Filmforum Archiv

Tschick
27.10.2016
Tschick
DE 2016 | R: Fatih Akin
Tschick
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Tschick
Deutschland 2016 | Regie: Fatih Akin | Buch: Lars Hubrich, Fatih Akin, Hark Bohm nach dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Herrndorf | Kamera: Rainer Klausmann | Mit: Anand Batbileg, Tristan Göbel, Nicole Mercedes Müller, Samy Scheuritzel, Bella Bading u.a.

Eigentlich kann sich der 14-jährige Maik Klingenberg (Tristan Göbel) nicht beschweren, denn dank seiner wohlhabenden Eltern verbringt er seine Tage in einer schicken und luxuriösen Villa mit Swimming-pool. Nur leider droht ihm für die großen Ferien auch die große Langeweile, denn seine Mutter steckt in einer Entzugsklinik und sein Vater muss auf „Geschäftsreise“ mit seiner Assistentin. Doch dann kreuzt Tschick (Anand Batbileg) auf – und der Sommer scheint gerettet. Denn Tschick, der aus dem tiefsten Russland stammt und in einem der Hochhäuser in Berlin-Marzahn lebt, hat einen Kleinwagen geklaut. Prompt brechen die zwei Freunde ohne Karte, Kompass und Ziel auf und machen gemeinsam die ostdeutsche Provinz unsicher... (filmstarts.de)

Der Roman, der die großen Themen Pubertät, erste Liebe, ersten Sex und bündelt, wurde für seine präzise Sprache von Kritikern gepriesen. Mit der Wahl des Regisseurs für eine Verfilmung hat sich Herrndorf vor seinem Tod einverstanden erklärt.

http://www.tschick-film.de
Tulip Fever
21.9.2017
Tulip Fever
Tulpenfieber
US, GB 2017 | 105 min | OmU | R: Justin Chadwick
Tulip Fever
Tulip Fever
Tulip Fever
Tulip Fever
Tulip Fever
Tulip Fever
USA, GB 2017 | 105 min | OmU | Regie: Justin Chadwick | Buch: Tom Stoppard nach dem gleichnamigen Roman von Deborah Moggach | Kamera: Eigil Bryld | Musik: Danny Elfman | Mit: Alicia Vikander, Dane DeHaan, Christoph Waltz, Cara Delevingne, Jack O’Connell u.a.

Christoph Waltz führt ein groß aufspielendes Staraufgebot durch das Liebesdrama, das bis zum Schluss in Atem hält. Anfang des 17. Jahrhunderts in Amsterdam. Der Tulpenhandel floriert, Kaufmann Cornelis Sandvoort hat es dabei zu großem Reichtum gebracht. Doch seine wahre Leidenschaft gilt nicht der edlen Blume, sondern seiner traumhaft schönen Frau Sophia. Eines Tages holt er den jungen, talentierten Maler Jan Van Loos ins Haus. Er soll ein Porträt von ihr anfertigen. Doch damit setzt er ein leidenschaftliches und gefährliches Katz-und-Maus-Spiel in Gang. Denn zwischen dem Künstler und Sophia funkt es. Die beiden beginnen eine heimliche Liebesaffäre. Dabei fällt es ihnen immer schwerer, nicht den entscheidenden Schritt zu weit zu gehen und entdeckt zu werden. Das junge Paar sieht nur einen Ausweg für die Freiheit ihrer Liebe: Sie steigen in die hochriskanten Spekulationen am Tulpenmarkt ein und versuchen, genug Geld zusammen zu bringen, um abhauen zu können. (aus: www.cinema-paradiso.at)

Der Film ist eine Adaption des gleichnamigen Romans der britischen Autorin Deborah Moggach (1999). Von ihren Büchern wurde außerdem bereits Best Exotic Marigold Hotelfürs Kino adaptiert.

