Takara
Mi 4.8. 20:00
Takara
The Night I Swam
JP 2017 | 79 min | ohne Dialoge | R: Damien Manivel...
Takara
Takara
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Takara
Japan 2017 | 79 min | ohne Dialoge | Regie und Buch: Damien Manivel und Igarashi Kohei | Kamera: Takahashi Wataru | Schnitt: William Laboury | Musik: Jérome Petit | Mit: Kogawa Takara, Kogawa Keiki, Kogawa Takashi und Kogawa Chisato

Ein Film aus Japan ganz ohne Untertitel, weil ganz ohne Dialoge. „Yukiguni“, die tief verschneite, meeresnahe Rückseite des Landes und ein kleiner Ausreißer mit einer Zeichnung im Schulranzen als schweigsamer Hauptdarsteller zwischen Räumfahrzeugen und der Bimmelbahn nach Aomori. Die kindliche Müdigkeit einer schlaflosen Nacht wird zum ständigen Begleiter auch des schneehellen Tages auf Abwegen. Ein Handschuh kommt abhanden, eine Mütze noch dazu, und kein Fischmarkt dieser Welt hat auch am Nachmittag noch geöffnet. Das leiseste denkbare Kino als Versuch, sich noch vor der einsetzenden Dämmerung den Schnee aus dem Stiefel zu kippen.

„Die Sprachlosigkeit verhilft dem Drama zu einer märchenhaften Atmosphäre. Gleichzeitig ist es die Alltäglichkeit, welche das Abenteuer hier auszeichnet. The Night I Swam bedeutet, die Welt wieder durch die Augen eines Kindes zu sehen, voller Begeisterung alles um dich herum zu erkunden, bewusst wahrzunehmen und für den Moment zu leben.“(film-rezensionen.de)

„Das Winzige, das Unbedeutendste, das Kleine enthalten Sensations­schätze, Ereignisse, aber nur für denjenigen, der genau hinschauen will.“(Le Monde)

Tokyo FILMeX 2017, Student Jury Prize

https://www.youtube.com/watch?v=Nay9-0H_RZU
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Do 5.8. 20:00
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Der Rausch
DK 2020 | 115 min | OmU | R: Thomas Vinterberg
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Dänemark 2020 | 115 min | OmU | Regie: Thomas Vinterberg | Buch: Thomas Vinterberg, Tobias Lindholm | Kamera: Sturia Brandth Grövien | Schnitt: Janus Billeskov-Jansen, Anne Östrud | Mit: Mads Mikkelsen, Thomas Bo Larsen, Magnus Illang, Lars Ranthe, Maria Bonnevie, u.a.

Vier Lehrer unternehmen ein seltsames Experiment, bei dem sie Tag und Nacht unter einem gewissen Alkohollevel stehen, weil sie daran glauben, dass ihre Umwelt und sie selbst von diesem permanenten Zustand der leichten Trunkenheit profitieren könnten. Allerdings endet das fragwürdige Experiment in einem kompletten Desaster.

„Im Zentrum dieser rasanten und bitter komischen Darstellung der einschmeichelnden Herrschaftsmethoden von König Alkohol steht Mads Mikkelsen. Er spielt die Verzweiflung seiner Figur über die eigene existenzielle Ödnis und ihre Hoffnung auf Rettung mit herzerweichender Intensität. Und stellt doch nur eine von vielen Facetten dar dieser, ja, nüchternen Analyse von Grund und Wesen eines gesellschaftlichen Dauerrauschs.“ (Alexandra Seitz)

„Thomas Vinterberg ist diesmal eine beispielhafte Synthese aus Tragödie und Komödie gelungen. Der Rausch ist definitiv ein Lichtblick in diesem Kinojahr.“ (ORF)

Oscar® 2021: Bester Internationaler Film

Europäischer Filmpreis 2020: Bester Film, Beste Regie (Thomas Vinterberg), Bestes Drehbuch (Thomas Vinterberg, Tobias Lindholm), Bester Hauptdarsteller (Mads Mikkelsen) und über 40 weitere Auszeichnungen

https://www.youtube.com/watch?v=BQyIaFreaQA
The Trouble with Being Born
Mi 11.8. 20:00
The Trouble with Being Born
AT, DE 2020 | 94 min | R: Sandra Wollner
The Trouble with Being Born
The Trouble with Being Born
The Trouble with Being Born
The Trouble with Being Born
The Trouble with Being Born
Österreich, Deutschland 2020 | 94 min | Regie: Sandra Wollner | Kamera: Timm Kröger Schnitt: Hannes Bruun | Mit: Lena Watson, Dominik Warta, Ingrid Burkhard, Jana McKinnon, Simon Hatzl, u.a.

