Filmforum Archiv

Waldheims Walzer
22.11.2018
Waldheims Walzer
AT 2018 | 93 min | R: Ruth Beckermann
Waldheims Walzer
Waldheims Walzer
Waldheims Walzer
Österreich 2018 | 93 min | dt. frz. engl. Doku | Regie, Buch und Kamera: Ruth Beckermann | Schnitt: Dieter Pichler | Sounddesign: Manuel Grandpierre, Rudolf Pototschnig | Mit: Kurt, Elisabeth und Gerhard Waldheim, Josef Aichholzer, Josef Broukal, Hubertus Czernin, Fred Sinowatz, Peter Turrini u.a.

Es ist lange her, dass die Affäre um die verleugnete NS-Vergangenheit des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kurt Waldheim weltweit für Aufsehen sorgte. Sie kam im Jahr 1986 ins Rollen, während des Wahlkampfs für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten, mit dem Waldheim seine Bilderbuchkarriere als Nachkriegspolitiker zu krönen beabsichtigte. Anhand von klug ausgewähltem, internationalem TV-Archivmaterial rekonstruiert dieser dokumentarische Essay den Verlauf der hitzigen Debatte bis zum zweiten Wahlgang im Juni 1986. (Berlinale, Archiv)

Beckermann hatte die ersten Bilder ihres Films bereits 2016 bei der Diagonale in Graz vorgestellt, damals wollte sie den Film noch Waldheim oder The Art of Forgetting nennen. Damals sagte sie: „Als Figur ist Waldheim ziemlich uninteressant (…) Weder war er ein wirklicher Nazi, noch war er ein Kriegsverbrecher, mehr so ein Prototyp des feigen österreichischen Beamten.“ (Wiki)

Berlinale 2018: Glashütte Original Dokumentarfilmpreis
DocAviv 2018, Bester Inter-nationaler Film
Nominierung für den Deutschen Dokumentarfilmpreis
Österreichischer Kandidat für den besten fremdsprachigen Film für die Oscarverleihung 2019

http://www.waldheimswalzer.at/de/
Walk With Me
13.12.2017
Walk With Me
GB 2017 | 94 min | OmU | R: Marc Francis, Max Pugh
Walk With Me
Walk With Me
Walk With Me
Großbritannien 2017 | 94 min | Doku | OmU | Regie und Buch: Marc Francis, Max Pugh | Kamera: Marc Francis, Max Pugh | Schnitt: Nicolas Chaudeurge, Marc J. Francis, Alan Mackay, Max Pugh | Mit: Benedict Cumberbatch als Erzähler

Der berühmte Zen-Meister Thich Nhat Hanh hat 1982 im ländlichen Frankreich ein Kloster gegründet, wo der mittlerweile über 90-Jährige nach wie vor aktiv ist – oder wäre 'passiv' in dieser Beziehung das richtigere Wort?

Drei Jahre hindurch haben die beiden Dokumentarfilmer Marc J. Francis und Max Pugh den buddhistischen Klosteralltag begleitet und verschaffen uns Einblicke in eine Welt, die einen radikalen Bruch zu unserem gewohnten mitteleuropäischen Leben bedeutet. Die Neuaufgenommenen müssen sich von weltlichen Besitztümern wie Geld oder Handys verabschieden und verlieren bei der Aufnahmezeremonie obendrein ihre Haare, haben dafür aber die Aussicht, Seelenfrieden und ein paar andere wichtige Erkenntnisse zu gewinnen.

Walk With Megewährt erstmals einen Einblick in das tiefe Innere der Zen-Buddhismus-Gemeinschaft, deren Mitglieder all ihr Hab und Gut aufgegeben haben für ein Leben in Reinheit und für einen einzigen gemeinsamen Zweck: Ihr Leiden umzuwandeln und die Kunst der Achtsamkeit zu praktizieren.

http://www.thimfilm.at/filmdetail/walk-with-me
Walking on Water
23.10.2019
Walking on Water
IT 2018 | 95 min | OmU | R: Andrey Paounov
Walking on Water
Walking on Water
Walking on Water
Walking on Water
Walking on Water
Italien 2018 | 95 min | OmU | Regie: Andrey Paounov | Kamera: Martina Cocco, Simone D’Arcangelo | Schnitt: Andrey Paounov, Anastas Petkov

