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LINDAU: Buch-Insel, Lindau Tourismus, Parktheater Lindau
Der philosophische Sci-Fi-Film 2001 ist in gewisser Hinsicht Kubricks zentrales Werk. Es wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet. Grob geht es darum: 2001 haben die Menschen den Weltraum erobert. Auf dem Mond wird ein Monolith ausgegraben, dessen Herkunft und Material unbekannt sind, und der ein Signal in Richtung Jupiter sendet. Das Raumschiff Discovery wird ausgeschickt, bis zum Ziel der Signale vorzustoßen. An Bord sind nur die Astronauten Poole (Gary Lockwood) und Bowman (Keir Dullea) wach, der Rest der Crew liegt im Kälteschlaf. Zunehmend wird der Bordcomputer HAL 9000 zur Bedrohung ...
„Auch nach all den Jahren ein visionäres Kinoerlebnis“ (The Guardian)
Oscar 1969: Beste Spezialeffekte
BAFTA Awards 1969: Beste Regie, Beste Kamera, Bester Soundtrack
Wir zeigen den Film in Kooperation mit dem Kunsthaus Bregenz im Rahmen der Ausstellung Koo Jeong A.
Tipp: Vom 23. bis 29. April freier KUB-Eintritt mit der Kinokarte.
Medienpartner: Volkshochschule Lindau (Bodensee)

Seine Eltern wollen ihm ihr Lebenswerk vererben, doch es geht um viel mehr. In diesem Dokumentarfilm hinterfragt Regisseur Simon Baumann seine eigenen Wurzeln, Prägungen, ideelle Überzeugungen und – die Zukunft.
Sein Bruder Kilian Baumann führt als Nationalrat der Grünen und als Präsident der Kleinbauern-Vereinigung die politischen Kämpfe seiner Eltern weiter. Simon hat mit dem Filmemachen einen eigenen Weg gefunden, seine Eltern und ihre Ansichten aus der Distanz zu betrachten und ihnen dennoch nahe zu bleiben. Er stellt die Gerechtigkeit des Erbens kritisch infrage und deckt Widersprüche auf, aber stets mit einem Augenzwinkern. In seinem persönlichen Familienporträt gelingt es dem Regisseur Simon Baumann, über die Innensicht hinaus seine private Suche nach Antworten zu einem gesellschaftsrelevanten und hochaktuellen Thema auszuweiten.
„Auf sehr unprätentiöse Art schonungslos aufrichtig, was den Umgang mit Baumanns eigenen Privilegien angeht – und mit dem schlechten Gewissen, das damit einhergeht.“ (WOZ)
Medienpartner: Bio Austria, Vorarlberg
Marina, 18, ist nach dem frühen Tod ihrer Eltern bei der Familie ihrer Mutter in Katalonien aufgewachsen. Weil sie Dokumente für einen Stipendienantrag benötigt, reist sie nach Vigo an die spanische Atlantikküste zur Familie ihres Vaters , die sie nie kennengelernt hat. Marina taucht ein in eine verwirrende, schwirrende Welt voller neuer Tanten, Onkeln, Cousins und Geschichten, die auf seltsame Weise von dem abweichen, was sie zu wissen glaubte. Ihre Ankunft rührt lange verschüttete Emotionen auf, verdrängte Gefühle, Scham, Schmerz und Zärtlichkeit. Für Marina beginnt, begleitet vom Tagebuch ihrer Mutter, eine aufwühlende Reise in das Leben ihrer Eltern und ihre eigenen Träume.
Die Regisseurin verarbeitet in Romería den Tod ihrer Eltern, die in den 1990er-Jahren an AIDS gestorben sind.