Elli ist ein Android und lebt bei einem Mann, den sie Papa nennt. Sie lassen sich durch den Sommer treiben, schwimmen tagsüber im Pool und abends nimmt er sie mit ins Bett. Er hat sie nach einer Erinnerung erschaffen, die ihr nichts und ihm alles bedeutet. Für sie ist es lediglich eine Programmierung, der sie folgt – eines Nachts, tief in den Wald hinein, einem verblassenden Echo hinterher. Die Geschichte einer Maschine und der Geister, die wir alle in uns tragen. (The Hollywood Reporter)

The Trouble with Being Born ist kein Film über eine künstliche Intelligenz, sondern über ein Gefäß – ein Echo, ein verblassendes Flackern von Bedeutungen und Aufladungen – und über die Menschen, die sich in den Verschränkungen ihrer Erinnerungen zu verlaufen scheinen und ohne es zu ahnen zu den Geistern ihrer eigenen Geschichte geworden sind. Ich vermute, es sind die Geister, die wir schon immer gewesen sind.“ (Sandra Wollner)

Berlin Internation Film Festival 2020 – Encounters Award – Special Jury Prize

Diagonale 2020 – Großer Diagonalepreis, Schauspielerpreis für Dominik Warta

Viennale 2020 – Spezialpreis der Jury

https://www.youtube.com/watch?v=xWjZTAyxoiI
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Do 12.8. 20:00
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Bad Luck Banging or Looney Porn
RO 2020 | 106 min | OmU | R: Radu Jude
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Rumänien 2020 | 106 min | OmU | Regie und Buch: Radu Jude | Kamera: Marius Panduru | Schnitt: Cataln Cristutiu | Musik: Jura Farnina, Pavao Miholjevic | Mit: katia Pascariu, Claudia Ieremia, Olimpia Malai, Nicodim Ungureanu, Alexandru Potocean, u.a.

Ein Video geht viral. Es zeigt einen Mann und eine Frau beim Sex. Sie tragen Masken, trotzdem wird die Frau erkannt. Dumm nur, dass sie als Lehrerin eigentlich ein Vorbild sein soll. Und das in einer Gesellschaft, welche drauf und dran ist, sich im Social-Network-Diskurs aus restaurativen Saubermannattitüden, pseudopolitischer Besserwisserei, scheinheiligem Chauvinismus und grotesken Verschwörungstheorien zu verlieren. Alle haben Meinung. Die Debatte wird zum Tribunal – über konsensualen Sex, Pornografie und mehr. (Berlinale)

„Seit Jahren ist Radu Jude einer der interessantesten Vertreter des rumänischen Kinos, nun wurde sein Film Bad Luck Banging or Loony Porn mit dem Goldenen Bären der Berlinale ausgezeichnet. Ein verdienter Sieg in einem starken Wettbewerb, denn Judes Satire über die Abgründe der Sozialen Medien, Cancel Culture und Corona trifft mit seiner pointierten Beobachtung den Nerv der Zeit.“ (programmkino.de)

Mit ätzendem Humor und beißender Kritik nimmt Radu Jude die rumänische Gesellschaft ziemlich restlos auseinander und inszeniert nebenbei auch noch den ersten großen Film über die Absurditäten der Coronazeit gleich mit. (filmstarts.de)

Berlinale 2021 – Goldener Bär für den besten Spielfilm

https://www.youtube.com/watch?v=UsZTNsgDbkk
Wer wir waren
Mi 18.8. 20:00
Wer wir waren
DE 2021 | 114 min | Doku | R: Marc Bauder
Wer wir waren
Wer wir waren
Wer wir waren
Wer wir waren
Wer wir waren
Wer wir waren
Deutschland 2021 | 114 min | Doku | Regie und Buch: Marc Bauder | Kamera: Börres Weiffenbach | Schnitt: Stefan Stabenow | Mit: Alexander Gerst, Sylvia Earle, Dennis Snower, Matthieu Ricard, Felwine Sarr, Janina Loh, u.a.

„Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.“ (Roger Willemsen)

Wer wir waren ist ein intensives Treffen mit sechs bedeutenden DenkerInnen und WissenschaftlerInnen unserer Zeit: Alexander Gerst (Astronaut), Dennis Snower (Ökonom), Matthieu Ricard (Molekularbiologe und Mönch), Sylvia Earle (Ozeanologin), Felwine Sarr (Ökonom, Soziologe und Philosoph) und Janina Loh (Philosophin und kritische Posthumanistin).