„Unsere Werke sind alle total nutzlos”, gibt der Ausnahmekünstler Christo unumwunden zu, „wir schaffen sie nur, weil wir sie gerne anschauen möchten”. Mit seinen spektakulären Floating Piers im norditalienischen Iseo-See sorgte der agile 81-Jährige freilich dafür, dass die Besucher nicht nur staunend vor seinem gigantischen Kunstwerk standen. Fasziniert von seiner Idee „über Wasser zu wandeln” spazierten Besucher aus aller Welt über drei Kilometer lange schwimmende Stege, die mit gelb-orange schimmerndem Gewebe überzogen waren.

Den kapitalistischen Kunstmarkt bedient der einst aus dem kommunistischen Bulgarien geflohene Künstler sehr souverän und reell. Schließlich muss seine „Kunstware” sein nächstes Projekt finanzieren. Der Sohn eines Chemikers finanziert seine teuren Aktionen ausschließlich durch den Verkauf von Originalzeichnungen bis zum Beginn seiner Kunstshow. Auch bei den „Floating Piers” bezahlt er die rund 13 Millionen Euro quasi aus eigener Tasche. (nach: programmkino.de), (leokino)

„ (...) feinfühliges Porträt des 81-jährigen legendären Ausnahmekünstlers.“ (programmkino.de)

In Kooperation mit: Kunst Vorarlberg, Künstlerhaus Thurn und Taxis, Kunsthaus Bregenz, Kollektiv

https://christo-walkingonwater.de/
Waren einmal Revoluzzer
2.9.2020
Waren einmal Revoluzzer
AT 2019 | 104 min | R: Johanna Moder
Waren einmal Revoluzzer
Waren einmal Revoluzzer
Waren einmal Revoluzzer
Waren einmal Revoluzzer
Waren einmal Revoluzzer
Österreich 2019 | 104 min | Regie und Buch: Johanna Moder | Kamera: Robert Oberrainer | Schnitt: Karin Hammer | Musik: Clara Luzia | Mit: Julia Jentsch, Manuel Rubey, Aenne Schwarz, Marcel Mohab, Lena Tronina, Tambet Tuisk, u.a.

Die Paare Helene (Julia Jentsch) und Jakob (Manuel Rubey), Tina (Aenne Schwarz) und Volker (Marcel Mohab) sind moderne, urbane Enddreißiger und genießen ihr geregeltes und privilegiertes Leben in Wien. Als sie der Hilferuf eines russischen Freundes aus Studienzeiten erreicht, ergreifen sie kurzentschlossen die Chance zu helfen: Endlich einmal nicht nur reden, sondern wirklich etwas tun. Doch was die Vier als Abenteuer begreifen, bedroht rasch das Gefüge der alten Freundschaft und der Beziehungen zueinander. Denn: Hilfe kann sehr unterschiedlich definiert werden – und die Hilfsbedürftigen verhalten sich anders, als die Helfenden das gerne hätten. Und so führt die Ankunft von Pavel (Tambet Tuisk) und seiner Familie den Österreicher-Innen ihre eigenen, nicht gelebten Ideale vor Augen. (filmladen)

Man wird diesen Film als Komödie einordnen, wenngleich sein
Humor etwas anders ist. Viel dreht sich hier um die Auseinander-setzung, was von uns und unseren Träumen eigentlich übrigbleibt, wenn wir älter werden. Das kann durchaus erheiternd sein, wenn die Figuren nach und nach der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Aber es ist eben auch bitter, wenn hinter den hübschen Fassaden weniger vorzeigbare Seiten zum Vorschein kommen.
(nach: freibeuterfilm.de; filmrezensionen.de)

Max-Ophüls-Preis 2020: Beste Regie

Preis der Ökumenischen Jury, Filmfestival Zürich 2019

https://www.filmladen.at/film/waren-einmal-revoluzzer/
Was bleibt
7.2.2013
Was bleibt
DE 2012 | 85 min | Regie: Hans-Christian
Was bleibt
Was bleibt
Was bleibt
Was bleibt
Deutschland 2012 | 85 min | Regie: Hans-Christian Schmid | Buch: Bernd Lange | Kamera: Bogumil Godfrejow | Schnitt: Hansjörg Weissbrich | Mit: Lars Eidinger, Corinna Harfouch, Ernst Stötzner, Sebastian Zimmler, Picco von Groote, Egon Merten, u.a.

