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Copie Conforme
27.1.2011
Copie Conforme
FR, IT 2010 | 106 min | OmU | Regie und Buch: Abbas...
Copie Conforme
Copie Conforme
Copie Conforme
Copie Conforme
Frankreich, Italien 2010 | 106 min | OmU | Regie und Buch: Abbas Kiarostami | Kamera: Luca Bigazzi | Mit: Juliette Binoche, William Shimell, Jean-Claude Carrière, Agathe Natanson

Die Geschichte erzählt von einer Begegnung zwischen einem Mann und einer Frau in einem kleinen italienischen Dorf im Süden der Toscana. Der Mann ist ein britischer Autor, der gerade eine Lesung bei einer Konferenz beendet hat. Die Frau, sie kommt aus Frankreich, besitzt eine Kunstgalerie. Es ist eine gewöhnliche Geschichte, wie sie jedem überall passieren könnte. (Cannes)

Auszeichnungen: Goldene Palme für Beste Darstellerin Juliette Binoche, Cannes 2010

IMDB
Corpus Christi
23.9.2020
Corpus Christi
PL 2019 | 116 min | OmU | R: Jan Komasa
Corpus Christi
Corpus Christi
Corpus Christi
Corpus Christi
Polen 2019 | 116 min | OmU | Regie: Jan Komasa | Buch: Mateusz Pacewicz | Kamera: Piotr Sobocinski Jr. | Schnitt: Przemyslaw Chruscielewski | Musik: Galperin brothers | Mit: Bartosz Cielenia, Eliza Rycembel, Aleksandra Korieczna, Tomasz Zietek, u.a.

Der auf wahren Begebenheiten basierende Film erzählt vom 20-jährigen Daniel, der Priester werden will, aber aufgrund eines Verbrechens nicht das Seminar besuchen kann. Nach der Entlassung aus der Haftanstalt gibt er sich in einer Kleinstadt als Pfarrer aus und begeistert die traumatisierte Gemeinde mit unorthodoxen Methoden. Doch kann er den Schatten der Vergangenheit entgehen? Grandioses Drama um Schuld, Moral und Spiritualität, das Ernsthaftigkeit mit Humor vereint. Toll gespielt und zu Recht für einen Oscar nominiert. (stadtkino).

„Mit Präzision, Stilsicherheit und dramaturgischem Minimalismus treibt Komasa seine Figuren an die menschlichen Abgründe. Dabei brilliert Hauptdarsteller Bartosz Bielenia als gutherziger und unkonventioneller Priester mit Gefängnis-Vergangenheit. Für seine Leistung erhielt Bielenia zahlreiche Auszeichnungen und wurde 2020 zum European Shooting Star gekürt.“ (kino.de)

Oscar-Nominierung „Bester Internationaler Film“

Chicago International Film Festival 2019, Bester Schauspieler – sowie weitere 47! Auszeichnungen bei internationalen und nationalen Festivals

https://www.youtube.com/watch?v=4InRlXmkFFk
Cosa voglio di più
21.10.2011
Cosa voglio di più
Was will ich mehr
IT, CH 2010 | 124 min | OmU | Regie: Silvio Soldini
Cosa voglio di più
Cosa voglio di più
Cosa voglio di più
Italien, Schweiz 2010 | 124 min | OmU | Regie: Silvio Soldini | Buch: DorianaLeondeff, Angelo Carbone, Silvio Soldini | Kamera: Ramiro Sivita | Schnitt: Carlotta Christiani | Mit: Alba Rohrwacher, PierfrancescoFavino, Giuseppe Battiston, u.a.