Schriftsteller, Denker und Moderator Roger Willemsen (1955-2016) arbeitete bis kurz vor seinem Tod an einem neuem Buch. Es sollte Wer wir waren heißen und unsere Gegenwart betrachten – aus der Zukunft. Als Roger Willemsen im Sommer 2015 krank wurde, musste er die Arbeit an seinem Text einstellen. Zentrale Gedanken davon aber stecken in einer mitreißenden „Zukunftsrede“, die zu seinem letzten öffentlichen Auftritt wurde. Sie ist der leidenschaftliche Aufruf an die nächste Generation, sich nicht einverstanden zu erklären.

In Kooperation mit der bodensee akademie

https://www.youtube.com/watch?v=k4F9cEG2SZQ
Été 85
Do 19.8. 20:00
Été 85
Sommer 85
FR 2020 | 100 min | OmU | R: Francois Ozon
Été 85
Été 85
Été 85
Été 85
Été 85
Été 85
Frankreich 2020 | 100 min | OmU | Regie: Francois Ozon | Buch: Francois Ozon nach dem Buch „Tanz auf dem Grab2 von Aidan Chambers | Kamera: Hichame Alaouie | Schnitt: Laure Gardette | Mit: Benjamin Voisin, Félix Lefebvre, Valeria Bruni Tedeschi, Philippine Velge, Melvil Poupaud, u.a.

Ein heißer Sommer in der Normandie, 1985: Der 16-jährige Alexis verbringt die Ferien gemeinsam mit seinen Eltern in einem kleinen malerischen Örtchen an der Küste. Als ihn eines Tages ein überraschend aufziehendes Unwetter in seiner kleinen Segeljolle zum Kentern bringt, wird er wie durch ein Wunder von dem etwas älteren David gerettet. Eine große, besondere Sommerliebe nimmt ihren Anfang, doch nach wenigen Wochen wird das unbeschwerte Liebesglück der beiden Teenager getrübt. Die Ereignisse überschlagen sich und Alexis muss ein letztes Versprechen einlösen.

Frankreichs Meisterregisseur François Ozon, der als einer der wichtigsten Vertreter der ’nouvelle‘ Nouvelle Vague gilt, präsentiert mit seinem 19. Spielfilm eine flirrende Lovestory über die erste große Liebe zwischen zwei Teenagern im Sommer 1985. (filmladen)

CinEuphoria Awards 2021 – Bestes Duo: Félix Lefebvre und Benjamin Voisin

Online Film Critics Society Awards 2021: Best Non-U.S. Release

Festa del Cinema di Roma 2020 – Publikumspreis

In Kooperation mit GOWEST - Verein für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und Queer

https://www.youtube.com/watch?v=o3Vf5leIgUo
Les parfums
Mi 25.8. 20:00
Les parfums
Parfum des Lebens
FR 2019 | 100 min | OmU | R: Grégory Magne
Les parfums
Les parfums
Les parfums
Les parfums
Les parfums
Frankreich 2019 | 100 min | OmU | Regie und Buch: Grégory Magne | Kamera: Thomas Rames | Schnitt: Beatrice Herminie | Mit: Emmanuelle Devos, Grégory Montel, Gustave Kervern, Sergi López, u.a.

Wenn Chauffeur Guillaume Favre etwas nicht brauchen kann, dann so eine nervige Kundin wie Anne Walberg. Guillaume hat schon genug Ärger am Hals – er kämpft nach seiner Scheidung um das Besuchsrecht für seine Tochter Léa, und sein Chef Arsène droht ihm mit dem Rausschmiss. Für Guillaume ist die kalte Anne ein Rätsel – und die Jobs, zu denen er sie fährt, sind ebenfalls sehr merkwürdig. Als ehemalige Star-Parfumeurin hält sie sich als Geruchsberaterin über Wasser, nachdem sie zeitweise ihren Geruchssinn verloren hatte. Als Anne einen Rückfall erleidet, verändert sie Guillaumes Leben…

„Nach diesem Film fühlt man sich ein bisschen glücklicher.“
(filmrezensionen.de)

Parfum des Lebens ist sicherlich nicht spektakulär, aber dafür feinfühlig und mit verhaltenem Humor erzählte Dramödie mit zwei ganz hervorragenden Hauptdarstellern.“ (filmstarts.de)

https://www.youtube.com/watch?v=26WJHlRsZIg
Demain est à nous
Do 26.8. 20:00
Demain est à nous
Morgen gehört uns
FR 2019 | 84 min | Doku | OmU | R: Gilles de Maistre
Demain est à nous
Demain est à nous
Demain est à nous
Demain est à nous
Demain est à nous
Demain est à nous
Frankreich 2019 | 84 min | Doku | OmU | Regie und Buch: Gilles de Maistre | Schnitt: Michèle Hollander | Mit: José Adolfo, Aissatou, Heena, Peter keven und Jocelyn, u.a.

