Filmforum Archiv
Am 3. Oktober 2023 steigt Wiebke Lühmann in Freiburg im Breisgau auf ihr bepacktes Fahrrad und fährt los. 20.150 Kilometer liegen vor ihr, 22 Länder und die vielleicht größte Frage von allen: Was passiert, wenn man alles Vertraute hinter sich lässt und einfach startet?
430 Tage später, am 5. Dezember 2024, steht sie am Kap der Guten Hoffnung. Dazwischen liegt nicht nur ein langer Weg, sondern eine Zeit voller Begegnungen, Weite, Zweifel und echter Veränderung.
Medienpartner: Verein Amazone
Im Schweden der 1930er Jahre besucht die angehende Rentierjägerin Elle Marja mit ihrer Schwester die Internatsschule in Lappland. Sie gehört dem Volk der Samen an, deren Alltag von Diskriminierung und Ausgrenzung geprägt ist. Als an der Schule erniedrigende rassenbiologische Untersuchungen durchgeführt werden, entscheidet sie sich für einen radikalen Schritt: Das willensstarke und rebellische Mädchen bricht mit ihrer Familie und macht sich auf den Weg nach Uppsala…
Auf dem Venedig Filmfestival 2017 gewann der Film den Europa Cinemas Label Award und wurde Ende 2017 mit dem LUX-Preis des Europäischen Parlaments ausgezeichnet. In der Schweiz mit 10.000 Kinobesuchern erfolgreich im Kino gestartet. (Poly)
Filmfestival Venedig: Europa Cinemas Label Award
LUX-Filmpreis des Europäischen Parlaments
Filmfestival Göteborg: Bester nordischer Film
Jeden Morgen läuft Samia auf dem Schulweg mit ihrem besten Freund um die Wette – und immer gewinnt sie. Die Neunjährige will unbedingt am jährlichen Stadtlauf von Mogadischu teilnehmen. Doch während ihr Vater sie unterstützt, hält ihre Mutter sie zurück. Frauen ist es untersagt, Sport zu treiben, und die Gefahr, einer Patrouille in die Arme zu laufen, groß. Aber Samia lässt sich nicht aufhalten. Nachts trainiert sie heimlich weiter und läuft beim Stadtlauf vor allen Erwachsenen als Erste ins Ziel. Plötzlich scheint alles möglich und die Sterne zum Greifen nah: Eines Tages will Samia als schnellste Frau Somalias an den Olympischen Spielen teilnehmen.
Nach ihrem Millionenerfolg Almanya erzählt Regisseurin Yasemin Samdereli die unglaubliche Geschichte der somalischen Leichtathletin Samia Yusuf Omar, die 2008 an den Olympischen Spielen in Peking teilnahm. Der auf wahren Ereignissen basierende Film nach dem Bestseller Sag nicht, dass du Angst hast ist das berührende Porträt einer lebensfrohen jungen Frau, die gegen alle Widerstände ihren Traum verfolgt.
Filmfest München 2024: Publikumspreis
Tribeca Filmfestival 2024: Special Jury Mention | Silk Road Festival 2024: Beste Regie
Wir zeigen den Film in Zusammenarbeit mit der Caritas Flüchtlingshilfe
Medienpartner: Verein Amazone, Stadt Bregenz
Die Welt, wie man sie noch nie gesehen hat – das zeigen Filmemacher Ron Fricke und Mark Magidson in ihrer komplett auf 70 mm gedrehten Produktion SAMSARA. Die einzigartigen Aufnahmen wollen den Zuschauer zum Nachdenken anregen, ohne Kommentare, nur mit hypnotischen, sphärisch anmutenden Klängen. Die assoziative Bilderflut zeigt die Menschen und Kulturen unserer Erde.