Auf Wunsch seiner Mutter Gitte (Corinna Harfouch) fährt Marko (Lars Eidinger), der seit Jahren in Berlin lebt, zu seinen Eltern aufs Land. Seine Hoffnung auf ein ruhiges Wochenende im Kreis der Familie erfüllt sich nicht. Unerwartet für alle offenbart Gitte, dass es ihr nach langer psychischer Krankheit wieder gut geht.

Als einziger entspricht Marko ihrer Bitte, sie von nun an als vollwertiges Mitglied der Familie zu behandeln, und bringt damit nicht nur die vermeintlich gut eingespielte Beziehung seiner Eltern aus dem Gleichgewicht.

Mit einem Ensemble hochkarätiger Schauspieler erzählt Regisseur Hans-Christian Schmid in WAS BLEIBT, wie eine Familie innerhalb weniger Tage auseinanderbricht und neu zueinanderfindet. Nach den preisgekrönten Filmen „Requiem“ und „Sturm“ ist dies seine dritte Zusammenarbeit mit dem Drehbuchautor Bernd Lange. Der Film feiert seine Premiere im Wettbewerbsprogramm der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin.

„WAS BLEIBT ist eine gelungene kleine Meditation über Lebenslügen in Zeiten des Friedens, eine filmische Familienaufstellung mit Folgen.“ (Die Welt)

„Der Film verliert […] keine Sekunde sein Gleichmaß, sondern bleibt der aufmerksame, intelligente, abwägende Beobachter, der Details sammelt, weil er verstehen will. “ (FAZ)

„Ein kluger, nachhallender Film.“ (Die Zeit)

http://was-bleibt.pandorafilm.de/ IMDB
Was hat uns bloß so ruiniert
16.11.2016
Was hat uns bloß so ruiniert
AT 2016 | 100 min | R: Marie Kreutzer
Was hat uns bloß so ruiniert
Was hat uns bloß so ruiniert
Was hat uns bloß so ruiniert
Was hat uns bloß so ruiniert
Was hat uns bloß so ruiniert
Was hat uns bloß so ruiniert
Was hat uns bloß so ruiniert
Österreich 2016 | 100 min | Regie und Buch: Marie Kreutzer | Kamera: Leena Koppe | Schnitt: Ulrike Kofler | Mit: Vicky Krieps, Marcel Mohab, Pia Hierzegger, Manuel Rubey, Pheline Roggan u.a.

Drei befreundete Paare entscheiden sich, gleichzeitig Eltern zu werden. Sie sind mitteljung, beruflich erfolgreich, cool. Idealistisch und konsumgeil zugleich züchten sie am Balkon ihrer Innenstadtwohnung Bio-Tomaten, trinken lokal gerösteten Kaffee und Hugo, waren auch mal auf den Donnerstagsdemos und würden sich nie ein elektronisches Gerät ohne Apfel-Logo zulegen. Und sie sind sich sicher, dass man auch Kinder haben kann, ohne spießig zu werden.

Was hat uns bloß so ruinierthandelt von der Unvereinbarkeit von Elternschaft und Perfektionismus. Es ist der dritte Film von Marie Kreutzer: In ihrem Debüt Die Vaterlosen(2011) erzählte sie von den kaputten Kindern eines Kommunenpatriarchen, in der Literaturverfilmung Gruber geht(2015) schilderte sie die Einsamkeit eines egozentrischen Geldmenschen, und nun berichtet sie vom Scheitern einer harmonischen Familiengründung.

http://www.thimfilm.at/filmdetail/was-hat-uns-bloss-so-ruiniert
Was uns nicht umbringt
18.4.2019
Was uns nicht umbringt
DE 2018 | 129 min | Regie und Buch: Sandra Nettelbeck
Was uns nicht umbringt
Was uns nicht umbringt
Was uns nicht umbringt
Was uns nicht umbringt
Was uns nicht umbringt
Deutschland 2018 | 129 min | Regie und Buch: Sandra Nettelbeck | Kamera: Michael Bertl | Musik: Volker Bertelmann | Mit: August Zirner, Christian Berkel, Mark Waschke, Deborah Kaufmann, Barbara Auer, Sophie Rois, Bjarne Mädel, Johanna ter Steege, Jenny Schily u.a.