José Adolfo, Arthur, Aïssatou, Heena, Peter, Kevin und Jocelyn sind Kinder und sie kämpfen für ihre Überzeugungen und für eine bessere Zukunft. Sie legen den Finger in die Wunden unserer Zeit: überall dort, wo Kinder schlecht behandelt werden, stehen sie auf. Die Umstände, in denen sie leben sind lebensgefährlich, doch ihre Lebenslust und ihr Lerndurst sind stärker. Ob Armut, Umweltverschmutzung oder Kinderarbeit: Nie lassen sie sich sagen, dass sie zu jung seien, zu schwach oder zu machtlos, um sich zu wehren. Im Gegenteil, durch ihre Stärke und ihren Mut inspirieren sie große und kleine Menschen und bringen auch andere Kinder dazu, Widerstand zu leisten. Gilles de Maistre erzählt eine begeisternde Geschichte von kindlichen Revolutionären, die uns buchstäblich aus den bequemen Sesseln reisst. Mit viel Gespür für Situationskomik porträtiert der Film seine kleinen Helden und feiert das riesige Engagement, mit dem sie schon jetzt die Welt verändert haben. (filmladen)

Morgen gehört unsschürt die Hoffnung, dass es die nächste Generation ist, die mit fortschreitendem Alter nicht vergisst, was ihr einmal wichtig war. Und die Schritt für Schritt eine Veränderung bewegt, an deren Ende tatsächlich ein besseres Leben für alle steht. (kinofans.de)

In Kooperation mit dem Verein Amazone, dem Verein „aha – Jugendinformationszentrum Vorarlberg“, Welt der Kinder und den Jugendbotschaftern für UN-Kinderrechte & SDG

https://www.youtube.com/watch?v=wCk5hmyOLBw
Vor mir der Süden
Mi 1.9. 20:00
Vor mir der Süden
DE 2020 | 117 min | R: Pepe Danquart
Vor mir der Süden
Vor mir der Süden
Vor mir der Süden
Vor mir der Süden
Vor mir der Süden
Vor mir der Süden
Vor mir der Süden
Deutschland 2020 | 117 min | DF | Regie und Buch: Pepe Danquart | Kamera: Thomas Eirich-Schneider | Schnitt: Andrew Bird | Musik: Amiina, Etta Scollo

1959, Italien. Pier Paolo Pasolini setzt sich im ligurischen Badeort Ventimiglia in seinen Fiat Millecento und umrundet einmal die italienische Küste. Der Form des berüchtigten Stiefels folgend fährt er 3000 Kilometer bis hinauf nach Triest. Seine außergewöhnliche Reise gilt 60 Jahre später als einzigartiges Dokument europäischer Kulturgeschichte. Das im Zeichen des Wirtschaftswunders und des beginnenden Massentourismus prosperierende Italien beschrieb Pasolini mit einer großen Portion Hellsichtigkeit, Empathie und Witz.

In Vor mirt der Südenbegibt sich der deutsche Filmemacher Pepe Danquart auf Pasolinis Spuren. Die damalige Umrundung unternimmt auch Danquart als fliegender Flaneur im Fiat Millecento und blickt auf Umbrüche – nicht nur in einem Land, sondern auf einem ganzen Kontinent. So viel lässt sich über Europa erzählen, schaut man nur einmal genauer auf sein Eingangstor: Italien. Wo früher der Massentourismus die Menschenströme durch die Ferienorte schleuste, überrennen nun Millionen Individualreisende die Schauplätze des historisch-mediterranen Italien. Wo einst Aufbau herrschte, strömen nun Waren und Dramen an die Küstenorte der Apennin-Halbinsel.

DOC LA 2020, Best International Documentary

https://www.youtube.com/watch?v=UVHHXRs6cIk
Minari
Do 2.9. 20:00
Minari
US 2021 | 115 min | OmU | R: Lee Isaac Chung
Minari
Minari
Minari
Minari
Minari
Minari
Minari
USA 2021 | 115 min | OmU | Regie und Buch: Lee Isaac Chung | Kamera: Lachlan Milne | Mit: Steven Yeun, Han Yeri, Youn Yuh-jung, Will Patton, Alan Kim, Noel Kate Cho, u.a.

