltete die Filmkritik. Die Kritiken umfassen das ganze Spektrum von der ganz schlechten Bewertung bis zu großer Begeisterung.
„Du schenkst Roy Andersson 76 Minuten – Roy Andersson schenkt dir das Universum.“ (Indiewire)
„Verzaubert den Blick…und erzählt von der menschlichen Komödie.“ (Die Zeit)
Filmfestival Venedig 2019: Silberner Löwe für Beste Regie
Anderssons neuer Film lässt uns in anekdotenhaften kurzen Episoden traumgleich umherschweifen: vom Alltäglichsten zur absoluten Ausnahmesituation. Mit jedem Schnitt eröffnet Über die Unendlichkeit ein Fenster in eine elegische Welt, eine hyperreale Version der unseren. Ihre Bewohner sehen aus, als hätten sie nie die Sonne gesehen. Sie wirken abgekämpft, schäbig und traurig, die wenigen Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein Paar beobachtet vorbeiziehende Vögel. Ein Kellner überfüllt ein Weinglas. Ein Ehestreit eskaliert auf offener Straße. Ein Mann wird im Bus von einer Existenzkrise überwältigt, ein anderer hingerichtet. Ein Liebespaar schwebt über einer ausgebrannten Stadt. Ein Mädchen gießt eine Topfpflanze.
Der schwedische Regisseur bleibt seinen Markenzeichen treu: geisterhaft weißgeschminkte Männer, historische Referenzen, präzise gestaltete Tableaus, größtmögliche Reduktion. Manchmal werfen die einzelnen Situationen philosophische Fragen auf. Manchmal sind die Dinge, von denen berichtet wird, grotesk lustig, so wie der Zahnarzt, der frustriert von seinem Patienten mitten in der Behandlung aufsteht und lieber zum Trinken in die Kneipe geht. (leokino)
Silberner Löwe für die Beste Regie beim 76. Filmfestival Venedig
In Kooperation mit Kunst Vorarlberg
Der renommierte britische Theaterregisseur Dominic Cooke erzählt in seinem Kinospielfilmdebüt die Geschichte eines jungen Paares (Saoirse Ronan und Neuentdeckung Billy Howle), das im Käfig seiner Zeit und seiner Erziehung gefangen ist. Am Strand ist nicht nur ein Gesellschaftsporträt der 1960er Jahre, sondern erzählt eine universelle Geschichte über Liebe und Selbstfindung, Begierde und Angst – und über die Unerbittlichkeit des Schicksals. (film.at)
„Saoirse Ronan ist – genau wie alles andere in Am Strand– außergewöhnlich [...] Der 51-jährige Regie-Neuling Dominic Cooke liefert ein visuell fesselndes romantisches Puzzle ab, das von Hoffnung, Zärtlichkeit und wehmütigem Verlust durchsetzt ist.” (Variety)
„Ein Film voller feiner emotionaler Nuancen.” (The Hollywood Reporter)
Schmetterlinge im Ohr
FR 2021 | 93 min | OmU | R: Pascal Elbé
Antoine, ein gutaussehender Geschichtslehrer in seinen frühen Fünfzigern, ist ein Ignorant der Extraklasse, vor allem wenn es um Symptome des eigenen Alterns geht: Wortmeldungen seiner Schüler oder die Gefühlslage seiner Freundin – geht ihn nichts an. Erst als er in der Schule auch den Feueralarm ignoriert, ist Antoine gezwungen, sich der demütigenden Tatsache zu stellen: Er ist so gut wie taub.
Mit dem Einsatz von Hörgeräten eröffnet sich ihm bald eine neue Welt, aber die bringt nicht nur Freude.
Eine hinreißend turbulente Komödie über die Schwierigkeiten der zwischenmenschlichen Kommunikation und den betörenden Charme der Ignoranz. Getragen von der gnadenlosen Komik, die entstehen kann, wenn Menschen nonchalant aneinander vorbeireden, nähert sich Schauspieler und Regisseur Pascal Elbé spielerisch einem existentiellen Thema: dem Unabänderlichen im Leben und den Chancen, die darin liegen, die Herausforderungen anzunehmen.(filmladen)
„Pascal Elbés romantische Komödie liefert größtenteils gelungene Wohlfühl-Unterhaltung und holt aus einer unverbrauchten Grundidee trotz ihrer Formelhaftigkeit eine Menge heraus.“(filmstarts.de)
Die 80-jährige Marie hat ihr Leben stets selbstbestimmt gestaltet – und daran ändert auch ihre schwere Krankheit nichts! Den Termin für die Sterbehilfe in der Schweiz hat sie bereits vereinbart – jetzt muss sie es nur noch ihrer Familie beibringen. Doch im letzten Moment verlässt sie der Mut, und sie rettet sich in die Notlüge von einer angeblichen Erbschaft, die in der Schweiz auf sie wartet. Doch irgendwann nähert sich die kleine Truppe ihrem Reiseziel, und Marie steht vor einer Entscheidung … (24 bilder)
Regisseurin Enya Baroux inszeniert in Bon Voyage eine dramatische Komödie, die mit Sensibilität tiefgründige Themen wie familiäre Beziehungen und das Recht, sein Lebensende selbst zu bestimmen, anspricht und das mit spritzigen Dialogen, kuriosen Figuren und viel Situationskomik verbindet.
