Filmforum Archiv
Havanna 1948: Der junge Jazzpianist Chico begegnet in einem Nachtclub der wunderschönen Sängerin Rita. Ihre Stimme geht ihm zu Herzen, doch schon die erste Nacht endet mit einer wilden Eifersuchtsszene. Ein Musikwettbewerb führt sie wieder zusammen, doch als nunmehr Chico ausrastet, geht Rita schweren Herzens mit einem Yankee nach New York, um dort Karriere zu machen. Chico verkauft sein Klavier und folgt ihr mit seinem Freund Ramon, um New Yorks Jazzszene aufzumischen – voller Hoffnung, dabei die Liebe seines Lebens zurückzugewinnen ...
Für ihr romantisches und mit Preisen überhäuftes Zeichentrickdrama Chico & Rita haben sich Fernando Trueba (Oscar für Belle Epoque), der Starzeichner Javier Mariscal und die kubanische Jazzlegende Bebo Valdes (inzwischen 95-jährig) zusammengetan, um die Geschichte zweier schicksalhaft Liebender zu erzählen. Ein ums andere Mal reißen ihre Träume vom Ruhm sie auseinander, während die Rhythmen ihrer Heimat den amerikanischen Jazz revolutionieren.
Europäischer Filmpreis 2012: Bester Animationsfilm
Oscar-Nominierung 2012 als Bester Animationsfilm
Spanischer Filmpreis 2012: Bester Animationsfilm
Polen im späten 19. Jahrhundert. Die junge Jagna lebt in einem Dorf, das geprägt ist von Klatsch und Tratsch, vom Wandel der Jahreszeiten, von bunten Traditionen – und von einem tief verwurzelten Patriarchat. Jagna wird dem mächtigsten Bauern im Dorf versprochen, doch eigentlich liebt sie dessen Sohn, den rebellischen Antek. Als sie zum Spielball der Männer wird, lehnt sich Jagna auf und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand.
Nach dem Publikumserfolg Loving Vincent erschafft das Regie-Duo DK und Hugh Welchman mithilfe von über 100 Künstlern erneut ein visuell berauschendes Meisterwerk aus unzähligen handgemalten Ölbildern. Basierend auf dem mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichneten Roman Die Bauern von Władysław Reymont erzählt der Film die beeindruckende wie bewegende Geschichte einer jungen Frau, die nicht bereit ist, sich einem ungerechten System zu fügen.
„Das Flüstern der Felder ist unbeschreiblich schön und sucht seinesgleichen.“ (Ray Filmmagazin)
Der Film wurde gleich auf mehreren internationalen Filmfestivals mit Preisen ausgezeichnet.
Medienpartnerschaft: Verein Amazone, Berufsvereinigung bildender Künstlerinnen und Künstler Vorarlbergs
Tagebuch einer Pariser Affäre
FR 2022 | 100 min | OmU | R: Emmanuel Mouret
Leidenschaft ist überbewertet – und hat mit Liebe erst recht nichts zu tun! Zumindest Charlotte sieht das so. Legenden der Leidenschaft passen für sie nicht mehr ins 21. Jahrhundert – guter Sex ist schließlich auch ohne Gefühle möglich.
Dementsprechend endet das erste Date mit dem verheirateten Familienvater Simon bei ihr im Schlafzimmer. Der ist völlig baff. In 20 Jahren Ehe hat er sich zwar oft unverbindliche Affären ersehnt, aber nie die richtige Frau dafür getroffen – bis jetzt. Scheidungsdruck und ernstzunehmende Gefühle sind von der beziehungsverdrossenen Charlotte nicht zu befürchten. Die beiden schließen einen Pakt: Vergnügen erwünscht, Gefühle verboten. Nur solange es gut geht. (Polyfilm)
Lebe. Liebe. Leide. Tanze. Jetzt! Mae zieht als Punk in den Converse-Schuhen ihres verstorbenen Bruders durch die Straßen Wiens. Sie lebt von Dosenbier, besprayt Wände, versucht sich bei Poetry Slams. Ein bürgerliches Leben interessiert sie nicht, sie sucht Grenzerfahrungen. Als sie im Aids-Hilfe-Haus eine Strafe abarbeiten muss, lernt sie Paul kennen und verliebt sich in ihn.