Jacob beschließt, mit seiner koreanisch-amerikanischen Familie aus Los Angeles auf eine kleine Farm in Arkansas zu ziehen. Während er die wilden Ozarks als das gelobte Land ansieht, fühlen sich seine Frau Monica und die Kinder David und Anne fremd in der neuen Heimat. Das Zusammenleben der Familie wird urplötzlich auf den Kopf gestellt, als die schlaue, schlagfertige und unglaublich liebevolle Großmutter Soonja ihre Heimat Korea verlässt und zu ihnen in die USA zieht. In ihrem neugierigen, aufmüpfigen Enkelsohn David findet Soonja mit der Zeit einen Verbündeten. Zusammen gelingt es ihnen, das magische Band zwischen den Familienmitgliedern trotz aller Rückschläge und Schwierigkeiten immer wieder neu zu knüpfen und ihnen dadurch den Weg in eine hoffnungsvolle gemeinsame Zukunft zu ebnen.

„Eine Geschichte über die großen Fragen des Lebens.“ (New York Times)

„Genau der Film, den wir jetzt brauchen.“ (Los Angeles Times)

Golden Globes 2021: Bester fremdsprachiger Film

Oscars 2021: Beste Nebendarstellerin

https://www.youtube.com/watch?v=3vpXTusJLtI
Domangchin yeoja
Mi 8.9. 20:00
Domangchin yeoja
Die Frau, die rannte
KR 2020 | 77 min | OmU | R: Hong Sangsoo
Domangchin yeoja
Domangchin yeoja
Domangchin yeoja
Domangchin yeoja
Domangchin yeoja
Korea 2020 | 77 min | OmU | Regie, Buch, Schnitt, Musik: Hong Sangsoo | Kamera: Mim Sumin | Mit; Kim Mingee, Seo Younghwa, Song Seonmi, Kim Saebyuk, Lee Eunmi, Kwan Haehyo, u.a.

Während ihr Mann auf einer Geschäftsreise ist, trifft Gamhee in den Vororten von Seoul drei Frauen. Zunächst besucht sie nacheinander zwei enge Freundinnen, der dritten begegnet sie zufällig im Kino. Auf den ersten Blick erscheint der Minimalismus von Regiemeister Hong Sangsoo in dessen 24. Film noch ausgeprägter als früher. Lange Einstellungen und ein dialog- und zoomlastiger Stil reduzieren alles auf die Essenz. Gezeigt werden drei Treffen mit leichten Wiederholungen und Variationen. Doch die luftige Struktur des Films wird von unerwünschten Interventionen seitens cholerischer Männer unterbrochen, und von Gamhees Seite schwingt in den Gesprächen mit ihren Freundinnen viel Ungesagtes mit. Auch der Titel bleibt mysteriös: Wer genau ist die Frau, die rannte? Wovor rennt sie weg und warum?

Hong ist als Künstler weiter gereift, und es ist an der Zeit, ihn nicht länger mit Eric Rohmer oder Woody Allen zu vergleichen, eher mit Anton Tschechow. Sein Thema ist das Menschsein. Wie es ist zu sein, zu leben, und wie sich das in unserer Kommunikation ausdrückt.
Die Frau, die rannte ist ein betörendes, rätselhaftes Juwel, das einmal mehr nahelegt: Die Anzahl möglicher Welten ist endlos. (filmgarten)

Berlinale 2020, Silberner Bär für die Beste Regie und 5 weitere internationale Filmpreise

https://www.youtube.com/watch?v=NKTDWQs93r0
 Anthropocene: The Human Epoch
Do 9.9. 20:00
Anthropocene: The Human Epoch
Die Epoche des Menschen
CA 2018 | 87 min | OmU | R: J. Baichwal, E. Burtynsky...
 Anthropocene: The Human Epoch
 Anthropocene: The Human Epoch
 Anthropocene: The Human Epoch
 Anthropocene: The Human Epoch
 Anthropocene: The Human Epoch
 Anthropocene: The Human Epoch
Kanada 2018 | 87 min | OmU | Regie: Jennifer Baichwal, Edward Burtynsky, Nicholas de Pencier | Mit: Hannes Jaennike, Alicia Vikaner, u.a.