„...detailfreudig ausgestattet, versetzt den Zuschauer glaubwürdig in eine vergangene Zeit.“ (Programmkino.de)

http://www.thimfilm.at/filmdetail/tulpenfieber
Tully
11.7.2018
Tully
Dieses verdammte Mutterglück
US 2018 | 94 min | OmU | R: Jason Reitman
Tully
Tully
Tully
Tully
Tully
Tully
USA 2018 | 94 min | OmU | Regie: Jason Reitman | Buch: Diablo Cody | Kamera: Eric Steelberg | Musik: Rob Simonsen | Mit: Charlize Theron, Mackenzie Davis, Mark Duplass, Ron Livingston u.a.

Marlo (Charlize Theron) hat gerade erst ihr drittes Kind bekommen, als ihr Bruder ihr ein besonderes Geschenk macht: eine „Night Nanny“, die sich nachts um die Kinder kümmern soll. Marlo ist zunächst skeptisch gegenüber dem Gedanken, Hilfe von einer fremden Person anzunehmen, doch als sie die junge, schlaue und witzige Nanny namens Tully kennenlernt, entwickelt sich eine einzigartige Freundschaft zwischen den beiden Frauen. (film.at)

Mit Juno begeisterten Regisseur Jason Reitman und die Oscar®-prämierte Drehbuchautorin Diablo Cody eine ganze Generation.

Ihre neue Komödie Tully ist ein warmherziges, sensibles und humorvolles Portrait über Mutterschaft im Jahr 2018. (Thimfilm)

https://www.thimfilm.at/filmdetail/tully
Turist
2.4.2015
Turist
Höhere Gewalt
SE 2014 | 118 min | OmU | R u. B: Ruben Östlund
Turist
Turist
Turist
Turist
Turist
Turist
Schweden 2014 | 118 min | OmU | Regie und Buch: Ruben Östlund | Kamera: Fredrik Wenzel, Fred Arne Wergeland | Schnitt: Ruben Östlund, Jacob Secher Schulsinger Mit: Kristofer Hivju, Lisa Loven Kongsli, Johannes Kuhnke, Clara Wettergren, Vincent Wettergren u. a.

Eine junge schwedische Familie macht Skiurlaub in den französischen Alpen. Die Sonne scheint, die Pisten sind herrlich, das Berg-Idyll perfekt. Doch plötzlich geschieht beim Mittagessen auf der Restaurant-Terrasse die Katastrophe: Eine Lawine rast mit voller Wucht auf sie zu. Panisch ergreift Mutter Ebba die beiden Kinder – panisch ergreift Vater Tomas die Flucht. Als sich der Nebel legt, sind alle unversehrt. Das große Unglück ist zwar ausgeblieben, doch zurück bleibt der Schock über Tomas' Handeln. Die Kinder streiken, die Ehe kriselt, und Tomas muss schwer mit seiner mangelnden Courage und seiner angeschlagenen Männlichkeit kämpfen. (filmladen)

"Ein Film über Männlichkeitswahn und die Suche nach der heilen Welt – meisterlich inszeniert, großartig anzusehen, wunderbar boshaft und sehr, sehr spannend!" (Programmkino.de)

"Östlund erweist sich erneut als virtuoser Skeptiker zwischenmenschlicher Beziehungen. Seine langen, distanzierten Einstellungen registrieren aufmerksam kleinste Veränderungen in der Körpersprache der Figuren oder taxieren ihre Gesichter. HÖHERE GEWALT ist auch deswegen so überzeugend, weil Östlund seine männliche Figur nicht durch eine Frau zu demontieren versucht. Im Gegenteil entwickelt sich Ebba, je stärker Tomas von Selbstzweifeln geplagt wird, zur Pragmatikerin. Das letzte Familienbild könnte in seiner heroischen Zeitlupenhaftigkeit auch als ironischer Spiegel des Gruppenfotos vom Anfang zu verstehen sein. Bis man realisiert, dass Ebba kurzerhand die Rolle des Familienoberhaupts übernommen hat." (Die Zeit)


"Einen böseren Film über die Widersprüchlichkeiten moderner Geschlechter- und Familienbilder gibt es heuer nicht." (Spiegel online)