„Eine meditativ-poetische Erfahrung über Erinnerung und das Gedenken derer, die nicht mehr sind.“ (filmstarts.de)
El Gouna Film Festival 2025: Special Mention, Bester Spielfilm
Medienpartner: Volkshochschule Lindau (Bodensee)
Schuhverkäufer Marty hat nur ein Ziel im Leben: Weltmeister im Tischtennis zu werden und somit in den Olymp der gefeierten Athleten aufzusteigen, zu denen er sich selbst ohnehin schon lange zählt. Um an einem Turnier in London teilnehmen zu können, setzt der junge New Yorker alles auf eine Karte, muss sich im nervenaufreibenden Finale aber dem japanischen Sportstar Endo geschlagen geben. Doch das ist erst der Anfang der Odyssey eines Mannes, der bereit ist, für Ruhm und Erfolg alles zu riskieren. Denn für den kleinen Schuhladen seines Onkels ist Martys Traum definitiv ein paar Nummern zu groß.
Timothée Chalamet begeistert als Tischtenniswunderkind und charismatischer Filou Marty Supreme. Sein weltumspannendes Abenteuer führt aus den Hinterhöfen von Manhattan bildgewaltig bis ins Paris, London, Kairo und Tokio der 1950er Jahre.
„Fiebrig, nervenzerrend, voller chaotischer Energie und doch meisterhaft kontrolliert! Timothée Chalamet spielt hier auf einem völlig neuen Level, getragen von einer Inszenierung, die Tischtennis so spannend macht wie einen Thriller.“ (filmstarts.de)
Nominiert für 9 Oscars und bislang mit 32 internationalen Filmpreise ausgezeichnet.
María Ángeles (Carmen Maura), 79 Jahre alt, lebt seit Jahrzehnten im spanischen Viertel von Tanger. Ihre Wohnung in der Calle Málaga, gefüllt mit Erinnerungen, Blumen und alten Möbelstücken, ist für sie weit mehr als ein Zuhause. Vom Balkon aus verfolgt sie das geschäftige Leben der Straßen, in denen Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfließen. Als ihre Tochter Clara (Marta Etura) jedoch den Entschluss fasst, die Wohnung zu verkaufen, steht María Ángeles vor einer entscheidenden Veränderung. Ein Umzug in ein Seniorenheim kommt für sie nicht infrage. Mit Einfallsreichtum und unbeirrbarem Willen setzt sie alles daran, ihre vier Wände zu bewahren. Unerwartet eröffnet dieser Widerstand neue Begegnungen, weckt Lebensfreude und bringt eine Liebe zurück, die längst verloren schien. (filmcasino)
„Vor allem aber ist Calle Málaga eine Verbeugung vor der Schauspielkunst von Carmen Maura, deren Anmut, Verve, Verletzlichkeit und Humor an alle Tragikomödien und Melodramen denken lässt, die sie in ihrer langjährigen Karriere mit Pedro Almodóvar gedreht hat.“ (The Spot)
Mar del Plata Filmfestival 2025: Bester Film, Beste Schauspielerin, Publikumspreis
Tromsö Filmfestival 2025 und Denver Filmfestival 2025: Publikumspreis
Göteborg Filmfestival 2025: Dragon Award
Die frisch verheirateten Adenike (Danai Gurira) und Ayodele (Isaach De Bankolé) leben in Brooklyn und führen eine glückliche Ehe. Ayodele stört es nicht besonders, dass Adenike nach einem Jahr noch kein Kind bekommen hat aber seine Mutter (Bukky Ajayi) sieht das als Beleidigung der Familienehre und beginnt Druck auf sie auszuüben. Anfangs möchte sie Adenike mit harmlosen Mitteln helfen, doch als auch speziell hergestellter Tee oder ein Bauchband bestehend aus Perlen nicht helfen wollen, behauptet die Mutter, dass die Unfruchtbarkeit ein angeborener Makel ist, der geheilt werden muss. Adenike ist diesem Druck nicht gewachsen und beginnt unter ihm einzubrechen.