Wir beobachten beispielsweise betende buddhistische Mönche im Kloster und Furcht erregend bemalte afrikanische Krieger, streng blickende Soldatinnen in Uniform und elfengleiche asiatische Tänzerinnen oder die Besuchermassen in Mekka und die einsam im Morgenlicht glänzenden Tempel in Bagan. Geburt und Tod, Tradition und Moderne, Glaube und Hoffnung, Kampf und Vergebung – die Kamera verdeutlicht diese Gegensätze mit ausdrucksstarken, bis ins kleinste Detail durchkomponierten Aufnahmen und illustriert prägnant, inwieweit unser Lebenszyklus dem Rhythmus unseres Planeten (noch) entspricht.
"SAMSARA ist ein Bilderrausch, auf den man sich einlassen muss. Nur so kann man die ganzen 90 Minuten genießen, auch wenn die zweite Hälfte in dieser Hinsicht eine Herausforderung ist. Nachdenklich wird der Zuschauer den Film ohnehin verlassen, und somit ist SAMSARA letzten Endes gelungen (...)."
Der Film ist eine Art Mockumentary, die einerseits doch recht wahrheitsgetreu von Stefanie Sargnagels Leben erzählt, andererseits von einem fiktivem Filmdreh in dem Hilde Dalik unter der Regie von Michael Ostrowski in die Rolle von Stefanie Sargnagel schlüpfen soll.
Wir begleiten die Autorin bei Verwandtschaftsbesuchen, besuchen die Büros der Rufnummernauskunft, wo sie einst arbeitete und ihre legendären Facebook-Postings schrieb. Wir erleben sie mürrisch auf Lesereisen zwischen Amstetten und St. Valentin. Das Café Weidinger muss vorkommen, sonst ist ein Film über Stefanie Sargnagel nicht vollständig. Wir lernen ihren Verleger und ihren Lebensgefährten, der noch besser nix tun kann als Sargnagel selbst, kennen. Und Sargnagel-Fan Jan Böhmermann macht den Talking Head, den jede ordentliche Doku braucht.
Ist das noch echt oder schon Fiktionalisierung? Muss man das Werk von der Autorin trennen? Who the hell cares. Angelehnt an die Bücher Fitness und Statusmeldungen mäandert der Stoff vergnüglich zwischen Beisl und Burnout, erzählt vom Shitstorm und den Konsequenzen, wenn man in Österreich zu Nazis Nazis sagt.
Diagonale 2021 – Schauspielpreis für Hilde Dalik, Bestes Szenenbild
Thomas-Pluch-Drehbuchpreis 2021Diagonale
Derya und Aziz sind ein angesehenes Theaterpaar in Ankara und führen ein erfülltes Leben mit ihrer 13-jährigen Tochter. Nach der erfolgreichen Premiere ihres neuesten Stücks wird ihr Leben jedoch plötzlich von der Willkür des Staates auf den Kopf gestellt. Über Nacht verlieren sie ihre Arbeit und somit ihre Lebensgrundlage. Nun stehen sie vor der schwierigen Aufgabe, ihre Ideale und Überzeugungen mit den realen Notwendigkeiten des Lebens in Einklang zu bringen. Die plötzliche Arbeitslosigkeit stellt nicht nur ihre finanzielle Sicherheit, sondern auch ihre Ehe auf die Probe. Während sie gemeinsam nach neuen Möglichkeiten suchen, ihre Karrieren fortzusetzen, müssen sie sich mit den Konflikten zwischen ihren Idealvorstellungen und den praktischen Erfordernissen des Alltags auseinandersetzen. Der Druck von außen und die ständige Unsicherheit belasten ihre Beziehung zunehmend.
„Ilker Çatak“ (Das Lehrerzimmer) erzählt (...) vom (Über-)Leben in einer autokratischen Gesellschaft, aber nicht didaktisch oder moralisch, sondern schmerzhaft ehrlich.“ (filmstarts.de)
Berlinale 2026: Goldener Bär – Bester Film
Anita und Fred sind seit 50 Jahren ein Paar und fast genauso lange glücklich verheiratet. Sie haben zwei erwachsene Kinder, die Enkelin steht kurz vor dem Abitur. Beide können nicht nur auf ein erfülltes Leben zurückblicken - sie sind noch mittendrin.