Anna hat alles erreicht, was sie sich vom Leben erhoffte: Sie hat einen guten Job, sie liebt ihre Familie, ihre Freunde und Alessio, ihren Lebenspartner. Die beiden planen gemeinsame Kinder. Doch dann trifft sie zufällig und unerwartet auf Dominico, und schon bald können beide nicht mehr voneinander lassen. Zum ersten Mal gibt es sowohl für sie als auch für ihn nichts anderes als Verlangen und Leidenschaft. Aber Annas neu entfachte Lebenslust stößt an eine Grenze, Dominico ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die beiden erkaufen sich ihre gemeinsamen Momente der Leidenschaft mit Lügen und bezahlen dafür mit einem schlechten Gewissen. Bis Anna den Entschluss fasst, dass sie von dieser Liebe mehr will.

Nach Brot und Tulpen und Tage und Wolken erweist sich Silvio Soldini einmal mehr als sensibler Beobachter zwischenmenschlicher Beziehungen. Was will ich mehr besticht durch herausragende Darsteller, sowie durch eine berührende Mischung aus Tiefgründigkeit und Leidenschaft.

http://www.waswillichmehr.de/
Csak a szél
29.4.2015
Csak a szél
Just the Wind
HU 2012 | 91 min | OmU | R u B: Bence Fliegauf
Csak a szél
Csak a szél
Csak a szél
Csak a szél
Csak a szél
Ungarn 2012 | 91 min | OmU | Regie und Buch: Bence Fliegauf | Kamera: Zoltán Lovasi Schnitt: Xavier Box | Mit: Katalin Toldi, Gyöngyi Lendvai, Lajos Sárkány, György Toldi u.a.

Die Nachricht verbreitet sich in Windeseile: In einem ungarischen Dorf wurde eine Roma-Familie ermordet. Die Täter sind entkommen, niemand will eine Ahnung davon haben, wer das Verbrechen begangen hat. Eine andere Roma-Familie, die nahe dem Tatort lebt, sieht sich in ihrer latenten, mühsam verdrängten Angst bestätigt. Der Vater ist weit weg in Kanada; er möchte seine Frau, die Kinder und den Großvater nachholen, sobald es ihm möglich ist. Die Familie, von rassistischem Terror bedroht und von einer schweigenden Mehrheit im Stich gelassen, versucht den Tag nach der Tat zu überstehen. Und abends, als die Dunkelheit über das Dorf hereinbricht, rückt man im Bett noch enger zusammen als sonst. Doch die Hoffnung, dem Wahnsinn zu entkommen, erweist sich als trügerisch.

Ausgehend von einer realen Mordserie, der in Ungarn in wenig mehr als einem Jahr acht Menschen zum Opfer fielen, schildert Bence Fliegauf die Pogromstimmung, aus der Gewalt gegen Minderheiten entsteht. Die Kamera haftet sich eng an die Fersen der Figuren und macht ihre zunehmende Atemlosigkeit auch physisch erfahrbar.

„JUST THE WIND ist die bedrückende Schilderung einer Bedrohungslage von Menschen, die nur wegen ihrer Herkunft verfolgt werden. Starker Tobak, der Aufmerksamkeit erfordert, um den alltäglichen Terror nicht zu übersehen. Schlicht und doch ergreifend." (outnow.ch)

"Nichts wirkt geschönt, das Elend nie pittoresk, und weil Rohheit und mafiose Kriminalität ebenso wie kleine mitmenschliche Gesten auf allen Seiten zu finden sind, ist kaum eine Wendung vorhersehbar. Am tollsten ist der Schluss. Zweimal davor glaubt man schon, der Film sei vorbei, doch am Ende der Tragödie steht eine kathartische Überraschung." (Der Tagesspiegel)

Silberner Bär, Großer Preis der Jury, Amnesty Filmpreis, Friedensfilmpreis – Berlinale 2012

http://www.peripherfilm.de/justthewind/
D.U.D.A!
15.5.2014
D.U.D.A!
Werner Pirchner
AT 2014, 84 min | Buch & Regie: Malte Ludin
D.U.D.A!
D.U.D.A!
D.U.D.A!
D.U.D.A!
Österreich 2014, 84 min | Buch & Regie: Malte Ludin | Kamera: Victor Kössl | Schnitt: Julia Drack | Mitwirkende: Christian Berger, Erwin Steinhauer, Elfriede Pirchner, Julia & Tobias Moretti, André Heller, Josef Hader, Felix Mitterer u.a.