Als Vater zweier jugendlicher Töchter – mit einer eigensinnigen Ex-Frau, die zugleich seine beste Freundin ist, einem schwermütigen Hund, den er sich gerade erst angeschafft hat, und seinen eigentümlichen Patienten – braucht Psychotherapeut Max wahrlich keine neue Herausforderung. Aber wenn Sophie, die bezaubernde Spielsüchtige mit Beziehungsproblemen, stets zu spät in seiner Praxis erscheint, gerät Max’ vertraute Welt ins Wanken. Während er sich noch einzureden versucht, Profi genug zu sein, um Profi zu bleiben, führt eine unverhoffte Begegnung der beiden zu immer mehr Verstrickungen. Und es passiert, was nicht passieren sollte: Der Therapeut verliebt sich in seine Patientin. Wie soll er ihr helfen, ohne sich einzumischen? Wie kann er sie lieben, ohne sie zu verlieren? Hin- und hergerissen zwischen Gefühl und Verstand, zwischen seiner Patientin und der Frau, die er liebt, muss Max zunächst dem alten Flugzeugleitsatz folgen: Helfen Sie sich selbst, bevor Sie versuchen, anderen zu helfen. (film.at)

„Der geschmeidige Ensemblefilm lotet als eine Art Kaleidoskop aus Trauer, Wut, Hoffnung und Zuversicht die Kraft gemeinsamen Redens aus, durch die sich manche Perspektive verrücken lässt. Glänzend besetzt und hervorragend gespielt.“ (filmdienst)

https://www.thimfilm.at/filmdetail/was-uns-nicht-umbringt
We Come as Friends
4.2.2015
We Come as Friends
FR, AT 2013 | 110 min | Doku | R u. B: Hubert Sauper
We Come as Friends
We Come as Friends
We Come as Friends
We Come as Friends
We Come as Friends
Frankreich, Österreich 2013 | 110 min | Doku | Regie und Buch: Hubert Sauper | Kamera: Hubert Sauper, Barney Broomfield | Musik: Veronika Hlawatsch

In jenem Moment, als der Sudan, das größte Land des Kontinents, in zwei Nationen geteilt wird, verfällt das Land erneut in alte Muster der „Zivilisierung“ – Kolonialismus, Kampf der Herrscher und neue blutige Kriege im Namen des Glaubens und im Namen der Territorien und Ressourcen.

Hubert Sauper, der Regisseur von Darwin’s Nightmare, nimmt uns mit in seinem kleinen, selbst entworfenen und gebauten Flugzeug aus Blech und Leinwand an die unwahrscheinlichsten Orte und tief in die Gedanken und Träume der Menschen. Chinesische Ölarbeiter, UN-Friedenstruppen, sudanesische Kriegsherren und amerikanische Evangelisten verweben ironisch Gemeinsamkeiten in diesem Film. Ein komplexes, tiefgreifendes und humorvolles filmisches Unterfangen. (film.at)

Sundance 2104 - World Cinema Documentary Special Jury Award

Berlinale 2014 - Friedensfilmpreis

Wiener Filmpreis 2014

http://www.wecomeasfriends.com/
We Need to Talk About Kevin
28.11.2012
We Need to Talk About Kevin
US, UK 2011 | 112 min | OmU | Regie: Lynne Ramsay
We Need to Talk About Kevin
We Need to Talk About Kevin
We Need to Talk About Kevin
We Need to Talk About Kevin
USA, Großbritannien 2011 | 112 min | OmU | Regie: Lynne Ramsay | Kamera: Seamus McGarvey | Musik: Jonny Greenwood | Darsteller: Tilda Swinton, John C. Reilly, Ezra Miller, Jasper Newell, u.a.