Filmfestival Cannes 2014, Preis der Jury in der Sektion Un Certain Regard

http://www.hoeheregewalt-derfilm.de/
Tutto quello che vuoi
13.2.2020
Tutto quello che vuoi
Alles was du willst
IT 2017 | 106 min | OmU | R: Francesco Bruni
Tutto quello che vuoi
Tutto quello che vuoi
Tutto quello che vuoi
Tutto quello che vuoi
Italien 2017 | 106 min | OmU | Regie und Buch: Francesco Bruni | Kamera: Arnaldo Catinari | Schnitt: Mirka Platania, Cecilia Zanuso | Musik: Carlo Virzi | Mit: Andrea Carpenzano, Giuliano Montaldo, Arturo Bruni, Vittorio Emanuele Propizio, Donatella Finocchiaro, u.a.

Alessandro ist 22 und hängt den ganzen Tag mit seinen Freunden auf der Piazza rum. Widerwillig nimmt er auf Druck seines Vaters einen Job an. Er soll den 85-jährigen Poeten Giorgio auf Spaziergängen begleiten. Ein Dichter, der von seiner Umwelt längst vergessen worden ist. Die Begegnung mit dem Alten, dem die zunehmende Alzheimer-Krankheit die Klarsicht, aber nicht Würde und Eleganz geraubt hat, verändert Alessandro, ohne dass es ihm und seinen Freunden bewusst wird. Auch nicht, als sie entdecken, dass Giorgio sie zu einem Schatz aus den Zeiten des Zweiten Weltkrieges führen kann ...

Francesco Bruni, erfolgreicher Drehbuchautor, ist mit seinem Regiedebut Sciallanoch in bester Erinnerung. Sein neuer Film ist eine liebevolle und stimmige Komödie. Wunderbar auch die Wiederbe-gegnung mit Giuliano Montaldo, einem der großen Altmeister des italienischen Kinos, der u.a. mit Sacco und VanzettiFilmgeschichte geschrieben hat. Hier glänzt er in der Rolle des alten Dichters, dessen Wunderlichkeiten eine tiefe Humanität ausstrahlen. (polyfilm.at)

Italian National Syndicate of Film Journalists 2018, G. Biraghi Award, Bestes Drehbuch, Special Silver Ribbon | David di Donataello Awards 2018, Bester Nebendarsteller, David of the Youth

In Kooperation mit:

Vorarlberger Landesbibliothek

Stadtbücherei Bregenz

aktion demenz

https://www.polyfilm.at/film/alles-was-du-willst/
Two Mothers
3.4.2014
Two Mothers
Tage am Strand
FR, AU 2013 | 100 min | OmU | R: Anne Fontaine
Two Mothers
Two Mothers
Two Mothers
Two Mothers
Two Mothers
Frankreich, Australien 2013 | 100 min | OmU | Regie: Anne Fontaine | Autor: Christopher Hampton | Kamera: Christophe Beaucarne | Musik: Christopher Gordon | Mit: Robin Wright, Naomi Watts, Xavier Samuel

Roz (Robin Wright) und Lil (Naomi Watts) kennen sich von klein auf und sind durch eine starke Freundschaft sehr eng miteinander verbunden. Sie wachsen in einem idyllischen kleinen Badeort in Australien auf, gehen zusammen zur Schule, heiraten und sehen zu wie ihre Söhne Tom (James Frecheville) und Ian (Xavier Samuel) gemeinsam erwachsen werden. Ihr Leben ist geprägt von Sonne, Strand und Meer und der Unbeschwertheit des Lebens. Die tiefe Freundschaft zwischen den beiden Frauen und die enge Beziehung zu ihren Söhnen wandeln sich, als sich die Söhne zur jeweils anderen Mutter hingezogen fühlen. Grenzen werden überschritten, Tabus gebrochen und die Freundschaften drohen zu zerbrechen. Denn aus Leidenschaft wird Liebe…

http://www.tageamstrand-derfilm.de/
Tyrannosaur
5.4.2012
Tyrannosaur
Eine Liebesgeschichte
UK 2011 | 89 Min | OmU | Regie und Buch: Paddy...
Tyrannosaur
Tyrannosaur
Tyrannosaur
Tyrannosaur
UK 2011 | 89 Min | OmU | Regie und Buch: Paddy Considine | Mit: Peter Mullan, Olivia Colman, Eddie Marsan, u.a.