Chucks, der neue Film von Sabine Hiebler und Gerhard Ertl (Anfang 80) erzählt eine federleichte Geschichte vom Aufwachsen zwischen Liebe und Tod, voll Humor, mal aufwieglerisch laut, dann wieder überaus zärtlich – ganz im Sinne seiner literarischen Vorlage.
Chucksschafft es, die wesentlichen Erfahrungen und Gefühle der Jugendzeit wie Liebe, Verlust, Rebellion, Sinnsuche, Verwirrung und Wut in eine berührende und außergewöhnliche Geschichte zu packen. Ray Filmmagazin
Janusz hat als Polizist schon manchen Fall routiniert geklärt, und so schnell bringt ihn nichts aus dem Gleichgewicht, so scheint es. Sein schwierigster Fall wartet jedoch zu Hause auf ihn, denn seit dem Tod seiner Ehefrau ist das Verhältnis zu seiner Tochter empfindlich gestört. Diese entwickelt eine Essstörung und lehnt den Vater ab. Erst die unkonventionelle Therapie von Anna und ihre Fähigkeit, als Medium zu fungieren, bringen Vater und Tochter im Lachen wieder zusammen.
Die polnische Regisseurin Malgorzata Szumowska ist bekannt dafür, in ihren Filmen schwierige und komplexe Themen sowie menschliche Dramen zu behandeln. So auch in ihrem neusten Film Body, für den sie auf der diesjährigen Berlinale mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet wurde. "Body" wirft die Frage auf, wie man mit dem Verlust eines geliebten Menschen umgehen kann, aber trotz der inhaltlichen Schwere besticht der Film durch feinen, leisen Humor und erzählerische Leichtigkeit.
Berlinale 2015, Silberner Bär, Beste Regie | Europäischer Filmpreis 2015, Bester Schnitt
Polnischer Filmpreis 2015, Bester Film
Wir zeigen den Film in Zusammenarbeit mit den FrauenFilmTagen in
Nora und José waren einmal ein verliebtes Paar. Nun sind sie ins Alter gekommen und seit 20 Jahren geschieden. Sie leben in zwei gegenüberliegenden Wohnungen an derselben Strasse einer mexikanischen Stadt. Nora plant ihren Tod und will dabei ihren Ex-Mann José noch einmal tüchtig beschäftigen. Es ist Noras letzter Wille, dass José sich um ihr Begräbnis kümmern soll, das sich, wegen einem religiösen Feiertag und ihrem Freitod, als recht schwierig erweist. Zudem findet José ein mysteriöses Foto unter Noras Bett.
Eine echte Entdeckung: In ihrem ebenso komischen wie feinfühligen Spielfilmdebut erzählt Mariana Chenillo traumwandlerisch leicht eine Geschichte über so gewichtige Momente im Leben wie den Tod, die Ehe, den Glauben und die Liebe. Fünf Tage ohne Noraentwickelt einen feinen schwarzen Humor, der bestens unterhält. Und auch dank der hervorragend besetzten Schauspieler bis in die kleinste Nebenrolle wird der Film zum Kinovergnügen. Kairosfilm
Eine Gruppe arabischer und jüdischer Frauen nimmt an einem Video-Workshop in einem kleinen Gemeindezentrum teil, der von Rona, einer jungen Filmemacherin aus Tel Aviv, geleitet wird. Während jede Teilnehmerin den anderen Aufnahmen aus ihrem Leben zeigt, werden Überzeugungen und Vorurteile in Frage gestellt und Barrieren abgebaut. Die Gruppe kommt als Mütter, Töchter, Ehefrauen und Frauen zusammen, die in einer Welt leben, die sie voneinander trennen soll, doch während sie mehr übereinander und über sich selbst erfahren, bildet sich zwischen ihnen ein starkes Band.