Ein Film der vielfach preisgekrönten Künstler und Filmemacher Jennifer Baichwal, Nicholas de Pencier und Edward Burtynsky, spannt den Bogen von den kilometerlangen Betonwällen, die inzwischen mehr als die Hälfte von Chinas Küsten schützen müssen, über die weltweit größten Bagger im Tagebau in Nordrhein-Westfalen, eine Pottasche-Mine im Ural, die sibirische Industriestadt Norilsk, das australische Great Barrier Reef bis hin zu Verdunstungsbecken in der Atacama-Wüste, wo Lithium gewonnen wird, das in psychedelischen Farben schillert. Aus Sicht der Anthropocene Working Group ist inzwischen der Mensch so beherrschend für das Schicksal des Globus, dass diese Änderung der Balance ausreicht, um ein neues Erdzeitalter auszurufen. Die Filmemacher sind um den Globus gereist, um mit modernster Kameratechnik die Beweise dafür zu sammeln und spürbar zu machen, wie sehr der Mensch den ganzen Planeten dominiert.

„Um zu begreifen, wie schön unsere Erde ist und wie fatal es um den Erhalt dieser Schönheit steht, lohnt sich dieser Film.“ (Die Zeit)

Canadian Screen Award für den besten Dokumentarlangfilm

Rogers Award der Toronto Film Critics Assosication für den besten kanadischen Film

In Kooperation mit der Bodensee Akademie, aha Jugendinfo, Jugendservice Bregenz, Caritas Jugendbotschafter

https://www.youtube.com/watch?v=vYB9G1NEj0s
Risiken und Nebenwirkungen
Mi 15.9. 20:00
Risiken und Nebenwirkungen
AT 2021 | 100 min | R: Michael Kreihsl
Risiken und Nebenwirkungen
Risiken und Nebenwirkungen
Risiken und Nebenwirkungen
Risiken und Nebenwirkungen
Risiken und Nebenwirkungen
Risiken und Nebenwirkungen
Risiken und Nebenwirkungen
Österreich 2021 | 100 min | Regie: Michael Kreihsl | Buch: Michael Kreihsl nach dem Theaterstück von Stefan Vögel Die Niere | Kamera: Wolfgang Thaler | Schnitt: Andrea Wagner | Mit: Samuel Finzi, Pia Hierzegger, Inka Friedrich, Thomas Mraz, Tijan Marei, Thomas Schubert, Michaela Kis, August Zirner, Hary Prinz, u. a.

Kathrin braucht eine neue Niere. Ihr Mann Arnold könnte ihr seine spenden. Doch ganz so eilig hat er es nicht, seiner Frau mit dem lebenswichtigen Organ selbstlos zur Seite zu stehen. Der gemeinsame Freund Götz stellt sich hingegen ohne zu zögern als Spender zur Verfügung. Das wiederum missfällt seiner Frau Diana.

Zwei potenzielle Spendernieren als Zerreißprobe für zwei Ehen und die Freundschaft zwischen vier Menschen. Ein Film über den Blick auf alles, was selbstverständlich scheint. Und darüber, wie sehr man sich täuschen kann. Eine Komödie über existenzielle Liebe, die nicht an die Nieren, sondern direkt ans Herz geht.

Michael Kreihsl hat bereits mit Die Wunderübung ein erfolgreiches Theaterstück publikumswirksam verfilmt. Erneut beweist er nun sein Gespür für die gelungene Leinwand-Adaption eines Bühnenhits.

https://www.youtube.com/watch?v=9s1qhqDTcJ0
Fabian oder Der Gang vor die Hunde
Do 16.9. 20:00
Fabian oder Der Gang vor die Hunde
DE 2021 | 176 min | R: Dominik Graf
Fabian oder Der Gang vor die Hunde
Fabian oder Der Gang vor die Hunde
Fabian oder Der Gang vor die Hunde
Fabian oder Der Gang vor die Hunde
Fabian oder Der Gang vor die Hunde
Deutschland 2021 | 176 min | Regie: Dominik Graf | Buch: Constantin Lieb, Dominik Graf nach „Der Gang vor die Hunde“ von Erich Kästner | Kamera: Hanno Lentz | Schnitt: Claudia Wolscht | Mit: Tom Schilling, Saskia Rosendahl, Albrecht Schuch, Luise Aschenbrenner, Meret Becker, u.a.

Dominik Grafs Erich-Kästner-Adaption nimmt uns zunächst mit in das Berlin der Gegenwart, mit der Kamera tauchen wir ab in den Untergrund, um dann in einer großartigen Überblendung im Berlin des Jahres 1931 wieder aufzutauchen. Ganz dicht folgt die Filmerzählung der Buchvorlage, eine Voice-Over-Stimme fungiert als Erzähler der Geschichte von Jakob Fabian, dem promovierten Germanisten und distanzierten Zeitzeugen, der die Berliner Nächte erkundet, extravagante Künstlerateliers, illegale Kneipen und Bordelle besucht, seine ungeliebte Arbeit als Werbetexter verliert, sich in eine angehende Filmschauspielerin verliebt und sie an einen Produzenten verliert, den Freitod seines besten Freundes erleben und sich sein eigenes Scheitern eingestehen muss.