„Stunning is an understatement. Great direction, beautiful cinematography, brilliant story – the best motion picture I’ve seen this year.” (Indiewire)
Sundance Filmfestival 2013: Cinematography Award Dramatic
NBR Award 2013: Top Ten Independent Films
Black Reels Awards 2014: Black Reel – Outstanding Actress
Wir zeigen den Film in Zusammenarbeit mit dem S-MAK Lustenau
Die zwölfjährige Anna wechselt von der Mittelschule ins Gymnasium. Hier ist einiges anders: Die Kinder in der neuen Schule kommen aus einer ganz anderen sozialen Schicht. Anna beginnt, sich für ihre Herkunft und ihre gehörlose Mutter zu schämen. Anna muss während der Skiwoche so tun, als ob sie krank sei. Das für den Skikurs zurückgelegte Geld wird für den Kauf eines Schlafsofas aufgewandt, das der Mutter eine sexuelle Beziehung, aber auch der Tochter etwas mehr Privatsphäre ermöglichen soll. Mara, eine Freundin in der Klasse, wird zu einer Verbündeten als sich herausstellt, dass auch sie ein Geheimnis verbirgt. (film.at)
„(…)eine wunderschön-unaufgeregt erzählte Mutter-Tochter- und Pubertätsgeschichte mit lebensnahen Figuren, die mit inspirierender Selbstverständlichkeit vorführt, wie wir leichter zueinander finden können. (…)“ (filmstarts.de)
Filmfestspiele Berlin 2025: Teddy – Jury Award, CICAE Award Forum
Pink Apple Film Festival Zürich 2025: Publikumspreis, Bester Film
Im Anschluss an den Film steht die Regisseurin Marie Luise Lehner für ein Gespräch und Publikumsfragen zur Verfügung. Leider konnte bis Redaktionsschluss kein:e Gebärdendolmetscher:in gefunden werden.
In seinem ersten Tonfilm übernahm Charlie Chaplin eine Doppelrolle, die Filmgeschichte schrieb: die des faschistischen Diktators Adenoid Hynkel (eine unverhohlene Karikatur Adolf Hitlers) und die eines kleinen jüdischen Barbiers. Der große Diktator ist eine bahnbrechende politische Satire, die sich inmitten des Zweiten Weltkriegs mutig gegen Antisemitismus, Rassismus und Nazismus positionierte – zu einem Zeitpunkt, als die USA noch neutral waren. Ein Meisterwerk des Kinos, das nichts an Relevanz verloren hat.
„Das Genie eines Charlie Chaplin hat nie heller geschienen als in jenem Film, der in Sachen Ausstattung, Schauspiel und Musik sehr gelungen ist und zu einem Gesamtkunstwerk wird.“ (film-rezensionen 10 von 10 möglichen Punkten)
„(…) einer der ganz großen Klassiker aus Hollywood. Lustig, traurig, bitterböse und gleichzeitig wunderschön. So präsentiert sich der Film auch über 80 Jahre nach der Veröffentlichung und beweist, dass echte Filmkunst nie vergeht.“ (outnow.ch)
Academy Awards 1941: 5 Nominierungen
NBR Awards 1940: Top Ten Films, Bester Schauspieler
Wir zeigen den Film in Zusammenarbeit mit dem Vorarlberg Museum.