Joseph (Peter Mullan) ist das, was man in England 'people with a temper' nennt: ein jähzorniger Pub-Bruder in Feinripp und Jogginghose – im Grunde seines Herzens humorvoll und gerecht, allerdings nie abgeneigt, einen Konflikt handgreiflich auszutragen. Als Joseph nach einem erneuten Wutausbruch nicht weiß wohin, findet er in Hannahs (Olivia Coleman) Laden Zuflucht. Sie scheint das exakte Gegenteil von Joseph zu sein: kontrolliert, liebevoll, warmherzig und unerschütterlich in ihrem Glauben an das Gute im Menschen. Vorbehaltlos begegnet die verheiratete Frau aus besseren Verhältnissen dem grobschlächtigen Arbeiter und bringt sein zynisches Weltbild ins Wanken. Und auch wenn Joseph sich anfangs dagegen wehrt, berührt ihn Hannahs selbstlose Art. Sein harter Panzer beginnt ganz langsam zu bröckeln und eine zarte Freundschaft entwickelt sich zwischen den beiden. Als aus Freundschaft aber Zuneigung wird, muss Joseph erkennen, dass der Weg in die Zukunft durch die Untiefen des Lebens führt.

Tyrannosaur ist das tief bewegende Regiedebüt des britischen Schauspielers Paddy Considine. Mit einer emotionalen Wucht, der man sich nicht entziehen kann, erzählt Considine eine ungemein ergreifende Freundschafts- und Liebesgeschichte, die trotz aller Tragik auch anrührend lustig, zutiefst menschlich und voller Hoffnung ist.

http://www.protagonistpictures.com/films.php?film=tyrannosaur
Über die Jahre
24.6.2015
Über die Jahre
Achtung Überlänge!
AT 2015 | 188 min | R: Nikolaus Geyrhalter
Über die Jahre
Über die Jahre
Über die Jahre
Österreich 2015 | 188 min | Dokumentation | Regie und Kamera: Nikolaus Geyrhalter | Buch: Nikolaus Geyrhalter, Wolfgang Widerhofer | Schnitt: Wolfgang Widerhofer |

Die Anderlfabrik bei Schrems: eine Textilfabrik mit langer Geschichte, der seit Jahren der Konkurs droht. Hoffen, Bangen, Warten – Arbeiten im permanenten Ausnahmezustand, der normal ist in dieser Region.

Über die Jahreist eine Beobachtung von Arbeiterschicksalen über eine Dauer von zehn Jahren. Ein Film über den Prozess des Arbeitsloswerdens, und des manchmal wieder Arbeit Findens aus der Sicht der Betroffenen, der Arbeitslosenzahlen zu Menschen macht – und auch ein Denkmal für in Europa aussterbende Industriezweige.

„Im Winter 2004 ist nicht klar, wie lange die alte Textilfabrik im nördlichen Waldviertel noch wirtschaftlich überleben kann. Als die Firma schließlich doch zusperrt, beginnt für die Arbeiterinnen und Arbeiter eine Zeit des Umbruchs. Die Menschen leben auf dem Land und orientieren sich neu. Andere Arbeit, unbezahlte Beschäftigung, mehr Zeit für Hobbys, für das Engagement bei der Feuerwehr und die Pflege der Angehörigen. Neuanfänge und Veränderungen – das Leben geht weiter.“ (Nikolaus Geyrhalter)

„Ein Erlebnis. ... Am Ende sind dem Zuseher die Protagonisten, denen allesamt großes Erzählen fremd ist, ans Herz gewachsen.“ (Kleine Zeitung)

Diagonale 2015, Großer Dokumentarfilmpreis

http://www.geyrhalterfilm.com/ueber_die_jahre
Über-Ich und Du
23.7.2014
Über-Ich und Du
AT, DE, CH 2014 | 94 min | R: Benjamin Heisenberg
Über-Ich und Du
Über-Ich und Du
Über-Ich und Du
Über-Ich und Du
Über-Ich und Du
Österreich, Deutschland, Schweiz 2014 | 94 min | Regie: Benjamin Heisenberg | Buch: Benjamin Heisenberg, Josef Lechner | Kamera: Reinhold Vorschneider | Schnitt: Stefan Kälin, Andreas Wodraschke | Mit: Georg Friedrich, André Wilms, Elisabeth Orth, Maria Hofstätter, Markus Schleinzer u.a.