Musiker, Komponist, Dichter, Zeichner - Werner Pirchner war alles und doch viel mehr. Der "Frank Zappa von Tirol" begann seine Karriere als Vibraphonist, gründete in Innsbruck einen legendären Jazzclub und erregte die konservativen Gemüter seiner Landsleute mit dem Kurzfilm Der Untergang des Alpenlandes. Sein Halbes Doppelalbumrechnete mit den heiligen Kühen des "heiligen Landes" ab - und ist heute ein begehrtes Sammlerstück. Nach gemeinsamen Jazz-Projekten mit Harry Pepl (Jazzzwio) widmete sich Pirchner Mitte der 1980er Jahre fast ausschließlich seiner kompositorischen Arbeit. Unter anderem war er für das heute noch zu hörende Signation-Konzept von Ö1 verantwortlich.

http://www.duda-derfilm.at/
Daheim – Unsere Zeit im Pflegeheim
20.5.2015
Daheim – Unsere Zeit im Pflegeheim
AT 2014 | Doku | 93 min | R: Ulrich Schwendinger
Daheim – Unsere Zeit im Pflegeheim
Daheim – Unsere Zeit im Pflegeheim
Daheim – Unsere Zeit im Pflegeheim
Daheim – Unsere Zeit im Pflegeheim
Daheim – Unsere Zeit im Pflegeheim
Österreich 2014 | Doku | 93 min | Regie, Kamera, Schnitt, Filmmusik: Ulrich Schwendinger | Unterstützung Dreharbeiten: Stationsleitung Elisabeth Strini & Team | Reflexion Schnitt: Claudia Mang | Mit: Antonia Kraner, Barbara Wrulich, Fridolin Huber, Hubert Gutgsell, Hildegard Kaufmann, Sophie Böhler, Rosemarie Hagen u.a.

Der Soziologe und Filmemacher Ulrich Schwendinger hat sich im Jahr 2010 zwei Monate lang im ersten Stock des Pflegeheims in der Höchsterstraße in Dornbirn aufgehalten, um einen Dokumentarfilm zu drehen. In seinem Film lässt er vor allem Bewohnerinnen und Bewohner zu Wort kommen, um damit den öffentlichen Diskurs über das Leben im Pflegeheim zu ergänzen, der von den verschiedensten Gruppen geführt wird, selten aber von unmittelbar Betroffenen. Sein ursprüngliches Anliegen war es, die Menschen im Pflegeheim wieder zurück in die Öffentlichkeit zu bringen bzw. der Öffentlichkeit einen Einblick in eine Lebensform zu ermöglichen, die sich in der Regel kaum jemand wünscht.

Eine zentrale Aussage des Films liegt darin, dass diese Suche für beide Seiten belebend wirken kann. In diesem Sinne ist der Dokumentarfilm naturgemäß kein Werbefilm für das Pflegeheim, vielleicht aber ein Werbefilm für das Leben.

„Der Erfolg des Filmes liegt zum einen darin, dass die vermittelte Wirklichkeit die Zustimmung jener erhält, die in ihrem Alltag täglich mit der Realität im Pflegeheim befasst sind. Zum anderen hat der Film das Potential, jung und alt im Kinosaal zu versammeln.“

(Ulrich Schwendinger)

Der Regisseur steht nach der Vorführung für Gespräche zur Verfügung.

https://www.youtube.com/watch?v=4duCgh-D0yY
Dalida
6.12.2017
Dalida
FR 2017 | 124 min | OmU | R: Lisa Azuelos
Dalida
Dalida
Dalida
Dalida
Dalida
Frankreich 2017 | 124 min | OmU | Regie und Buch: Lisa Azuelos | Kamera: Antoine Sanier | Schnitt: Thomas Fernandez | Mit: Sveva Alviti, Riccardo Scamarcio. Jean-Paul Rouve u.a.