29. Januar 2024. Freiwillige des Roten Halbmonds erhalten einen Notruf. Ein 6-jähriges Mädchen ist in einem unter Beschuss stehenden Auto in Gaza gefangen und fleht um Rettung. Während sie versuchen, sie am Telefon zu halten, tun sie alles, um eine Ambulanz zu ihr zu schicken. Ihr Name war Hind Rajab. (film.at)
„Der Film spielt (fast) ausschließlich in der Einsatzzentrale des Roten Halbmondes. Während Omar und seine Kollegin Rana abwechselnd mit Hind sprechen, um an Informationen zu kommen und sie zu beruhigen, ist es die Aufgabe ihres Vorgesetzten Mahdi, über mehrere Zwischenschritte hinweg einen sicheren Rettungsweg zu koordinieren. Die Schauspieler*innen müssen sich dabei streng an ihre realen Vorbilder halten, denn die Stimme von Hind Rajab am anderen Ende der Leitung ist echt (die realen Aufnahmen gingen bereits kurz nach den Ereignissen in sozialen Netzwerken um die Welt). Auch bei ihrem oscarnominierten Olfas Töchter hat Kaouther Ben Hania bereits an der Grenze zwischen Dokumentation und Spielfilm agiert.“ (Filmstarts.de)
Chicago Filmfestival 2025: Silver Hugo – Jury Preis | San Sebastián Filmfestival 2025: Publikumspreis | Filmfestspiele Venedig 2025: Golder Löwe - Bester Film und 9 weitere Auszeichnungen
Barbara (Valerie Pachner) und ihr Partner Heli (Robert Stadlober) leben als professionelle Clowns. Sie sind bekannt für ihre humorvollen Darbietungen und werden oft als „Clownsfamilie“ bezeichnet. Barbara selbst betrachtet das Clownsein als mehr als nur einen Beruf; es ist eine Lebensphilosophie für sie. Die Philosophie des Clownseins, die Barbara vertritt, basiert auf verschiedenen Prinzipien. Dazu gehört die Fähigkeit, in Momenten des Scheiterns und der Enttäuschung Humor zu finden und sich über die Dinge lustig zu machen, die nicht wie geplant verlaufen. Es geht darum, Leichtigkeit in den Alltag zu bringen und auch in schwierigen Situationen das Positive zu sehen. Ihr Leben verläuft harmonisch, und die Familie lacht viel zusammen. Doch dann trifft die Familie ein unvorstellbarer Schicksalsschlag. Dieses Ereignis stellt Barbaras Einstellung zum Clownsein und zum Leben auf eine harte Probe. Sie muss sich mit einer Tragödie auseinandersetzen, die sie vorher niemals für möglich gehalten hätte. (Filmstarts.de)
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Barbara Pachl-Eberhart.
In einem botanischen Garten einer alten Universitätsstadt in Deutschland steht ein mächtiger Ginkgobaum. Seit über hundert Jahren ist er stummer Zeuge dreier Lebensgeschichten, die sich über Generationen hinweg entfalten. 2020 beginnt ein Neurowissenschaftler (Tony Leung) aus Hongkong ein unerwartetes Experiment mit dem Baum, während er den Ursprung des Bewusstseins bei Säuglingen erforscht. 1972 wird ein junger Student (Enzo Brumm) durch die stille Begegnung mit einer Geranie tief geprägt. 1908 entdeckt die erste Studentin (Luna Wedler) der Universität mithilfe der Fotografie verborgene Strukturen im Pflanzenreich – Muster, die auf eine tiefere Ordnung hinweisen. Drei tastende Annäherungen, jede fest verwurzelt im eigenen zeitlichen Kontext. Was sie verbindet, ist eine stille Kraft: das beharrliche, geheimnisvolle Wirken der Natur.