Nick Gutlicht, Filou mit proletarischen Wurzeln und Gelegenheits-lieferant wertvoller Bücher, muss untertauchen. Der Zufall führt ihn ins Haus des hochbetagten Star-Psychologen Curt Ledig, der sich trotz Altersvergesslichkeit, pathologischer Küchenphobie und Augentick mit Händen und Füßen gegen den geplanten Umzug zu seiner Tochter wehrt. Kurzerhand wird Nick als Aufpasser engagiert – die Rettung für Nick, der in Ledigs Nobelbungalow in Feldafing am Ammersee ein brillantes Versteck findet, und die Möglichkeit für Curt, ohne lästige Familie an dem Vortrag für ein bevorstehendes Symposium zu arbeiten, den ihm keiner mehr zutraut.

Die unverhoffte Zweckgemeinschaft der beiden höchst eigensinnigen Individualisten entwickelt sich schnell zur dynamischen Konstellation mit erheblichen Fliehkräften. Während Curt in seinem sprunghaften Wohnungsgenossen ein hoch interessantes Forschungsobjekt entdeckt und ihn ungefragt einer eigenwilligen Therapie unterzieht, wittert Nick in Curts wertvoller Bibliothek die einmalige Chance zur Konsolidierung seiner Finanzen.

Über-Ich und Duist ein Double-trouble-Buddymovie der eigenen Art, abgründig, hintersinnig, mit überraschendem Witz und zwei grandiosen Hauptdarstellern.

http://ueber-ich-und-du.de/
Umimachi Diary
13.4.2016
Umimachi Diary
Unsere kleine Schwester
JP 2015 | 128 min | OmU | R: Hirokazu Kore-eda
Umimachi Diary
Umimachi Diary
Umimachi Diary
Umimachi Diary
Umimachi Diary
Umimachi Diary
Japan 2015 | 128 min | OmU | Regie und Schnitt: Hirokazu Kore-eda | Buch: Hirokazu Kore-Eda nach einem Manga von Akimi Yoshida | Kamera: Mikiya Takimoto | Mit: Haruka Ayase, Masami Nagasawa, Kaho, Suzu Hirose, Ryo Kase u.a.

Die drei Kouda-Schwestern haben einen schwierigen Weg vor sich: Sachi, Yoshino und Chika leben zusammen in einem Haus in Kamakura an der Küste unweit von Tokio. Als sie vom Tod ihres Vaters erfahren, der sie vor 15 Jahren für eine andere Familie hat sitzen lassen und sich seitdem nicht mehr gemeldet hat, beschließen sie, aufs Land zu seiner Beerdigung zu fahren. Dort treffen sie ihre 13-jährige Stiefschwester Suzu. Da die kleine Schwester selbst niemanden mehr in ihrem Leben hat, bieten die älteren ihr an, sie nach Kamakura zu begleiten und fortan bei ihnen zu wohnen. Die junge Suzu nimmt das Angebot ihrer neuen Familienmitglieder an und das gemeinsame Leben der vier Schwestern ändert sich daraufhin gehörig.