Der deutsche Titel von We Need to Talk About Kevinlautet Mein Sohn, der Attentäter. Eva, gespielt von Tilda Swinton, ist die Mutter von Kevin, einem 17-jährigen Todesschützen. Er hat die Ausgänge seiner Schule blockiert und dann in eisiger Konzentration auf Kinder gezielt. Lynne Ramsay, die schottische Regisseurin, richtet die Kamera auf eine Kleinfamilie, Vater, Mutter, zwei Kinder. Sie stellt die Perspektive noch enger, auf Eva, die Mutter des Todesschützen, was naheliegend ist, sie ist die einzige Überlebende des Dramas, abgesehen von Kevin, der in Haft sitzt. Eva und Kevin bilden die Achse des Films, sie sind ineinander verschlungene Personen, Lebensgeberin, Todesengel.

Der Film folgt dem 2003 erschienenen Roman der amerikanischen Autorin Lionel Shriver. Die Besetzung der Eva mit Tilda Swinton, Schottin wie Lynne Ramsey übrigens, erscheint als Glücksfall. Das von Erschöpfung leere Gesicht. Die im Sturm der Ereignisse ausgezehrte Gestalt, die nur von einer brüchigen Hülle gehalten scheint. Und Kevin, den Ezra Miller als volllippigen weißhäutigen Krieger gibt, das Haar schwarz wie Rabengefieder. Über seine Augen senken sich die Lider, wenn er seine Mutter vorführt, attackiert, mit Präzision tief verletzt. Mein Sohn, der Feind.

Britscher Filmpreis 2011: Beste Regie und Beste Darstellerin,

London Film Festival 2011: Bester Film |  Europäischer Filmpreis: Beste Darstellerin

http://www.weneedtotalkaboutkevin.co.uk/
We Need to Talk About Kevin
5.2.2020
We Need to Talk About Kevin
US, UK 2011 | 112 min | OmU | R: Lynne Ramsay
We Need to Talk About Kevin
We Need to Talk About Kevin
We Need to Talk About Kevin
We Need to Talk About Kevin
We Need to Talk About Kevin
USA, Großbritannien 2011 | 112 min | OmU | Regie: Lynne Ramsay | Buch: Lynne Ramsay, Rory Stewart Kinnear | Kamera: Seamus McGarvey | Schnitt: Joe Bini | Musik: Jonny Greenwood | Mit: Tilda Swinton, John C. Reilly, Ezra Miller, Jasper Newell, Rock Duer, u.a.

Eva ist die Mutter von Kevin, einem 17-jährigen Todesschützen. Er hat die Ausgänge seiner Schule blockiert und dann in eisiger Konzentra-tion auf Kinder gezielt. Lynne Ramsay, die schottische Regisseurin, richtet die Kamera auf eine Kleinfamilie, Vater, Mutter, zwei Kinder. Eva und Kevin bilden die Achse des Films, sie sind ineinander verschlungene Personen, Lebensgeberin, Todesengel.

Der vielfach ausgezeichnete Film folgt dem 2003 erschienenen Roman der amerikanischen Autorin Lionel Shriver. Die Besetzung der Eva mit Tilda Swinton, erscheint als Glücksfall. Das von Erschöpfung leere Gesicht. Die im Sturm der Ereignisse ausgezehrte Gestalt, die nur von einer brüchigen Hülle gehalten scheint. Und Kevin, den Ezra Miller als volllippigen weißhäutigen Krieger gibt, das Haar schwarz wie Raben-gefieder.

Britscher Filmpreis 2011: Beste Regie | Europäischer Filmpreis 2011: Beste Schauspielerin Tilda Swinton | London Film Festival 2011: Bester Film | Europäischer Filmpreis: Beste Darstellerin

Wir zeigen den Film in Kooperation mit dem Kunsthaus Bregenz. In der Ausstellung der US-Künstlerin Bunny Rogers (*1990) setzt sie sich immer wieder mit dem Amoklauf auf die Columbine High School in Littleton auseinander und schafft düstere Stimmungsbühnen im Kunsthaus. Tipp! Freier Eintritt zur Ausstellung im KUB mit der Kinokarte, gültig vom 6.-13. Februar 2020.