„(…) ein Film von monumentaler Dimension, trotzdem fühlt er sich leicht und selbstverständlich an. Ein Meisterwerk, das wie kaum ein anderer Film in letzter Zeit zum Kern des Menschseins vordringt.“ (filmstarts.de)
Chicago Filmfestival 2025: Silver Hugo - Beste Kamera
Filmfestspiele Venedig 2025: Beste Nachwuchsschauspielerin Luna Wedler, FIPRESCI PREIS Competition
Valladolid Filmfestival 2025: Bester Regie – Silver Spike
Buschi lebt in einer betreuten Wohngemeinschaft und kommuniziert nicht. Eines Tages gerät er in eine Gruppe japanischer Touristen und beschließt spontan, mit ihnen zu reisen. Obwohl er kein Japanisch spricht und von den anderen Touristen oft belächelt wird, entdeckt Buschi eine neue Welt und erlebt Abenteuer, die er sich vorher nie hätte vorstellen können. Die Reise verändert ihn auf eine Weise, die auch seine Betreuer in der Wohngemeinschaft überrascht. (Filmstarts.de)
„Der ungewöhnliche Roadtrip durch Deutschland könnte zum Geheimtipp werden.“ (Cinema)
„Eine liebevolle Geschichte über den Mut, den es braucht, um Grenzen zu überschreiten.“ (Cineuropa)
Talinn Black Nights Filmfestival 2025: Beste Schauspieler Aladdin Detlefsen und Kanji Tsuda
Jesmark ist ein hart arbeitender maltesischer Fischer und steht vor der Qual der Wahl. Er kann seine undichte Luzzu - ein traditionelles, buntes Fischerboot aus Holz - reparieren, in der Hoffnung, damit den kargen Lebensunterhalt für seine Frau und seinen neugeborenen Sohn bestreiten zu können, so wie es sein Vater und sein Großvater vor ihm getan haben. Oder er kann es gegen eine EU-Zahlung aus dem Verkehr ziehen und sich einem finsteren Schwarzmarktgeschäft anschließen, das den Fischbestand im Mittelmeer dezimiert und den Lebensunterhalt der lokalen Familien, die davon abhängen, gefährdet. (Filmstarts.de)
„Alex Camilleri zeigt ein Malta abseits jeder Postkartenidylle und ermöglicht einen sonst seltenen Einblick in die Verhältnisse der europäischen Fischereiindustrie. Diese Mischung aus existenziellem Drama und Gesellschaftskritik wurde weitgehend mit Laiendarstellern besetzt, die neben ihrer Authentizität auch Charisma einbringen.“ (NZZ)
„Vor der bildschönen Kulisse Maltas entwickelt Alex Camilleri ein vom genauen Blick auf die Realität und starken Schauspielenden lebendes dichtes Drama über Tradition und Moderne.“ (film-netz.com)
Sundance Filmfestival 2021: World Cinema Dramatic Special Jury Award Acting
Sofia Filmfestival 2021: Young Jury Award
Film Independent Spirit Awards 2022: Some to Watch Award
Frieda Keller, eine junge Näherin im schweizerischen St. Gallen, wird 1904 des Mordes an ihrem fünf Jahre alten Sohn beschuldigt. Der Fall zieht weite Kreise und bringt nicht nur Frieda, sondern auch ihren Anwalt Arnold Janggen und den mit dem Fall betrauten Staatsanwalt Walter Gmür an ihre Grenzen. Sie müssen nicht nur ihr Verständnis von Gerechtigkeit, Recht und Moral auf die Probe stellen, sondern auch ihre Position zur Rolle der Frau in der Gesellschaft hinterfragen. Vor Gericht steht letztlich also auch ein ganzes System, in dem Frauen bisher immer am kürzeren Hebel saßen.
„Diese ebenso tragische wie komplexe Geschichte hinterfragt die Stellung der Frau um die Jahrhundertwende und den Umgang mit Recht und Gerechtigkeit. Der kontrolliert erzählte, stark gespielte Mix aus Historienfilm, Gesellschaftsporträt und Gerichtsdrama beeindruckt mit der ungeschliffenen Authentizität seiner Figuren und einer unaufdringlichen, aber dennoch absichtsvollen Inszenierung.“ (filmstarts.de)
Schweizer Filmpreis 2025: Beste Nebendarstellerin
Victoria Filmfestival 2025: Festival Preis – Best Feature
Das Film-Porträt über Siri Hustvedt, eine herausragende Schriftstellerin, Wissenschaftlerin und Symbol für weibliche Selbstbestimmung, widmet sich ihrem offenen Umgang mit körperlichen "Gebrechen" und ihrer Erforschung der jahrhundertealten Stigmatisierung von weiblichen Krankheitsbildern als „Hysterie“. Der Film taucht ein in ein komplexes Labyrinth aus Geschlechterkampf, Krankheit, Sexismus und Verblendung. Siri Hustvedt hat sich einen Namen gemacht, indem sie gesellschaftliche Tabus bricht und unbequeme Fragen stellt.