„Orit Fouks Rotem mischt in ihrem Kammerspiel über eine schwierige Annäherung zwischen Jüdinnen und Araberinnen humorvolle Unterhaltung mit undogmatischer Ernsthaftigkeit.“ (Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg)
Wir zeigen den Film in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Hohenems im Rahmenprogramm der Ausstellung A Place of Our Own.
Awards of the Israeli Film Acadamy 2022: Bester Film, Beste Regie, Beste Nebendarstellerin
Jerusalem Film Festival 2022: Bester israelischer Debut-Film
Warschau Film Festival 2022: Bester asiatischer Film
Medienpartnerschaft mit dem Jüdischen Museum Hohenems
Wetterbedingt findet die Vorstellung im KUB statt | Eintritt frei | Keine Reservierung nötig
IL, BE 2021 | 95 min | OmU |R: Orit Fouks Rotem
Im Videokurs der jungen Regisseurin Rona aus Tel Aviv kommt eine Gruppe arabischer und jüdischer Frauen zusammen. Während die Teilnehmerinnen lernen, Filme zu drehen und dabei mehr übereinander erfahren, geraten ihre jeweiligen Überzeugungen und Vorurteile ins Wanken. Mit der Zeit bildet sich ein starkes Band zwischen den Frauen, die in einer polarisierenden Gesellschaft leben.
A visual loveletter to filmmaking and the perfect tonic in a world saturated by overly-long and overly-vain projects that didn't need to (re)made. Everyone has a story, but in this film, we're lucky enough to hear about eight special women's. A stunning debut feature.
(Miss En Scene)
Vielfalt feiern! Das KUB Sommer Open Air zeigt auf humorvolle, mutige und ungeschönte Weise: Wir können gemeinsam verschieden sein!
Eine Kooperation mit dem Kunsthaus Bregenz
Im Januar 2013 erhält die Filmemacherin Laura Poitras verschlüsselte Emails von einem Unbekannten, der sich „Citizen Four“ nennt und Beweise für illegale verdeckte Massenüberwachungsprogramme der NSA und anderer Geheimdienste in Aussicht stellt. Im Juni 2013 fliegen Laura Poitras und die Journalisten Glenn Greenwald und Ewen MacAskill nach Hongkong, um sich mit dem Unbekannten zu treffen. Es ist Edward Snowden.
Entstanden ist so ein einmaliger Dokumentar-Thriller, in dem sich die dramatischen Ereignisse Minute für Minute direkt vor unseren Augen entfalten – die atemberaubend spannende Geschichte über den waghalsigen Schritt eines jungen Whistleblowers, eindringlich, unbequem und von großer politischer Sprengkraft. (polyfilm)
„Die filmische Befragung der Hongkonger ,Urszene’, das darin erzählte Porträt Snowdens, konfrontiert Poitras mit dem Umstand, dass die durch die Enthüllungen freigelegte Erosion demokratischer Grundwerte zwar nun in groben Konturen öffentliches Wissen ist, aber kaum nennenswerte institutionelle oder gesetzgeberische Folgen gezeitigt hat. CITIZENFOUR geht an den Ausgangspunkt zurück, um daran zu erinnern, dass die Dimension des Skandals in auffallendem Missverhältnis zu seinen unmittelbaren politischen Konsequenzen steht.” (DER STANDARD)
„Dieser Film verdient eine Oscar®-Nominierung.” (Variety)
International Documentary Association Awards: Bester Film
Gotham Film Awards: Bester Dokumentarfilm
New York Film Critics Circle Awards: Bester Dokumentarfilm
Boston Film Critics Association Awards: Bester Dokumentarfilm
LA Film Critics Awards: Bester Dokumentarfilm
In der Ferne liegt das Glück
IT 2019 | 92 min | OmU | R: Gianni Di Gregorio
Man ist nie zu alt, um sein Leben zu ändern. Das hoffen zumindest Attilio, Giorgetto und der Professore, drei auf unterschiedliche Weise leidgeprüfte Rentner in Rom, die sich entschließen, ihr altes Quartierleben aufzugeben und sich im Ausland niederzulassen. Aber wo genau ist dieses Ausland? Das ist nur eine von vielen Fragen, die es zu klären gilt. Als sie schon bei den Vorbereitungen den jungen Malier Abu kennen lernen, nehmen sie sich des mittellosen Flüchtlings an.