In Grafs brillanter Inszenierung wird aus dem Kästner’schen Zeitroman das faszinierende Porträt einer Großstadt und ihrer Menschen, in dem die Vergangenheit immer wieder (und immer unaufdringlich) in die Gegenwart herüberreicht. Ein Meisterwerk.

Deutsch-Türkisches Filmfestival Nürnberg 2021, Bester Spielfilm

In Kooperation mit der Vorarlberger Landesbibliothek und der Stadtbücherei Bregenz

https://www.youtube.com/watch?v=VPIeUqg7F40
Jazz on a Summer’s Day
Mi 22.9. 20:00
Jazz on a Summer’s Day
Jazz an einem Sommerabend
US 1959 | 85 min | OmU | R: Bert Stern
Jazz on a Summer’s Day
Jazz on a Summer’s Day
Jazz on a Summer’s Day
Jazz on a Summer’s Day
Jazz on a Summer’s Day
Jazz on a Summer’s Day
USA 1959 | 85 min | OmU | Regie: Bert Stern | Buch: Albert D’Annibale, Arnold Perl | Kamera: Courtney Hesfela, Raymond Phelan | Schnitt: Aram Avakian | Mit: Thelonious Monk, Dinah Washington, Chuck Berry, Louis Armstrong, Mahalia, Jackson, u.a.

Jazz an einem Sommerabendist die Chronologie eines Sommertags voller Musik, Sinnlichkeit, Eleganz und Lässigkeit. Der Schauplatz Newport trägt einen historischen Status als gesellschaftliche Sommer­residenz der USA, darüber hinaus wurde die Stadt in nur vier Jahren zur Jazz-Hauptstadt der Welt.

Bert Stern fängt Newports Zauber ein, in dem er seine Kamera am Strand bummeln und durch die malerischen Straßen mit ihren weißen Häusern und Pensionen streifen lässt. Zwei Ereignisse treffen aufeinander: Das Newport Jazz Festival und die Segelregatta America Cup. Mittendrin der Fotograf Bert Stern, weltbekannt durch seine Foto­sessionLast Sitting mit Marilyn Monroe. Stern gelingt es auch hier, die Persönlichkeiten der Porträtierten zu erfassen. Tagsüber gleiten zu den überlappenden Klängen der Musik die Segelboote der Regatta anmutig durchs Meer und das Wasser erscheint mit seinen Spiegelungen als psychedelisch bis graphisches Farbenspiel. Nach Einbruch der Dunkelheit entfaltet Stern die Bandbreite der großartigen Musikerinnen und Musiker, ist ganz bei ihnen und dem Publikum.

Boston Society of Film Critics Award 2020, Special Award

https://www.youtube.com/watch?v=Wp8c1-77sCY
Martin Eden
Do 23.9. 20:00
Martin Eden
IT 2019 | 129 min | OmU | R: Pietro Marcello
Martin Eden
Martin Eden
Martin Eden
Martin Eden
Italien 2019 | 129 min | OmU | Regie: Pietro Marcello | Buch: Maurizio Braucci, Pietro Marcello | Kamera: Francesco Di Giacomo | Schnitt: Fabrizio Federico | Mit: Luca Martinelli, Carlo Cecchi, Jessica Cressy, Vincenzo Nemolato, Marco Leonardi, u.a.

Als sich der Matrose Martin Eden in die großbürgerliche Elena Orsini verliebt, merkt er bald, dass sein Charme allein nicht reicht, um ihr Herz und das ihrer Eltern zu erobern. Ungestüm beginnt er, seine bescheidene Bildung zu erweitern. Er liest jedes nur verfügbare Buch, lernt, das Schreiben wird seine Leidenschaft. Kaum einer glaubt an ihn, selbst Elena verfolgt seine Arbeit mit nachsichtiger Herablassung. Das ändert sich erst, als Martin Eden den Bohemien Russ Brissenden kennenlernt, der das ungeheure Talent des radikalen Individualisten erkennt.

Regisseur Pietro Marcello hat Jack Londons autobiografisch gefärbten Roman ins Neapel des frühen 20. Jahrhunderts versetzt und verwebt seine Rise-and-Fall-Geschichte mit den politischen Prozessen Europas in einer bildgewaltigen Textur, die Neapel so spürbar werden lässt, wie man es bisher nur von Elena Ferrante kannte. Hauptdarsteller Luca Marinelli wurde in Venedig 2019 als Bester Schauspieler ausgezeichnet.