Eine Kooperation mit:

Kunsthaus Bregenz

Ifs Gewaltberatung

https://www.youtube.com/watch?v=tZ4D_jGtKhE IMDB
Weapon of Choice
24.10.2018
Weapon of Choice
AT 2018 | 90 min | R: Fritz Ofner, Eva Hausberger
Weapon of Choice
Weapon of Choice
Weapon of Choice
Weapon of Choice
Österreich 2018 | 90 min | teilweise OmU | Doku | Regie: Fritz Ofner, Eva Hausberger | Drehkonzept: Fritz Ofner | Kamera: Fritz Ofner | Schnitt: Gerhard Daurer, Karina Ressler

Sie ist Kultobjekt, österreichische Erfindung und Bestseller in den USA: die Glock. Die halbautomatische Schnellfeuerwaffe ist einer der Exportschlager Österreichs, über ihre fragwürdige Bedeutung dringt nicht viel an die Öffentlichkeit. Fritz Ofner und Eva Hausberger gehen in ihrem beeindruckenden und präzis recherchierten Dokumentarfilm Weapon of Choice dem Mythos und der Geschichte der Glock nach - einer österreichischen Geschichte des Wegschauens.

Weapon of Choiceist ein dokumentarisches Essay, das sich mit der Faszination von Waffen auseinandersetzt. Warum üben bestimmte Waffen auf manche Menschen eine derartige Faszination aus? Der Film beleuchtet die Symbolik von Waffen in den USA – dem größten Waffenmarkt der Welt – in der Popkultur und geht auf die Träger und Besitzer von Waffen ein. Entlang dieses Weges begegnet der Film Männern und Frauen, Polizisten, Rappern und Militärs und versucht die Faszination und besondere Beziehung von Waffenträgern zu ihren Waffen herauszufiltern.

https://www.youtube.com/watch?v=0B0Lrd-rZMY IMDB
Weekend
10.10.2013
Weekend
UK 2011 | 97 min | OmU | Regie und Buch: Andrew Haigh
Weekend
Weekend
Weekend
Weekend
Weekend
Großbritannien 2011 | 97 min | OmU | Regie und Buch: Andrew Haigh | Kamera: Urszula Pontikos | Schnitt: Andrew Haigh | Mit: Tom Cullen, Chris New, Jonathan Race, Laura Freeman, Loreto Murray u.a.

Eigentlich sind sie Richard Linklaters „Erfindung“: diese federleichten Filme, die vorführen, wie zwei sich binnen weniger Stunden näher kommen und verlieben. Nun aber stellt Andrew Haigh einen ebensolchen Liebesfilm vor. Weekendspielt in London, handelt von zwei Männern und ist unter die Haut gehend packend. Eines Abends kreuzen sich in einem Club die Wege von Russell und Glen. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein: Während Russell den Mann seines Lebens und die große Liebe sucht, kommt Glen aus einer langjährigen Beziehung und hat sich geschworen, Single zu bleiben. Die gemeinsam verbrachte Nacht sollte denn auch bloß ein One-Night-Stand sein. Doch dann beginnen Russ und Glen zu reden. Es sind achtundvierzig Stunden voll intensiver Gespräche, Zärtlichkeit, körperlicher Annährung, in denen der Film spielt und sich zwischen aufkeimenden Gefühlen und anders geplanten Lebensentwürfen eine mögliche neue Liebe ankündigt.

British Breakthrough Film-Maker (Andrew Haigh) – London Critics Circle Film Award

Grand Jury Prize, Best Actor (Tom Cullen) – Nashville FF

Best Achievement in Production, Most Promising Newcomer (Tom Cullen) – British Independent Film Awards

Best Reviewed Romance of the Year – Golden Tomato Awards

Publikumspreis – Crossing Europe FF

Sowie zahlreiche andere Filmpreise

http://www.weekend-film.com