„Über ein so ernstes Thema wie den krankheitsbedingten Freitod eine wirklich vergnügliche Komödie zu inszenieren, erfordert viel Mut und Einfühlungsvermögen. Das gelingt Enya Baroux mit leichter Hand – dank einer wunderbaren Hauptdarstellerin und einem originellen Drehbuch.“ (filmstarts.de)
Medienpartner: Sozialstation Lindau, Volkshochschule Lindau
Das biografische Drama zeigt die notorische US-Höchstrichterin und Frauenrechts-Ikone Ruth Bader Ginsburg als Dokumentar- und Spielfilmheldin. Als eine von nur neun Frauen an der Harvard Law School ist Ruth Bader in den 50er-Jahren unzähligen sexistischen Handlungen ausgesetzt. Als sie nach Abschluss der Uni von keiner Anwaltsfirma in New York angestellt wird, erzählt ihr Ehemann Marty, ein Steueranwalt, von einem Fall, der ihre eigene Situation der Geschlechterdiskriminierung wiederspiegelt – damit beginnt Ginsburgs Aufstieg zur kulturellen Ikone.
„Ruth Bader Ginsburg, Richterin am Supreme Court, genießt im liberalen Teil der US-Gesellschaft großes Ansehen. Schon lange vor ihrer Ernennung kämpfte sie in bahnbrechenden Prozessen der 1970er Jahre gegen die rechtliche Diskriminierung von Frauen. Das Biopic erzählt vom Anfang ihrer Karriere“ (kinozeit.de)
Die junge, aufstrebende Schauspielerin Younghee hat gerade die Affäre mit einem verheirateten Mann beendet. In Hamburg, fern ihrer Heimat Seoul, nimmt sie sich Zeit für sich selbst, um über die Liebe nachzudenken. Bei Spaziergängen in der Hafenstadt fragt sie sich, ob ihr ehemaliger Geliebter noch etwas für sie empfindet und was sie wirklich vom Leben erwartet. Zurück in Korea besucht Younghee die Küstenstadt Gangneung und trifft dort auf alte Freunde. Je weiter der Abend voranschreitet und je mehr Alkohol die Anwesenden zu sich nehmen, desto mehr wandeln sich ihre Gespräche. Anfangs sind es noch gehaltvolle Diskussionen, doch die Nichtigkeiten nehmen überhand. Younghee verlässt das Hotel und flüchtet an einen einsamen Strand…
„Es gibt wenige Filme, die Unsichtbares mit so leichter Hand konkret zu machen verstehen.“ (Der Standard)
„Tatsächlich sind die Filme von Hong Sang-soo wie musikalische Kompositionen, die man immer wieder anhören möchte“ (Die Zeit)
67. Berlinale 2017: Silberner Bär für Kim Minhee als beste Darstellerin
Los Angeles Film Festival 2017: World Fiction Award
Jerusalem Film Festival 2017: Best International Film
Im Jahr 1969 liegt das klassische Hollywood in den letzten Zügen: Hippies und Gegenkultur beginnen sich auch im Filmgeschäft durchzusetzen. In diesem Umfeld hoffen der einstige Fernsehstar Rick Dalton und sein treuer Stuntman Cliff Booth auf eine letzte Chance. Ihnen kann nicht klar sein, dass sich in diesen Tagen im Haus ihrer hochschwangeren Nachbarin Sharon Tate eine Tragödie abspielen wird, die diesen Sommer weit über Los Angeles hinaus für immer prägen wird.
Der neunte Film von Quentin Tarantino ist eine Liebeserklärung: an Los Angeles, an Hollywood, an das Kino und das Fernsehen, an eine Zeit, die geprägt war von sozialem Umbruch. Nachdem sie bereits in Inglourious Basterdsgemeinsam vor der Kamera hatten stehen sollen, gelang es dem kultisch verehrten Regisseur von Pulp Fictionund Kill Billnun, seine Stars aus Inglourious Basterdsund Django Unchained, Brad Pitt und Leonardo DiCaprio, erstmals zu vereinen in diesem kunterbunten Trip down Memory Lane, in dem die Manson-Morde ein zentrales Element bilden.
In Kooperation mit: aha, Jugendservice Bregenz


















































