Dass Fred schwer krank ist, haben sie ihrer Familie bislang verheimlicht. Erstmals in all den Jahren nimmt Fred sich nun Freiheiten heraus, die seine Frau vor den Kopf stoßen. Zum ersten Mal fühlt Anita sich allein gelassen und stellt ihre Beziehung in Frage.
SATTE FARBEN VOR SCHWARZ erzählt eine starke Geschichte über eine kompromisslose Liebe, kleine Fluchten und reife Entscheidungen. Regisseurin Sophie Heldman schrieb gemeinsam mit ihrem Ko-Autor Felix zu Knyphausen das Drehbuch zu ihrem bewegenden Kinodebüt. Als Paar, das seine Liebe bedingungslos lebt, konnte Sophie Heldman ihre Traumbesetzung gewinnen: Senta Berger und Bruno Ganz. Ihre Lebenserfahrung und ihr persönlicher Umgang mit dem Alter haben den intimen Film mitgeprägt.
«Bruno Ganz verkörpert den bürgerlichen Herrn mit subtiler Intimität. Senta Berger gibt die Ehefrau, die vom würdevollen Altern träumt, mit hinreißender Grandezza.» (NZZ am Sonntag)
Wir sind in Rom. Die Clique des schwulen Traumpaares Lorenzo und Davide trifft sich zum gemeinsamen Abendessen, es wird getanzt, gelacht und geredet. Doch der ausgelassene Abend steht unter keinem guten Stern, als Davides junger Liebhaber Lorenzo unvermittelt zusammenbricht. Einfach so. Alle stehen unter Schock.
Im bleichen Licht des Krankenhausflures wird schnell klar, was geschieht, wenn Freundschaften auf solch eine harte Probe gestellt werden! Weltbilder wanken, Fassaden bröckeln, eine heimliche Affäre kommt ans Tageslicht und Lebenslügen werden entlarvt. Männer beginnen plötzlich, über lange begrabene Gefühle zu reden, während sich die Frauen alle Mühe geben, ihre Geheimnisse zu verbergen.
Doch auch - oder gerade - Zeiten größter Trauer bieten die Chance auf ein neu geordnetes Weiterleben danach. So kann auch Lorenzos Vater, der seinen schwulen Sohn einst verstieß, nun endlich Frieden mit Lorenzo - und sich selbst - schließen.
Ein optimistischer Film voller Humor über Freundschaft, Tod und Seitensprünge, in dem Regisseur Ferzan Ozpetek ("Hamam – Das türkische Bad) erneut ein herausragendes Schauspielerensemble versammelt.
Wir zeigen den Film in Zusammenarbeit mit der Aidshilfe Vorarlberg.
Franck ist Feuerwehrmann in Paris. Er rettet Menschen. Seine Frau erwartet Zwillinge. Franck ist glücklich. Als er nach einem Einsatz im Spital aufwacht, merkt er, dass sein Gesicht ein Opfer der Flammen geworden ist. Franck muss akzeptieren, dass nun er an der Reihe ist, gerettet zu werden und wird neu lernen müssen, wie man lebt…
Nach einer wahren Geschichte erzählt Durch das Feuerdie herzzerreißende Geschichte eines Mannes, der sich selbst neu erfindet. In Frankreich der große Überraschungserfolg des Jahres. (polyfilm.at)
„Ein unglaublich ergreifendes Drama, wunderschön interpretiert von Pierre Niney” (Femme Actuelle)
„Großartig” (Le parisien)
Die Stimme von Hind Rajab
TN, FR 2025 | 89 min | OmU | R: Kaouther Ben Hania
29. Januar 2024. Freiwillige des Roten Halbmonds erhalten einen Notruf. Ein 6-jähriges Mädchen ist in einem unter Beschuss stehenden Auto in Gaza gefangen und fleht um Rettung. Während sie versuchen, sie am Telefon zu halten, tun sie alles, um eine Ambulanz zu ihr zu schicken. Ihr Name war Hind Rajab. (film.at)