Regisseur Hirokazu Kore-eda ist bekannt für seine beiläufige Erzählweise, für eine ungeheuer subtile Bildgestaltung und natürlich für sein Lieblingsthema: die Familie in all ihren Facetten. In Umimachi Diaryerzählt Kore-eda ebenso sensibel wie undramatisch – aber spannend! – von einer Schwestern-WG, die sich den Problemen ihres Alltags stellt. Wie wichtig dabei gemeinsame Rituale sind, wie wesentlich die Zeit zur Lösung der Probleme beiträgt und wie unterschiedlich die jungen Frauen sind, von all dem erzählt Umimachi Diaryin stimmigen Bildern. (leokino)

Filmfestspiele San Sebastian 2015, Publikumspreis

http://www.pandorafilm.de/filme/unsere-kleine-schwester.html
Umrika
28.1.2016
Umrika
IN 2015 | 98 min | OmU | R u B: Prashant Nair
Umrika
Umrika
Umrika
Umrika
Umrika
Umrika
Indien 2015 | 98 min | OmU | Regie und Buch: Prashant Nair | Kamera: Petra Korner | Schnitt: Xavier Box, Patricia Rommel | Musik: Dustin O’Halloran | Mit: Suraj Sharma, Tony Revolori, Smita Tambe, Adil Hussain, Rejesh Tailang, u.a.

Mitte der 80er Jahre. Das kleine Dorf Jitvapur in Indien ist in Aufregung, weil der junge Udai nach Amerika auswandert, um dort ein besseres Leben zu finden. Regelmäßig schickt er Briefe nach Hause, in denen er seine Erlebnisse beschreibt. Für die kleine Dorfgemeinschaft sind diese Berichte wie das Fenster zur großen, weiten Welt. So vergehen die Jahre, bis eines Tages Udais Briefe ausbleiben. Gemeinsam mit seinem besten Freund Lalu macht sich Udais jüngerer Bruder Ramakant auf die Suche nach ihm. Er folgt dem Weg seines Bruders und findet, wie durch ein Wunder, dabei seinen eigenen. (polyfilm)

In der Hauptrolle ist Indiens Shootingstar Suraj Sharma zu sehen, der schon in Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger für Furore sorgte. Tony Revolori, bekannt als Lobby-Boy ‚Zero’ in Wes Andersons The Grand Budapest Hotel, spielt Lalu, Ramakants besten Freund, der ihn auf der Suche nach dessen großen Bruder Udai begleitet.

„Ein Feel-Good Movie zwischen Slumdog Millionaire und The Lunchbox“ (The Hollywood Reporter)

„Ebenso intelligent wie unterhaltsam“(cinetastic.de)

Sundance Film Festival 2015: Publikumspreis

http://www.camino-film.com/filme/umrika/
Un Amor
15.5.2013
Un Amor
AR 2012 | 99 min | OmU | Regie: Paula Hernández
Un Amor
Un Amor
Un Amor
Un Amor
Argentinien 2012 | 99 min | OmU | Regie: Paula Hernández | Buch: Sergio Bizzio (Short story), Leonel D'Agostino, Paula Hernández | Kamera: Guillermo Nieto | Ton: Martín Grignaschi | Mit: Diego Peretti, Elena Roger, Luis Ziembrowski

Lisa kehrt nach dreißig Jahren nach Buenos Aires zurück und besucht dort Lalo und Bruno, jene beiden Freunde aus der Schulzeit, mit denen sie das Liebeserwachen erfahren hat. Jetzt steht sie mitten im Leben und will wissen, was aus den Jungs von damals geworden ist.

Paula Hernández’ Film Un Amor ist ein stimmungsbewusst und sensibel erzähltes Eintauchen in Erinnerungen und gleichzeitig, aus der Perspektive der Erwachsenen, ein Versuch über die Gefühle, die das Leben in seiner ungefähren Mitte prägen. Lisa folgt einer Intuition, als sie ihre beiden unterschiedlichen Liebhaber aus der Schulzeit aufsucht. Mit ihnen und uns schweift sie zurück in die Tage am Fluss, als das ganze Leben noch offen war, ein Spiel irgendwie und eben doch schon berührend ernst.

"Un Amor ist ausnehmend stimmungs- und gefühlsvoll und – ohne auf Politik und Geschichte näher einzugehen – im schönsten Sinn des Wortes „nostalgisch“: Ein still erotischer, ungemein weiblicher Liebesfilm." (filmdienst)

"Einfühlsam und überzeugend: Hernández bestätigt sich als talentierte und wichtige Filmemacherin." (La nacion, Buenos Aires)

http://www.trigon-film.org/de/movies/Un_amor