Filmforum Archiv
Drei Wiener Teenagerinnen twerken im Hijab und singen einen Popsong. Ein YouTube-Video davon macht sie vor allem unter kurdischen Muslimen über Nacht berühmt. Yesmin, die als einzige der Freundinnen selbst Kurdin ist, beginnt sich immer weiter von ihrer Kultur zu distanzieren. Nati und Bella scheinen hingegen fasziniert von der ihnen fremden Welt. Als die Mädchen zwei junge kurdische Patrioten kennenlernen, droht die Situation zu eskalieren. Ein Film über Jugendliche zwischen Social Media und Selbstfindung, eine Geschichte von Rebellinnen.
Kurdwin Ayubs Werk ist ein beispielloser Film seiner Generation, drängend relevant in Form und Inhalt, die ironische Dekonstruktion, ein Lichtblick im jungen österreichischen Kino. Sonne ist ein Kind seiner Zeit und bringt die Ästhetik einer Gegenwart, in der dem Kino längst etwas Nostalgisches anhaftet, auf die Leinwand. (diagonale.at)
Berlinale 2022: Bester Erstlingsfilm
Diagonale 2022: Eröffnungsfilm, Thomas Pluch Spezialpreis der Jury
In Kooperation mit der Stadt Bregenz (Fachbereich Integration)
Ángela ist gehörlos, Héctor hörend, ein junges Paar, fröhlich und verliebt, umso mehr, als sie ihr erstes Kind erwarten. Ona soll es heißen, ein Mädchen. Doch je näher der Tag der Geburt rückt, desto unruhiger wird Ángela. Wie soll sie sich um Ona kümmern in einer Welt, die nicht für sie gemacht ist? Wird Ona hören wie Héctor oder sein wie sie? Ihre kleine, beschützte Welt, die sich Ángela und Héctor geschaffen haben, bekommt Risse. Sie müssen es noch einmal versuchen. In der Welt, wie sie ist und wie sie sein könnte.
„Ein hellsichtiger, ungeschönter, leuchtender Film.“ (Cinemanía)
„Ein stiller Crowd Pleaser, aufmerksam und einfühlsam ... Miriam Garlo trägt den Film mit einer unwiderstehlichen Mischung aus Stolz, Schmerz und Isolation.“ (Screen Daily)
Berlinale 2025: Panorama Publikumspreis, C.I.C.A.E. Award
Guadalajara Film Festival 2025: Bester Film, Beste Regie
Malaga Filmfestival 2025: Bester Film, Bester Schauspieler und Schauspielerin, Publikumspreis
Medienpartnerschaft: BAO e.V. Gehörlosen- und Gebärdensprachverein, Vorarlberger Landeszentrum für Hörgeschädigte
(Bester Dokumentarfilm)
Eintritt frei!
AT 2022 | 83 min | OmU | R: Chris Krikellis
Ein Filmemacher als Reisender trifft einen Gerichtsmediziner, der für die Würde ertrunkener Flüchtlinge kämpft, am Fluss Evros, der die südliche Außengrenze der EU zwischen Griechenland und der Türkei markiert.
Der Schlagzeuger Ruben Stone ist seit vier Jahren clean und hat mit seiner Freundin Lou eine Metal-Band auf die Beine gestellt, die gerade durch die USA tourt. Eines Morgens wacht Ruben auf und ist nahezu beidseitig taub. Er sucht sofort Hilfe bei einem Arzt, der ihm nach ein paar Tests mitteilt, dass Ruben auf beiden Ohren weniger als 30 % hört. Sein Gehör wird sich nicht mehr von alleine erholen können und die Prognosen zum Krankheitsverlauf verheißen nichts Gutes.Besserung könnte eine Operation bringen, welche aber mehrere Zehntausend Dollar kostet. Von Lou wird Ruben erstmals zu einer Community von Gehörlosen gebracht. Dort soll er lernen, mit seiner neuen Situation umzugehen. Etwas, das dem passionierten Drummer jedoch äußerst schwer fällt. (outnow.ch)
„ (...)ein leises und einfühlsames Charakterdrama, fabelhaft von Riz Ahmed gespielt, welches uns an seiner Wahrnehmung teilhaben lässt und zu mehr Offenheit in alle Richtungen ermuntert.“ (film-rezensionen.de)
Der Film wurde mit 94(!) internationalen Preisen, darunter einem Oscar, prämiert.
Eine Kooperation mit dem Kunsthaus Bregenz. Tipp! Von 9. bis 12. Jänner 2025 freier KUB-Eintritt mit der Kinokarte zur Ausstellung von Tarek Atoui.
