Filmforum Archiv
Der junge Fei lebt in der chinesischen Großstadt und verdient sein Geld als illegaler Sexarbeiter, um seine Familie am Land zu unterstützen. Als ihm klar wird, dass seine Familie zwar sein Geld, nicht aber seine Homosexualität akzeptiert, stürzt er in eine tiefe Krise. Nun sieht er sich gezwungen, sein Leben neu zu ordnen, sich zur Liebe zu bekennen und Verantwortung zu übernehmen – für sich selbst und für die Menschen, die ihm nahestehen.
„Moneyboys zeigt nicht nur ein auf allen Ebenen unglaublich sauberes, für einen Debütfilm überraschend reifes, filmisches Handwerk. Er schafft es auch, dass dieses Handwerk nicht zu Sterilität führt. Ganz im Gegenteil: C.B. Yi erzählt seine Geschichte mit einer tiefen Herzlichkeit. Dabei definiert er trotz der harten Umstände seine Figuren nicht über Mitleid. Stattdessen gibt C.B. Yi den Charakteren und dem gesamten Film eine außergewöhnliche Würde.” (Jurybegründung, Festival Max Ophüls Preis 2022)
Filmfestival Max Ophüls Preis 2022: Bester Spielfilm, Preis der Ökumenischen Jury, Fritz-Raff-Drehbuchpreis | LesGaiCineMad (Madrid): Bester Film | Festival International de Cine de Gijón: Rambal Award | zahlreiche weitere Preise ...
In Kooperation mit GoWest - Verein für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und Queer, und dem Fachbereich LGBTIQ+ der Stadt Bregenz
Der Monobloc ist das meistverkaufte Möbelstück aller Zeiten. Weltweit soll es eine Milliarde Exemplare des stapelbaren, in Deutschland oft weißen Plastikstuhls geben. Für die einen bedroht er den guten Geschmack und gilt er als enorme Gefahr für die Umwelt, für die anderen ist er der einzig erschwingliche Stuhl überhaupt.
Grimme-Preisträger Hauke Wendler folgt den vielfältigen Spuren des Monoblocs von Europa über Nordamerika und die Slums in Brasilien bis in die Megastädte Indiens und die Savanne Ugandas. Er trifft Menschen, deren Leben vom Plastikstuhl geprägt sind und stellt dabei immer wieder die kühne Frage: Was braucht man eigentlich, um glücklich zu sein? Eine globalisierungskritische Objektgeschichte zwischen Funktionalität und Schönheit, Kapitalismus und Teilhabe, Konsum und Recycling.
„So erzählt Monobloc viel mehr als die Geschichte eines globalen Möbel-Phänomens. Es geht ums Genauer-Hinschauen, um das Hinterfragen einer eurozentristischen Weltsicht. Und dabei ist der Film überaus unterhaltsam.“ (ndr)
In Kooperation mit werkraum bregenzerwald, Poolbar Festival
Patagrande, Rambo, Leidi, Sueca, Pitufo, Lobo, Perro und Bum Bum lauten die Kampfnamen von acht Jugendlichen, die in einer abgelegenen Bergregion einer paramilitärischen Einheit angehören und zu Ausschweifungen und Gewalt neigen. Ein Bote übermittelt die Anweisungen der „Organisation”: Die Gruppe soll gut auf die Milchkuh Shakira und die US-amerikanische Geisel Doctora aufpassen, die sich in ihrer Obhut befinden. Der Spaß hat ein Ende, als der Tod an die Tür klopft, ihr Standort bekannt wird und die Einheit sich weiter in den Dschungel zurückziehen muss.
Alejandro Landes und Co-Autor Alexis Dos Santos haben eine beklemmende Mischung aus Kriegsfilm und Überlebens-Thriller geschaffen. So spärlich die Erklärungen für das Geschehen, so drastisch die dargestellten Emotionen. Der Film beleuchtet die wechselnden Loyalitäten und Machtkämpfe innerhalb einer Gruppe von Jugendlichen und überzeugt durch Jasper Wolfs bestechende Bildsprache soweie Mica Levis’ spannungsvolle Filmmusik.
„So atmet der Film die brachiale Archaik und den Grössenwahn des frühen Werner Hezog und wird zu einem fieberhaften cineastischen Bilderrausch.” (cineman.ch)
Der Film wurde auf internationalen Filmfestivals mit 20 Filmpreisen ausgezeichnet.