David di Donatello Awards 2020: Bestes Drehbuch, Bester Film, Beste Regie, Bester Schauspieler | International Online Cinema Awards 2021, Bester Schauspieler, Bester nicht englischer Film und viele weitere Auszeichnungen

In Kooperation mit der Vorarlberger Landesbibliothek und der Stadtbücherei Bregenz

https://www.youtube.com/watch?v=AYQRDvqTBEY
Taste the Waste
Mi 29.9. 20:00
Taste the Waste
DE 2011 | 91 min | OmU | R: Valentin Thurn
Taste the Waste
Taste the Waste
Taste the Waste
Taste the Waste
Taste the Waste
Taste the Waste
Taste the Waste
Deutschland 2011 | 91 min | OmU | Regie und Buch: Valentin Thurn | Kamera: Roland Breitschuh | Schnitt: Birgit Köster | Mit: Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf, Felicitas Schnieder, Roger Waite, Roland Schüren, Jörn Franck, Martin Hofstetter, u.a.

50 Prozent aller Lebensmittel werden weggeworfen: jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das meiste davon endet im Müll, bevor es überhaupt den Verbraucher erreicht. Und fast niemand kennt das Ausmaß der Verschwendung.

Valentin Thurn findet weltweit Menschen, die die irrsinnige Verschwendung stoppen wollen: die österreichischen „Mülltaucher“ Gerhard und Robert zum Beispiel, die Nahrungsmittel aus den Abfallcontainern der Supermärkte retten. Den französischen Supermarkt-Direktor Thomas Pocher, der seine Kunden dazu bringen will, weniger klimaschädliche Produkte zu kaufen. Den amerikanischen Anthropologen Timothy Jones, der Verbraucher und Landwirte zusammenbringt, und die Wiener Forscherin Felicitas Schneider, die Mülltonnen von Haushalten und Supermärkten auseinandernimmt und mit ihren Erkenntnissen Überzeugungsarbeit leistet.

Wir zeigen den Film zur Eröffnung des „Offenen Kühlschranks“ in Lochau, anlässlich des internationalen Tages gegen die Lebensmittelverschwendung. Eine Initiative des ehrenamtlichen Betreuungsteams und des Sozialausschusses der Gemeinde Lochau. Infos zu allen acht Standorten in Vorarlberg: www.offener-kuehlschrank.at

https://www.youtube.com/watch?v=kcgVRUNvpy0
Ballon
Do 30.9. 20:00
Ballon
DE 2018 | 125 min | DF | R: Michael Herbig
Ballon
Ballon
Ballon
Ballon
Ballon
Deutschland 2018 | 125 min | DF | Regie: Michael Herbig | Buch: Michael Herbig, Kit Hopkins | Kamera: Torsten Breuer | Schitt: Alexander Dittner | Mit: Friedrich Mücke, Karoline Schuch, David Kross, Alicia von Rittberg, Thomas Kretschmann, Jonas Holdenrieder, u.a.

„Und wann haut ihr ab?“ Der Stasimann will nur wissen, wann seine Nachbarn in Urlaub fahren. Er kann nicht ahnen, dass die Strelzyks einen Heißluftballon gebastelt haben, um aus der DDR zu fliehen. In dieser Nacht wollen sie es wagen. Ihre Freunde, die Wetzels, kneifen in letzter Sekunde. Also müssen sie es allein tun.

Dieser spektakulären Thriller behandelt das Thema der gefährlichen Flucht aus der DDR in den „Westen“. Bis zur letzten Sekunde spannend wurde die wahre Geschichte der zwei Familien erneut von Michael Bully Herbig verfilmt.

Im Rahmen ihres Praxisteils für die Diplomarbeit veranstalten Lara Hutter und Sabrina Sutterlüti mit dem Filmforum Bregenz einen Kinoabend. Mit dem Film Ballon möchten wir das Thema „In Freiheit eingesperrt“ in dem Mittelpunkt des Abends rücken. In einer anschließenden, offenen Diskussion mit unserem Zeitzeugen Herrn Rainer Wilde und dem Publikum werden die Klischees des Films über die DDR angesprochen und diskutiert.

Washington DC Filmfest 2019, Publikumspreis

St. Louis International Film Festival 2019, TV5MONDE Award, Best International Film

https://www.youtube.com/watch?v=XaZmw3_5ulc