Medienpartnerschaft: Musikschule Bregenz
Liliane (Isabelle Huppert) arbeitet in einer Pasteten-Fabrik und führt ein eintöniges Leben. Die Zeiten, in denen sie als Chanson-Sängerin Laura noch große Erfolge feierte, sind längst vergessen und vorbei. Doch als sie Jean (Kévin Azaïs), einen 22-jährigen Boxer, kennenlernt, der in ihr den einstigen Star erkennt, ändert sich alles. Er verliebt sich in Liliane und überzeugt sie, dass es an der Zeit ist, ins Rampenlicht zurückzukehren. (filmstarts.de)
In Ein Chanson für dich spielt Isabelle Huppert eine Frau, die ein Comeback wagt – auf der Bühne sowie in der Liebe. Die ergreifend-poetische Romanze von Regisseur Bavo Defurne wird stimmungsvoll untermalt mit der Musik von Pink Martini.
„Eine leichtherzige Liebesgeschichte.“ (The Guardian)
1923 baute der mittellose Vorarlberger Bildhauer Franz Plunder gemeinsam mit drei Freunden ein Segelboot, die Sowitasgoht V, und überstellte es nach Hamburg. Von dort starteten sie ihre Atlantiküberquerung. Nach 61 Tagen erreichten sie New York.
Plunder beschreibt diese Reise in seinen Memoiren Sowitasgohtals ein harmonisches, kurzes Abenteuer ohne besondere Dramatik.
"In meiner Arbeit versetze ich mich in Franz Plunders Position und stelle diese strapazenlose Geschichte filmisch in Frage." (Christoph Rohner)
Eine Zusammenarbeit mit Sandra Küng
Ein Volkswagen-Minibus fährt durch die Nacht. Auf einer Landstraße geschieht ein Unfall, der Bus kracht in ein Auto, das frontal auf ihn zugekommen ist. Die Autos stehen still ineinander verkeilt. Aus einem Versteck unter dem Laderaum schlüpft Sava benommen heraus. Er hat viel Geld bezahlt, um nach Spanien geschmuggelt zu werden. In der Hoffnung, schon angekommen zu sein, verlässt er schnell den Unfallort. Bald wird er herausfinden, dass er in Österreich gestrandet ist. Er fühlt sich von den Schleppern betrogen und macht sich auf die Suche nach ihnen, um das Geld zurückzuholen, das er für die ganze Fahrt bezahlt hat, denn sein Ziel heißt immer noch Spanien.
Nach zwei viel beachteten Dokumentarfilmen überzeugt Anja Salomonowitz nun mit ihrem ersten Spielfilm.
Ich schrieb eher zum Spaß als Untertitel aufs Drehbuch: 'Ein Western von ...', ohne dass je eine Western-Geschichte von uns intendiert war. Es stimmt nur das Grundraster. Da kommt einer durch Zufall in die Stadt, fängt sich Ärger mit dem Sheriff an, schläft mit dessen Frau, sucht Rache bei seinen Peinigern und verschwindet dann wieder. Er hinterlässt ein verändertes Dorf. (Anja Salomonowitz)
Eröffnungsfilm der Diagonale 2012
Filmemacher Christoph Schwarz ist pleite. Da kommt ein lukratives Angebot vom österreichischen Fernsehen gerade recht: ein Jahr lang einen „Klimastreik“ im Selbstversuch erproben.
Schwarz erwirkt eine Verschärfung des Experiments zum einjährigen „Geldstreik“. Als kapitalismuskritischer Einstieg in den Klimaaktivismus und als einmalige Gelegenheit, sich um das Filmbudget heimlich das langersehnte Wochenendhaus im Waldviertel zu kaufen.
Sparschwein ist ein selbstironischer Mockumentarfilm über Doppelmoral in Zeiten der Klimakrise, über die Privilegien des Autoverkehrs in der Stadt und die Möglichkeiten, dagegen anzukämpfen – humorvoll erzählt mit dem für Christoph Schwarz typischen, spielerischen Umgang mit Wahrheit und Lüge.
„Mit seinem humorvollen Filmaktivismus gegen die bierernst-bremsende Autolobby gelingt Christoph Schwarz ein leichtfüßiger Dreisprung: Sein Sparschwein ist verspielt, unprätentiös und beweist dabei Haltung.“ (Der Standard)
Medienpartnerschaft: aha, Jugendservice Bregenz
Vor Jahren hat es den Mittvierziger Ewald nach Rumänien verschlagen. Jetzt wagt er einen Neuanfang. Er verlässt seine Freundin und zieht ins Hinterland, in die verarmte, ländliche Einöde, wo er mit Buben aus der Umgebung ein verfallenes Schulgebäude zu einer Festung ausbaut. Die Kinder entdecken dort eine Unbeschwertheit, die sie so nicht kannten. Doch der Argwohn der Dorfbewohner lässt nicht lange auf sich warten. Und Ewald muss sich einer lange verdrängten Wahrheit stellen.