1933 wurde sie in Kairo geboren, 1987 starb sie einen tragischen Tod. Dazwischen lebte Dalida ein filmreifes Leben, das ihr erstes Konzert im legendären Olympia in Paris 1953 ebenso umfasste wie die Ehe mit Lucien Morisse, dem Leiter des damals neu gegründeten Privatradiosenders Europe 1, den Beginn der Disco-Ära, ihre spirituelle Entdeckungsreise nach Indien oder den weltweiten Erfolg von "Gigi l'amoroso" 1974. Dalida war eine unkonventionelle Frau in konventionellen Zeiten, deren einzigartiges Talent und unvergleichliche Ausstrahlung bis heute nichts von ihrer Wirkung eingebüßt haben.

Lisa Azuelos zeichnet ein intimes Portrait einer komplexen, modernen Frau: Mit über 130 Millionen verkauften Schallplatten weltweit gehört Dalida zu den berühmtesten Sängerinnen unserer Zeit.

http://www.thimfilm.at/filmdetail/dalida
Dallas Buyers Club
12.6.2014
Dallas Buyers Club
US 2013 | 117 min | OmU | R: Jean-Marc Vallée
Dallas Buyers Club
Dallas Buyers Club
Dallas Buyers Club
Dallas Buyers Club
Dallas Buyers Club
Dallas Buyers Club
USA 2013 | 117 min | OmU | Regie: Jean-Marc Vallée | Buch: Craig Borten, Melisa Wallack | Kamera: Yves Bélanger | Mit: Matthew McConaughey, Jennifer Garner, Jared Leto u.a.

Dallas, 1985: Der Cowboy Ron Woodroof (Matthew McConaughey) führt ein exzessives Leben auf der Überholspur. Rodeos, Alkohol, Koks und Frauen bestimmen seinen Alltag. Als Woodroof wegen einer Schlägerei im Krankenhaus landet, eröffnet ihm der Arzt nach einer Routineuntersuchung, dass er HIV-positiv ist und nur noch dreißig Tage zu leben hat. Die Welt des homophoben Texaners bricht zusammen...

"Dallas Buyers Clubist ein Aids-Drama, welches sein Thema ernst nimmt, aber immer wieder herrlichen Humor einzustreuen weiß. Getragen von den sensationell aufspielenden McConaughey und Leto wird die wahre Geschichte des Cowboys Woodroof aufgearbeitet, ohne die Zuschauer dabei zu sehr zu manipulieren. Yee-haw!”

(outnow.ch)

"Einer der packendsten und inspirierendsten Filme des Jahres."

(New York Observer)

Golden Globe und Critics' Choice Movie Awards 2014: Bester Hauptdarsteller,

Bester Nebendarsteller

Oscar 2014: Bester Hauptdarsteller für Matthew McConaughey, Bester Nebendarsteller und 4 weitere Nominierungen

http://dallasbuyersclub.de/
Dancing Arabs
22.7.2015
Dancing Arabs
Mein Herz tanzt
IS 2014 | 105 min | OmU | R: Eran Riklis
Dancing Arabs
Dancing Arabs
Dancing Arabs
Dancing Arabs
Dancing Arabs
Israel 2014 | 105 min | OmU | Regie: Eran Riklis | Buch: Sayed Kashua | Kamera: Michael Wiesweg | Schnitt: Richard Marizy | Mit: Tawfeek Barhom, RaziGabareen, Ali Suliman, Yaël Abecassis, Marlene Bajali u.a.