„Die Filme von Gianni Di Gregorio durchzieht eine Liebe zu den Underdogs, sie stehen für Bescheidenheit und Menschlichkeit, und sie lassen weder Humor noch Menschlichkeit zu kurz kommen. Man ahnt, dass das Vorhaben der drei Protagonisten von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Aber träumen kostet ja glücklicherweise nichts.“ (Tagesanzeiger)
„Gianni Di Gregorios Komödie lebt vom warmherzigen Blick, drei großartigen Hauptdarstellern und der Verankerung der Handlung im idyllischen römischen Viertel Trastevere.“ (film-netz)
David di Donatello Awards 2021, Bestes Drehbuch
Golden Ciak Awards 2020, Colpo di fulmine
Premio Sergio Amidei
21 junge TänzerInnen sind bereit. Ein Tag noch, dann werden sie auf Tournee gehen, erst nach Frankreich, dann in die USA. Vor der Abreise haben sie sich versammelt. Sie wollen zusammen tanzen, reden und feiern. Unablässig pumpt die Musik Beats in den Raum. Sangria fließt in Strömen. Die TänzerInnen führen eine hyperkinetische, sexuell aufgeladene Choreografie vor, die sich bald in eine wilde Party auflöst. Es wird geflirtet, Männer begehren Frauen, Frauen Männer, Männer Männer, Frauen Frauen. Doch nach und nach merken die Beteiligten, dass sich in der Sangria-Bowle wohl eine weitere Zutat befindet.
Den ausgewiesenen Referenzrahmen bilden in Climax unter anderem Pasolinis Die 120 Tage von Sodom, Buñuels und Dalís Andalusischer Hund, Nietzsche und Bataille. In dem neuen Film des argentinisch-französischen Agent Provocateur ist es das rauschhafte Verhalten der TänzerInnen, das schockieren und verstören mag. Aus Angst wird im Sog der Droge Paranoia, aus unterschwelliger Aggression offene Gewalt, aus Zuneigung unkontrollierte Begierde.
Cannes Film Festival 2018: CICAE Award
Catalonian Film Festival 2018: Bester Film; und weitere Preise
Léo und Rémi, beide 13 Jahre alt, sind beste Freunde und stehen sich nah wie Brüder. Sie sind unzertrennlich, teilen alles miteinander und vertrauen sich. Als der Sommer endet, steht der Wechsel auf eine neue Schule an. Hier gerät ihre Freundschaft ins Wanken.
Closeist ein feinfühliges Drama über Nähe, Distanz und Entfremdung. Mit zärtlicher Präzision und einem unendlichen Verständnis für die Fragilität des Lebens an der Schwelle zum Erwachsenwerden erzählt Lukas Dhont die Geschichte einer innigen Freundschaft.
„(...) ein behutsam erzähltes, wunderschönes Drama von eindrucksvoller emotionaler Strahlkraft, das bis zur beklemmenden Wendung im Drehbuch ein brillant beobachtetes und sensibles Porträt einer zarten Freundschaft zeichnet, die an Gesellschaftsnormen zerbricht.“ (filmpluskritik.com)
Filmfestspiele Cannes 2022: Großer Preis der Jury
Sidney Film Festival 2022: Bester Film
Filmfestival Sevilla 2022: Großer Preis der Jury und Bester Schauspieler
4 Nominierungen für den europäischen Filmpreis 2023
In Kooperation mit der Stadt Bregenz (Fachbereich LGBTQ)















































