Sieben Romane, einen Gedichtband und zahlreiche Essays hat die amerikanische Schriftstellerin Siri Hustvedt seit den 1980er Jahren veröffentlicht. Nichtsdestoweniger wird ihr Name wahrscheinlich noch immer vor allem mit Paul Auster assoziiert, mit dem sie bis zu dessen Tod 2024 ein über New York hinaus weltbekanntes Autoren-Traumpaar gebildet hatte.
„Eine erhellende und bewegende Doku – längst nicht nur für diejenigen, die Hustvedts Romane ohnehin bereits kennen und schätzen.“ (filmstarts.de)
Die Neurologin Alexandra stellt sich den Herausforderungen auf der unterbesetzten Station. Als erfahrene Ärztin in einem dänischen Krankenhaus trifft sie routiniert Entscheidungen im Minutentakt. Doch ihr Selbstvertrauen wird erschüttert, als sich ein Fall zu einer Tragödie entwickelt. Schuldzuweisungen machen sich breit – und Alexandra muss sich sowohl ihren eigenen Zweifeln stellen als auch der Verzweiflung der Angehörigen. (film.at)
Nachbebenist ein unglaublich spannender, intensiver und tief menschlicher Blick auf die Verantwortung, die Menschen in medizinischen Berufen auf sich laden müssen. Vor allem begeistert der Film durch das sensationelle Zusammenspiel von Hauptdarstellerin Özlem Saglanmak und Dänemarks weiblichem Superstar Trine Dyrholm. (lighthouse)
Danish Film Awards 2026; Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste Schauspielerin, Bester Schnitt
Filmfest Hamburg 2025: Preis der Filmkritik
Nordische Filmtage Lübeck 2025: NDR-Filmpreis
Der Architekt Michele De Lucchi ist ein Idealist seiner Profession – in seinen Gebäuden manifestiert er einen unkaputtbaren Glauben an das Gute im Menschen. Mittlerweile ist er gezwungen, kunstlose Wolkenkratzer zu entwerfen. Dabei ist die aus Beton gegossene Architektur nicht nur hässlich und umweltverschmutzend. Ihre Lebensdauer beträgt im Durchschnitt auch nicht mehr als 40 Jahre.
Der russische Dokumentarfilmemacher Victor Kossakovsky (Gunda) porträtiert in Architecton einen desillusionierten Repräsentanten unserer Gegenwart und seinen Versuch, dem rücksichtslosen Krieg des Menschen gegen die Natur zu trotzen. In überwältigenden Naturaufnahmen folgen wir dem Lebenszyklus von Steinen, der in der Natur beginnt und auf der Müllhalde endet.
Was werden die Menschen der nächsten Zivilisation von unserer Zeit wiederfinden? Victor Kossakovsky stellt diese Frage und verdichtet mögliche Antworten darauf zu einem intensiven, visuell schlicht überwältigenden Kinoerlebnis, das uns die fragiler gewordenen Strukturen der Welt hautnah spüren lässt.
Wir zeigen den Film in Zusammenarbeit mit der CampusVäre.