Qu'est-ce qu'on a encore fait au Bon Dieu?
FR 2019 | 99 min | OmU | R: Philippe de Chauveron
Monsieur Claude Verneuil und seine Frau Marie mussten bisher schon so einiges ertragen. Sie haben Beschneidungsrituale erlebt, halales Hühnchen und koscheres Dim Sum gegessen und die Koffis von der Elfenbeinküste kennengelernt. Und nachdem ihre vier Töchter multikulturell geheiratet haben, ist das Ehepaar nicht mehr so leicht zu schockieren. Monsieur Claude hat sich sogar aufgemacht, alle vier Heimatländer seiner Schwiegersöhne zu besuchen. Als die Töchter ihren Eltern mitteilen, dass sie das konservative Frankreich verlassen und mit ihren Familien im Ausland sesshaft werden wollen, ist es mit der beschaulichen Gemütlichkeit endgültig vorbei. Claude und Marie sind nicht bereit, ihre Töchter einfach so gehen zu lassen und so setzen die beiden alle Hebel in Bewegung. Dabei schrecken sie auch vor skurrilen Methoden nicht zurück. (nach: filmstarts.de)
Fans des ersten Teils der Culture-Clash-Komödie Monsieur Claude und seine Töchter können sich auch diesmal auf ein politisch unkorrektes Spektakel einstellen, das keine Kontroverse auslässt, um über genau die Stellen zu lachen, die eigentlich schmerzen.” (kino.de)
„Die Komödie braucht zu Beginn ein wenig Anlaufzeit, um dann ein ähnlich buntes Multi-Kulti-Pointen-Feuerwerk zu zünden wie der erfolgreiche Vorgänger-Film.“ (filmclicks.at)
Nach einem tragischen Unglücksfall übernimmt der aus Algerien stammende Bazhir Lazhar eine Grundschulklasse in Québéc. Trotz einiger kulturell bedingter Startschwierigkeiten gelingt es M. Lazhar, einen guten Draht zur Klasse aufzubauen und den Kindern beim Verarbeiten der Tragödie zu helfen. Während in der Klasse langsam wieder Ruhe einkehrt, weiß niemand an der Schule etwas von der schmerzhaften Vergangenheit Bachir Lazhars, der noch dazu jeden Augenblick damit rechnen muss, des Landes verwiesen zu werden.
Monsieur Lazharzeigt eine berührende Reise, wie sie das das Kino schon lange nicht mehr gesehen hat … (Thimfilm)
Oscar-Nominierung als Bester fremdsprachiger Film
Toronto 2011, Bester Kanadischer Film
Canada Genie Award, 6 Preise - darunter der Preis für die Beste Regie und den Besten Schauspieler
Filmfestspiele Rotterdam, Publikumspreis
Locarno Filmfestival, Piazza Grande Award
Der Astronaut Sam Bell (Sam Rockwell) steht kurz vor dem Ende seines Dreijahresvertrages mit Lunar. Er ist auf dem Mond „Selene“, wo er allein als Mechaniker, unterstützt nur von einer künstlichen Intelligenz namens Gerty, den Abbau von Helium-3 überwacht. Dieses kostbare Gas könnte der Energiekrise auf der Erde ein Ende bereiten. Die Einsamkeit hat ihm Zeit gegeben, sich Gedanken über die Fehler seiner Vergangenheit zu machen. Seinen Job führt er nur noch mechanisch aus und verbringt die meiste Zeit mit den Gedanken an die bevorstehende Rückkehr zur Erde, seine Frau und ihre gemeinsame Tochter.
Der Film zeigt eine intime Charakterstudie im weitläufigen Setting des Weltalls; ein Drei-Personen-Stück mit nur einem Schauspieler; und eine Vision der Zukunft, die sich aus vergangenen Science- Fiction-Klassikern speist. Außerdem ist MOON ein ganz irdisch spannender Thriller, der auf dem Mond stattfindet.