Dancing Arabs ist die Geschichte von Eyad (Tawfeek Barhom), der als bislang erster und einziger Palästinenser an einer Elite-Schule in Jerusalem angenommen wird. Eyad ist sehr bemüht, sich seinen jüdischen Mitschülern und der israelischen Gesellschaft anzupassen – er möchte dazu gehören.

Sein Leben nimmt eine neue Wendung, als sich die schöne Naomi in Eyad verliebt. Eine Liebe, die gegenüber Familie und Freunden geheim bleiben muss. Naomi möchte gegen alle Widerstände zu Eyad stehen und auch Eyad ist bereit, alles für Naomi zu tun. Auf seiner Suche nach Zugehörigkeit muss er schließlich erkennen, dass er eine Entscheidung fällen muss, die sein Leben für immer verändern wird…

Basierend auf dem halbautobiografischen Roman des Haaretz-Kolumnisten Sayed Kashua entwirft der israelische Regisseur Eran Riklis (Die syrische Braut, Lemon Tree) das Schicksal eines Palästinensers, der zwischen den Identitäten „tanzt“, auf der Flucht vor sich selbst und den Erwartungen anderer keine Heimat findet. Ein witziges und gleichzeitig tragisches Plädoyer für Menschlichkeit und das friedliche Zusammenleben zwischen Menschen.

Eine Veranstaltung des Jüdischen Museums Hohenems in Zusammenarbeit

mit dem Filmforum Bregenz

Publikumspreis Filmfestival Locarno 2014

http://www.meinherztanzt-derfilm.de/
Dancing Beethoven
14.6.2017
Dancing Beethoven
CH, ES 2016 | 80 min | OmU | R: Arantxa Aguirre
Dancing Beethoven
Dancing Beethoven
Dancing Beethoven
Dancing Beethoven
Dancing Beethoven
Dancing Beethoven
Schweiz, Spanien 2016 | 80 min | OmU | Doku | Regie und Buch: Arantxa Aguirre | Kamera: Rafael Reparaz | Mit: Malya Roman, Julien Favreau, Zubin Mehta, Elisabeth Ros u.a.

Alle Menschen werden Brüder, heißt es in Schillers Ode an die Freude, die Ludwig van Beethoven in seiner berühmten 9. Symphonie vertonte. In Maurice Béjarts Ballettfassung des großen Werkes wird diese Utopie zu getanzter Wirklichkeit. Zusammen mit dem Tokyo Ballett und dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta brachte das Béjart Ballett Lausanne 2015 eines der atemberaubendsten Tanzstücke des 20. Jahrhunderts auf die Bühne. Neun Monate lang verfolgt der Film in rauschhaften Bildern die ebenso schweißtreibenden wie leidenschaftlichen Proben bis hin zur triumphalen Aufführung des Kunstwerkes. Wir sehen Tänzerinnen und Tänzern, Choreografinnen und Choreografen, Musikerinnen und Musikern aus aller Welt vereint bei der Arbeit zu und lauschen ihren Ausführungen zu Beethovens Komposition, die den ewigen Kreislauf des Lebens und die Freude am Dasein feiert.

Ein bildgewaltiger Dokumentarfilm, der die große Geste mit der Arbeit am Detail verknüpft. Fernab der bloßen Klassikerverehrung arbeitet Regisseurin Arantxa Aguirre die aktuellen Bezüge von Musik, Tanz und den Idealen der deutschen Klassik heraus.

https://www.youtube.com/watch?v=TFSgiHZKq-Y IMDB
Dancing in Jaffa
4.6.2014
Dancing in Jaffa
US 2013 | 100 min | Doku | OmU | R: Hilla Medalia
Dancing in Jaffa
Dancing in Jaffa
Dancing in Jaffa
Dancing in Jaffa
Dancing in Jaffa
USA 2013 | 100 min | Doku | OmU | Regie: Hilla Medalia | Buch: Hilla Medalia, Philip Shane | Kamera: Daniel Kedem | Schnitt: Bob Eisenhardt | Mit: Yvonne Marceau, Pierre Dulaine, Noor Gabai, Alaa Bubali, Lois Dana, Rachel Gueta u.a.