Sparta ist das Bruderstück zu Rimini und Vollendung von Ulrich Seidls Diptychon über die Unentrinnbarkeit der eigenen Vergangenheit und den Schmerz, sich selbst zu finden. (Stadtkino)
DE 2012 | 95 min | Regie und Buch: Florian Opitz
Warum sind wir eigentlich immer so in Eile? Das ist eine Frage, die uns alle betrifft – Florian Opitz sucht nach Antworten: In seinem neuen Dokumentarfilm sucht er nach den Ursachen seiner eigenen und unser aller Zeitnot und Atemlosigkeit. Obwohl uns die elektronische Technik ermöglicht, Arbeiten schneller zu erledigen und damit Zeit zu sparen, haben wir das Gefühl, ständig weniger zu haben. Florian Opitz geht diesem Phänomen auf den Grund. Als Prototyp einer gehetzten Informationsgesellschaft begibt sich der Filmemacher selbst auf die Suche nach der verlorenen Zeit. Er begegnet Menschen, die die Beschleunigung vorantreiben und solche, die sich trauen, Alternativen zur allgegenwärtigen Rastlosigkeit zu leben. Auf seiner Suche entdeckt er: Ein anderes Tempo ist möglich, wir müssen es nur wollen. SPEED – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit gibt Denkanstöße zum Thema Entschleunigung, die nachhallen. Mit einem sympathischen Sinn für Humor schafft es Florian Opitz („Der große Ausverkauf“), das komplexe Thema zugänglich, unterhaltsam und visuell stark zu erzählen.
„Ein großartiger Dokumentarfilm über unser Leben im Hamsterrad“ (3Sat, Kulturzeit)
DE 2012 | 101 min | Doku | DF | R: Florian Opitz
Warum sind wir eigentlich immer so in Eile? Das ist eine Frage, die uns alle betrifft – Florian Opitz sucht nach Antworten: In seinem neuen Dokumentarfilm sucht er nach den Ursachen seiner eigenen und unser aller Zeitnot und Atemlosigkeit. Obwohl uns die elektronische Technik ermöglicht, Arbeiten schneller zu erledigen und damit Zeit zu sparen, haben wir das Gefühl, ständig weniger zu haben. Florian Opitz geht diesem Phänomen auf den Grund. Als Prototyp einer gehetzten Informationsgesellschaft begibt sich der Filmemacher selbst auf die Suche nach der verlorenen Zeit. Er begegnet Menschen, die die Beschleunigung vorantreiben und solchen, die sich trauen, Alternativen zur allgegenwärtigen Rastlosigkeit zu leben. Auf seiner Suche entdeckt er: Ein anderes Tempo ist möglich, wir müssen es nur wollen.
„SPEEDgibt Denkanstöße zum Thema Entschleunigung, die nachhallen. Mit einem sympathischen Sinn für Humor schafft es Florian Opitz (Der große Ausverkauf), das komplexe Thema zugänglich, unterhaltsam und visuell stark zu erzählen.
In Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Bregenz. Kinobesucher/innen erhalten in derselben Woche bei Vorzeigen der Kinokarte kostenlosen Eintritt in die Ausstellung David Claerbout, gültig vom 20. bis 23. September 2018.
Dezember 1991: In der Ehe zwischen dem Prinzen und der Prinzessin von Wales herrscht seit Langem Eiszeit. Trotz der wilden Gerüchte über Affären und eine Scheidung wird für die Weihnachtsfeierlichkeiten auf dem königlichen Landsitz Sandringham ein Frieden verhängt. Es wird gegessen und getrunken, geschossen und gejagt. Diana kennt das Spiel. Dieses Jahr wird es eine ganz andere Wendung nehmen.
„ (...) mehr als das Porträt einer Frau in einer schwierigen Situation. Der Film ist eine politische Fabel, eine Allegorie von Machtlosigkeit, Revolte und Befreiung.“ (The New York Times)
„Ein ambivalentes Porträt einer fragilen Frau“ (Süddeutsche Zeitung)
Der Film wurde mit 27 internationalen Fimpreisen ausgezeichnet.












































