Als Generalsekretär der Kommunistischen Partei Italiens will sich Enrico Berlinguer mit den bestehenden Verhältnissen nicht zufriedengeben. Sein großes Ziel ist es, in seinem Heimatland in Regierungsverantwortung zu kommen und innerhalb eines demokratischen Rahmens sozialistische Politik zu betreiben. Sein Kampf ist jedoch nicht nur ein politischer, sondern auch immer wieder einer gegen Leben und Tod. 1973 entkommt er einem Anschlag des bulgarischen Geheimdienstes. Fünf Jahre später wird mit Aldo Moro sein wichtigster Verbündeter ermordet. Berlinguers Arbeit führt ihn auch bis nach Moskau und auf das Cover des berühmten Time-Magazines. Doch sein Ziel bleibt unerreicht... (Filmstarts.de)
Der von Elio Germano meisterhaft gespielte Berlinguer beeindruckt noch heute durch seine politische Weitsicht und seine persönliche Opferbereitschaft. Ergänzt mit eindrucksvollen Archivbildern überzeugt Berlinguer. La grande ambizione von Andrea Segre nicht nur als berührendes Drama des Kampfes eines Mannes für eine gerechtere Gesellschaft, sondern auch als grossartiges Porträt einer von Hoffnungen und Enttäuschungen geprägten Epoche. (votivkino)
Filmfest Rom 2024: Bester Schauspieler
Der wohlhabende Mr. Earnshaw nimmt das Waisenkind Heathcliff in seine Familie auf. Dieser wächst von nun an auf dem abgelegenen Anwesen Sturmhöhe auf und wird zwar geduldet, aber nicht akzeptiert. Nur zu Cathy der Tochter des Hauses, kann er eine emotionale Beziehung aufbauen. Als Jahre später die erwachsene Cathy sich schließlich aus gesellschaftlichem Kalkül dazu entschließt, den wohlhabenden Edgar Linton zu heiraten, zerbricht für Heathcliff die Welt. Er lässt Sturmhöhe hinter sich zurück – und kehrt Jahre später zurück, innerlich verhärtet und getrieben von einem Racheplan, den er über lange Zeit mit eiskalter Konsequenz verfolgt.
Der Film ist eine Adaption des gleichnamigen Romans von Emily Brontë aus dem Jahr 1847.
„Emerald Fennell zeichnet hier für ein formalästhetisch wuchtiges, stark gespieltes und von großen Emotionen regelrecht überschäumendes Melodrama verantwortlich, das nicht zuletzt die Kraft des Kinos beschwört.“ (filmstarts.de)
In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf. Schweigsam, schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt. Der Fremde behauptet, Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein, und kann ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinde. Allerdings setzt der Fremde alles daran, hier sein Glück zu finden. Sein Streben nach Anerkennung und Akzeptanz werden aber durch sein Geheimnis erschwert: Unter falscher Identität, unter falschem Namen und unter Vortäuschung eines falschen Geschlechts hat der Soldat seinen Weg in das Dorf genommen. Doch um seine Ziele zu erreichen, wird er auch nicht vor der Unmöglichkeit einer arrangierten Ehe mit der Tochter eines Großbauern zurückschrecken. Denn wer so weit gekommen ist, hält bald alles für möglich. (filmladen)
„Markus Schleinzer gelingt mit seinem Film ein vielschichtiges Meisterwerk. Rose rekonstruiert das 17. Jahrhundert nicht als museales Period Piece, sondern als ein queeres, schmerzhaftes und tiefmenschliches Drama. Es ist ein bis ins Detail perfektionierter Film über die Unbeugsamkeit einer Frau - spannend im doppelten Sinne und getragen von einer phänomenalen Sandra Hüller.“ (outnow.ch)
Berlinale 2025: Silberner Bär – Beste Schauspielerin
Diagonale Graz 2026 – Beste Filmmusik