Die israelische Stadt Jaffa ist ein Ort der unterschiedlichen Religionen und Kulturen. Der international erfolgreiche Tänzer Pierre Dulaine kommt in seinen Heimatort, um ein lange erträumtes Projekt zu verwirklichen: Er will in einer Schule sowohl israelisch-palästinensische als auch israelisch-jüdische Kinder das Tanzen lehren. Die unterschiedlichen Religionen angehörenden Bewohner Jaffas teilen sich zwar die Stadt, haben aber wenig Umgang miteinander. Das will der Tanzstar ändern, indem er ihren Kindern den Gesellschaftstanz beibringt.

Pierre Dulaine hat 10 Wochen Zeit, um zu versuchen, den 84 Jungen und Mädchen tief sitzende Vorurteile auszutreiben und ein Team zu formen, das wettbewerbsfähig ist. Die Dokumentation legt dabei den Fokus auf die drei Kinder Noor, Alaa und Lois sowie ihre Lehrerin Ms. Rachel. (moviepilot.de)

Ein positiver Film, der sein Publikum hoffnungsvoll und optimistisch entlässt, und ein Plädoyer dafür, dass Annäherungsversuche in gespaltenen Kulturen immer einen Sinn ergeben. (Kino.de)

http://www.dancinginjaffa.com/
Dans la Maison
23.1.2013
Dans la Maison
In Ihrem Haus
FR 2012 | 105 min | OmU | Regie und Buch: François
Dans la Maison
Dans la Maison
Dans la Maison
Dans la Maison
Dans la Maison
Dans la Maison
Frankreich 2012 | 105 min | OmU | Regie und Buch: François Ozon | Kamera: Jérôme Alméras | Schnitt: Laure Gardette | Mit: Fabrice Luchini, Ernst Umhauer, Kristin Scott Thomas, Emmanuelle Seigner u.a.

Der Literaturlehrer Germain (Fabrice Luchini), Typ zerbeulte Cordhose und Hemd unter dem Strickpullover, kehrt nach den großen Ferien an das Lycée Gustave Flaubert und damit an den Hort des Durchschleusens immer austauschbarer und desinteressierter werdender SchülerInnen zurück. Während er sich den Sommer mit Schopenhauer-Lektüre versüßen konnte, blickt er nun leicht verwirrt und ein wenig lebensfremd hinter seiner Woody-Allen-Brille hervor und sagt Sätze wie "Wir machen uns Gedanken über das Unglück in der Welt, die wahren Barbaren sitzen in unseren Klassen." Die geistige Entrücktheit der Figur Germains, die sich in einer Mischung aus Unbeholfenheit und Überheblichkeit niederschlägt, scheint dabei wie maßgeschneidert für Luchini, einen der zurzeit gefragtesten Schauspieler Frankreichs.

Die Jugend ist am Verblöden, der Lehrer der Literatur hat das Recht, das so zu sehen. Seit Jahren unterrichtet er die Poetik und sitzt doch, wenn ein neues Schuljahr beginnt, immer wieder einem Haufen von Nichtsnutzen gegenüber. Nur allzu selten sieht sich Germain in seinem Lehreralltag einem stinkbegabten Schüler gegenüber. Noch seltener konfrontiert er sich mit seinem eigenen Wunsch, einst stinkbegabt gewesen zu sein. Als Claude in seiner Klasse sitzt, muss Germain sich mit beidem auseinandersetzen. 

„Solch geist- und trickreiche Unterhaltung mit doppeltem und dreifachem Boden, wie sie Ozon hier präsentiert, ist selten geworden – in der Literatur ebenso wie im Kino. Und im Leben sowieso.“(kino-zeit.de)

http://www.cineman.ch/movie/2012/DansLaMaison/ IMDB