„Der Film spielt (fast) ausschließlich in der Einsatzzentrale des Roten Halbmondes. Während Omar und seine Kollegin Rana abwechselnd mit Hind sprechen, um an Informationen zu kommen und sie zu beruhigen, ist es die Aufgabe ihres Vorgesetzten Mahdi, über mehrere Zwischenschritte hinweg einen sicheren Rettungsweg zu koordinieren. Die Schauspieler*innen müssen sich dabei streng an ihre realen Vorbilder halten, denn die Stimme von Hind Rajab am anderen Ende der Leitung ist echt (die realen Aufnahmen gingen bereits kurz nach den Ereignissen in sozialen Netzwerken um die Welt). Auch bei ihrem oscarnominierten Olfas Töchter hat Kaouther Ben Hania bereits an der Grenze zwischen Dokumentation und Spielfilm agiert.“ (Filmstarts.de)
Chicago Filmfestival 2025: Silver Hugo – Jury Preis | San Sebastián Filmfestival 2025: Publikumspreis | Filmfestspiele Venedig 2025: Golder Löwe - Bester Film und 9 weitere Auszeichnungen
Rachels Weg. Aus dem Leben einer Sexarbeiterin
AU 2011 | 72 min | verm. OmU | Regie: Catherine
Rachel trifft John. Doch dies ist kein normales Rendezvous. Die Australierin Rachel arbeitet als Sexarbeiterin – sie besucht John, der Multiple Sklerose hat und seinen Rollstuhl mit dem Kinn steuert. Rachel Wotton hat sich spezialisiert auf Klienten, die lange Zeit übersehen wurden: Menschen mit Behinderung.
Der Film von Catherine Scott folgt Rachel zu ihren Kunden und begleitet sie bei ihrer politischen Arbeit, mit der sie Anerkennung fordert: Sexarbeiter sind keine Opfer, ihre Arbeit verdient Anerkennung wie jede andere auch. Und: Menschen mit Behinderung wollen ihre sexuellen Bedürfnisse ausleben, müssen dies aber auch können. Es sind intime Einblicke, wenn Rachel sich mit ihren Kunden trifft und mit ihnen Zeit verbringt. Ihre Philosophie lautet, dass es eine Art von Therapie sein kann, jemanden zu berühren und mit ihm Intimität zu erleben.
Official Selection Hot Docs 2012, Toronto
Die drei Vereine Integration Vorarlberg, Füranand und Reiz Selbstbestimmt Leben machen Programm im rollstuhlgerechten Saal 1
Wien, 1938: Österreich wird vom Nazi-Regime besetzt. Kurz bevor der Anwalt Bartok mit seiner Frau Anna in die USA fliehen kann, wird er verhaftet und in das Hotel Metropol, Hauptquartier der Gestapo, gebracht. Als Vermögensverwalter des Adels soll er dem dortigen Gestapo-Leiter Böhm Zugang zu Konten ermöglichen. Da Bartok sich weigert zu kooperieren, kommt er in Isolationshaft. Über Wochen und Monate bleibt Bartok standhaft, verzweifelt jedoch zusehends – bis er durch Zufall an ein Schachbuch gerät. (constantinfilm)
„Phillipp Stölzl hat Stefan Zweigs Schachnovelle in eindrucksvolles Historienkino verwandelt, voller opulenter Bilder und intensiver Schauspielleistungen.“ (filmstarts.de)
„Keine leichte Kost, aber ein lohnender Film mit einem überragenden Hauptdarsteller. Sehenswert.“ (cineman.ch)
Gilde-Filmpreis 2021 – Bester nationaler Film | Filmkunstmesse Leipzig 2021 – Bester nationaler Film | Bayrischer Filmpreis 2020 – Beste Produktion, Bester Darsteller (Oliver Masucci) | Deutscher Filmpreis 2021 – Beste männliche Hauptrolle (Olvier Masucci), Bestes Kostümbild
Eine Kooperation mit: Stadtbücherei Bregenz, Vorarlberger Landesbibliothek, Buchhandlung Rapunzel, Ländlebuch, Buchhandlung Brunner













































