John Davidson wächst in einer schottischen Kleinstadt Anfang der 1980er Jahre auf und entwickelt mit zwölf Jahren ausgeprägte Nerventicks. Was erst Jahre später als Tourette-Syndrom diagnostiziert wird, bestimmt fortan seinen Alltag. Weder in der Schule, noch zuhause gelten die unkontrollierten Bewegungen und Ausrufe als medizinische Symptome. Man reagiert mit Spott oder Strafen. Rund 15 Jahre später lebt John noch immer bei seiner Mutter und kämpft mit den Nebenwirkungen starker Medikamente. Eine zufällige Begegnung mit seinem früheren Klassenkameraden Murray sowie dessen Mutter Dottie verändert seine Situation. Als Krankenschwester begegnet sie ihm mit Verständnis, nimmt ihn in ihre Familie auf und vermittelt ihm eine Anstellung als Assistent des Hausmeisters Tommy im örtlichen Gemeindezentrum. Zwischen den beiden entwickelt sich eine enge Freundschaft, durch die John schrittweise mehr Zuversicht gewinnt und beginnt, seinen eigenen Weg zu gehen. (Filmstarts.de)
„Witzig, ehrlich und zutiefst menschlich, erzählt I Swear die inspirierende wahre Geschichte von John Davidson, einem Pionier, dessen Ehrlichkeit und Humor der Welt geholfen haben, besser zu verstehen, was es bedeutet, mit dem Tourette-Syndrom zu leben.“ (Jason Ryle, TIFF)
BAFTA Awards 2025: Bester Schauspieler, Bestes Casting
Derya und Aziz sind ein angesehenes Theaterpaar in Ankara und führen ein erfülltes Leben mit ihrer 13-jährigen Tochter. Nach der erfolgreichen Premiere ihres neuesten Stücks wird ihr Leben jedoch plötzlich von der Willkür des Staates auf den Kopf gestellt. Über Nacht verlieren sie ihre Arbeit und somit ihre Lebensgrundlage. Nun stehen sie vor der schwierigen Aufgabe, ihre Ideale und Überzeugungen mit den realen Notwendigkeiten des Lebens in Einklang zu bringen. Die plötzliche Arbeitslosigkeit stellt nicht nur ihre finanzielle Sicherheit, sondern auch ihre Ehe auf die Probe. Während sie gemeinsam nach neuen Möglichkeiten suchen, ihre Karrieren fortzusetzen, müssen sie sich mit den Konflikten zwischen ihren Idealvorstellungen und den praktischen Erfordernissen des Alltags auseinandersetzen. Der Druck von außen und die ständige Unsicherheit belasten ihre Beziehung zunehmend.
„Ilker Çatak“ (Das Lehrerzimmer) erzählt (...) vom (Über-)Leben in einer autokratischen Gesellschaft, aber nicht didaktisch oder moralisch, sondern schmerzhaft ehrlich.“ (filmstarts.de)
Berlinale 2026: Goldener Bär – Bester Film
In weiten, ruhigen Einstellungen lässt Geyrhalter diese faszinierenden weißen Landschaften wirken und für sich selbst sprechen. Er nimmt die Rolle des Beobachters ein und holt dabei jene Menschen vor die Kamera, die mit den Herausforderungen, der Wucht und der Schönheit des Schnees konfrontiert sind. Wo Geyrhalter hinkommt, erzählen seine Protagonist:innen vom Rückgang des Schnees, von schmelzenden Gletschern und zunehmenden Extremwetterlagen – davon, wie sie den Klimawandel bei der Arbeit und in ihrem Alltag zunehmend spüren.
Nikolaus Geyrhalter macht Dokumentarfilme für die Zukunft. Mit Melt, gefilmt in den Jahren 2021 bis 2025, hält er gewaltige Momentaufnahmen für die Archive von morgen fest und stellt damit die großen drängenden klimapolitischen Fragen der Gegenwart. (film.at)
„ (...) eine Dokumentation über das Verschwinden von Schnee- und Eislandschaften auf unserer Welt. Nikolaus Geyrhalter beobachtet und spricht mit Menschen, die auf diesen Landschaften leben oder arbeiten, und schafft so ein nachdenkliches, stilles Plädoyer zum Handeln gegen das rasche Voranschreiten des Klimawandels, der nicht nur diese Orte, sondern auch uns bedroht.“ (film-rezensionen.de)