Eine kleine Insel vor der Küste Neuenglands im Sommer 1965: Ausgestattet mit allem, was man zum Überleben in der Wildnis benötigt, büxt der junge Pfadfinder Sam aus dem Sommercamp aus, um mit seiner Freundin Suzy durchzubrennen. Der ganze Ort steht daraufhin Kopf und eine fieberhafte Suche nach den 12-jährigen Ausreißern beginnt. An ihr beteiligen sich neben den hysterischen Eltern des Mädchens auch der Dorf-Sheriff, der Oberpfadfinder des Ferienlagers und eine überambitionierte Sozialarbeiterin. Je schwieriger sich die von großem Tumult begleitete Aktion gestaltet, desto mehr dämmert allen Beteiligten, dass die Liebe zwischen den flüchtigen Teenies doch wohl sehr groß sein muss.
Wes Anderson (Darjeeling Limited, The Royal Tennenbaums), Großmeister des skurrilen Humors, schickt ein beeindruckendes Staraufgebot in schauspielerischer Höchstform auf einen Suchtrip, der von absurder Situationskomik und akuten Nervenzusammenbrüchen begleitet wird, bis eine gefährliche Unwetterfront die erhitzten Gemüter zur Abkühlung zwingt. Aber wer suchet, der findet auch - nicht zuletzt die eigene Beschränktheit und verlorene Träume!
Der Physiker Albert Einstein soll einmal gesagt haben: "Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus."
Eines der wichtigsten Naturwunder unserer Erde schwebt in höchster Gefahr: die Honigbiene. Das fleißigste aller Tiere, das verlässlich von Blüte zu Blüte fliegt, verschwindet langsam. Es ist ein mysteriöses Sterben, das weltweit mit Sorge beobachtet wird. Denn ein Leben ohne die Biene ist undenkbar. Sie ist die große Ernährerin der Menschen. Aber ihr wird heute Großes abverlangt: der weltweite Bedarf an Naturprodukten ruht auf ihren zierlichen Flügeln. Zwischen Pestiziden, Antibiotika, Monokulturen und dem Transport von Plantage zu Plantage scheinen die Königinnen und ihre Arbeiterinnen ihre Kräfte zu verlieren. Der Film entführt uns in das faszinierende Universum der Biene. Regisseur Markus Imhoof verfolgt ihr Schicksal von der eigenen Familienimkerei bis hin zu industrialisierten Honigfarmen und Bienenzüchtern. Mit spektakulären Aufnahmen öffnet er dabei den Blick auf eine Welt jenseits von Blüte und Honig, die man nicht so schnell vergessen wird.
Im Dokumentarfilm MORE THAN HONEY geht der renommierte Schweizer Regisseur und Sohn einer Imkerfamilie Markus Imhoof ("Die Reise", Oscar-Nominierung für "Das Boot ist voll") dem rätselhaften Bienensterben auf den Grund.
„...das starke Comeback eines großen Schweizer Autorenfilmes. MORE THAN HONEY war im ohnehin starken Programm von Locarno DAS HIGHLIGHT.“ (NZZ am Sonntag)
Alte Fähre Lochau Eintritt frei! Bei jedem Wetter
DE, AT, CH 2012 | 91 min | Regie: Markus Imhoof
Der Physiker Albert Einstein soll einmal gesagt haben: "Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus."
Eines der wichtigsten Naturwunder unserer Erde schwebt in höchster Gefahr: die Honigbiene. Das fleißigste aller Tiere, das verlässlich von Blüte zu Blüte fliegt, verschwindet langsam. Es ist ein mysteriöses Sterben, das weltweit mit Sorge beobachtet wird. Denn ein Leben ohne die Biene ist undenkbar. Sie ist die große Ernährerin der Menschen. Aber ihr wird heute Großes abverlangt: der weltweite Bedarf an Naturprodukten ruht auf ihren zierlichen Flügeln. Zwischen Pestiziden, Antibiotika, Monokulturen und dem Transport von Plantage zu Plantage scheinen die Königinnen und ihre Arbeiterinnen ihre Kräfte zu verlieren. Der Film entführt uns in das faszinierende Universum der Biene. Regisseur Markus Imhoof verfolgt ihr Schicksal von der eigenen Familienimkerei bis hin zu industrialisierten Honigfarmen und Bienenzüchtern. Mit spektakulären Aufnahmen öffnet er dabei den Blick auf eine Welt jenseits von Blüte und Honig, die man nicht so schnell vergessen wird.
Im Dokumentarfilm More than Honey geht der renommierte Schweizer Regisseur und Sohn einer Imkerfamilie Markus Imhoof (Die Reise, Oscar-Nominierung für Das Boot ist voll) dem rätselhaften Bienensterben auf den Grund.
S-MAK, Lustenau, Eintritt: EUR 5,-
NG 2013 | 107 min | OmenglUT | R: Andre Dosunmu
Die frisch verheirateten Adenike (Danai Gurira) und Ayodele (Isaach De Bankolé) leben in Brooklyn und führen eine glückliche Ehe. Ayodele stört es nicht besonders, dass Adenike nach einem Jahr noch kein Kind bekommen hat aber seine Mutter (Bukky Ajayi) sieht das als Beleidigung der Familienehre und beginnt Druck auf sie auszuüben. Anfangs möchte sie Adenike mit harmlosen Mitteln helfen, doch als auch speziell hergestellter Tee oder ein Bauchband bestehend aus Perlen nicht helfen wollen, behauptet die Mutter, dass die Unfruchtbarkeit ein angeborener Makel ist, der geheilt werden muss. Adenike ist diesem Druck nicht gewachsen und beginnt unter ihm einzubrechen.
„Stunning is an understatement. Great direction, beautiful cinematography, brilliant story – the best motion picture I’ve seen this year.” (Indiewire)
Sundance Filmfestival 2013: Cinematography Award Dramatic
NBR Award 2013: Top Ten Independent Films
Black Reels Awards 2014: Black Reel – Outstanding Actress
Wir zeigen den Film in Zusammenarbeit mit dem S-MAK Lustenau
Ein namenloses Paar lebt in einem abgeschieden gelegenen Landhaus. Er ist Dichter und leidet an einer Schreibblockade, sie gestaltet und restauriert liebevoll das gemeinsame Heim. Plötzlich steht ein Fremder vor der Tür, tags darauf dessen Frau.
Der Dichter lädt die beiden trotz der Bedenken seiner jungen Frau ein, länger zu bleiben. Tatsächlich zeigen sich die Gäste aufdringlich und rücksichtslos. Als auch noch ihre beiden Söhne auftauchen, kommt es zu einem blutigen Streit. Doch diese Invasion ist nur der Anfang einer albtraumhaften Eskalationsspirale.
„Dunkles Pulsieren in den Wänden, ein zugemauerter Keller, der vielleicht Geheimnisse birgt, ein Loch im Parkett, das zur schwärenden, blutenden Wunde wird - kein Muster des Spukhaus-Films bleibt hier ausgespart.“ (…) Aronofskys Sicht auf Beziehungsglück, Mutterschaft, Dichterruhm, ja die Welt überhaupt könnte schließlich düsterer kaum sein – wer bereit ist, sich berühren zu lassen, wird grausam bestraft. (…) Der Film ist eine Zumutung, von der man im Nachhinein das Gefühl nicht los wird, sie könnte sich absolut gelohnt haben."
Tobias Kniebe, Süddeutsche Zeitung
Julia, 40, eine erfolgreiche Dirigentin und ihr Partner Georg, 44, sehnen sich nach einem Kind, als der Arzt ihnen Hoffnung gibt. Nach der erfolgreichen Behandlung in seiner Klinik wird Julia schwanger. Doch die Geburt verläuft anders als erwartet, und der Säugling wird sofort weggebracht. Julia wird im Unklaren darüber gelassen, was passiert ist. Als sie das Kind schließlich erhält, fühlt sie sich merkwürdig distanziert. Sie zweifelt sogar, ob es wirklich ihr Kind ist.
Mother’s Babyerzählt von einer verborgenen Welt, den gesellschaftlichen Erwartungen an die Mutterrolle und der Herausforderung, sich dabei nicht selbst zu verlieren. Der Film ist kein gewöhnliches Drama, sondern ein psychologischer Thriller, der mit visueller Düsternis und dem Kontrast von Schönheit und Schmerz spielt. Julias Welt verschwimmt, die Frage nach der Realität bleibt.
Durch die Wahl des Thriller-Genres wird das Publikum unweigerlich emotional hineingezogen, weshalb wir schwangeren Frauen vom Besuch des Films abraten.
Biberach Film Festival 2025: Goldener Biber, Bester Spielfilm
Fünf Seen Film Festival 2025: Großer Preis für die beste Regie
Medienpartner: ig geburtskultur a—z












































































