Filmforum Archiv
Juni 1945. Schwer verletzt, mit zerstörtem Gesicht, wird die Auschwitz-Überlebende Nelly von Lene, Mitarbeiterin der Jewish Agency und Freundin aus lange vergangenen Vorkriegstagen, in die alte Heimat Berlin gebracht. Kaum genesen von der Gesichtsoperation, macht sich Nelly, allen Warnungen Lenes zum Trotz, auf die Suche nach Johnny, ihrer großen Liebe, ihrem Mann, der sie durch sein Festhalten an ihrer Ehe so lange vor der Verfolgung schützen konnte. Doch Johnny ist fest davon überzeugt, dass sie tot ist – und als Nelly ihn endlich aufspürt, erkennt er nur eine beunruhigende Ähnlichkeit mit seiner totgeglaubten Frau. Johnny macht ihr den Vorschlag, diese zu spielen, um sich das Erbe zu sichern, das die im Holocaust ermordete Familie Nellys hinterlassen hat. Nelly lässt sich darauf ein. Sie wird ihre eigene Doppelgängerin. Sie möchte wissen, ob Johnny sie geliebt hat. Ob er sie verraten hat. (film.at)
"Phoenixist ein ästhetisch exakt durchkomponierter Film. Indem der Film die Fremdinszenierung von Identität auf allen Ebenen durchspielt, reflektiert er auf eine hoch komplexe und differenzierte Weise über das Erbe des Holocaust und den Umgang mit seinen Opfern." (leokino).
Preis der internationalen Filmkritik - San Sebastian 2014
Die drei Geschwister Gabrielle, Elsa und Mao könnten unterschiedlicher kaum sein: Gabrielle arbeitet als „lebende Statue“ in Paris und ist ihrem Sohn viel zu unkonventionell. Elsa hadert mit ihrem unerfüllten Kinderwunsch. Und der Spieleentwickler Mao ist trotz beruflichen Erfolgs noch gar nicht richtig im Leben angekommen. Da haben ihre getrennt lebenden Eltern ganze Arbeit geleistet. Der Vater war nie da, die Mutter, eine Psychotherapeutin, mischte sich dagegen in alles ein. Und bis heute hat sich daran nichts geändert. Die normalste ist da noch die demente Großmutter. Als der Großvater stirbt, ist die in alle Winde verstreute Familie gezwungen, sich zusammen zu raufen. Allein kann die alte Dame nicht bleiben, wie aber sollen die Kinder und Enkel eine Lösung für sie finden, wenn schon in ihrem eigenen Leben das pure Chaos herrscht…?
Warmherzig und mit feinsinnigem Humor erzählt Regisseurin Cécilia Rouaud in Das Familienphoto wie die Familie über diese Frage wieder zueinander findet. Vor die Kamera holte sie zahlreiche Stars des französischen Kinos – neben Vanessa Paradis, Camille Cottin und Pierre Deladonchamps als Geschwister sind Chantal Lauby (Monsieur Claude und seine Töchter) und Jean-Pierre Bacri (Das Leben ist ein Fest) als deren Eltern zu sehen. (Thimfilm)
In Kooperation mit aktion demenz
Rafi arbeitet als Straßenfotograf an Mumbais berühmtestem Wahrzeichen. Jeden Tag müht er sich ab, Fotos von sorglosen Touristen, schüchternen Pärchen beim ersten Date und glücklichen Familien zu schießen. Die Konkurrenz ist hart, hunderte Fotografen stehen am Gateway. Rafi schafft es jedoch mit seinem aufgeschlossenen Lächeln und seiner freundlichen Beharrlichkeit immer, mehr Kunden als die Anderen zu gewinnen.
Am Ende jeden Monats schickt Rafi das Ersparte in sein Heimatdorf zu seiner Oma. Er will die Schulden seines verstorbenen Vaters begleichen und die Familienehre wiederherstellen. Immer, wenn seine Oma ihn drängt, endlich zu heiraten, weigert sich Rafi mit der Ausrede, dass er erst die Schulden abtragen und das Haus der Familie im Dorf zurückkaufen muss. Eines Tages droht die Oma, ihre Medikamente abzusetzen, wenn er sich nicht für eine Braut entscheidet. Verzweifelt klickt Rafi durch die Bilder auf seiner Speicherkarte und findet das Foto einer lächelnden jungen Frau, das er vor dem Gateway aufgenommen hat. Er schickt das Foto seiner Oma und nennt seine erfundene Freundin Noorie nach einem Lied im Radio. Kurz darauf verkündet seine Oma, nach Mumbai reisen zu wollen, um Rafi zu sehen und seine zukünftige Frau persönlich kennenzulernen. Rafi bleiben 4 Tage, um das Mädchen auf dem Foto zu finden ... (moviemento.at)
Barfuß auf Nacktschnecken
FR 2010 | 103 min | OmU | R: Fabienne Berthaud
Lily (Ludivine Sagnier) ist anders. Sie lebt in einer skurrilen Fantasiewelt und macht meistens das, wozu sie gerade Lust hat. Zusammen mit ihrer Mutter wohnt sie in einem idyllischen Landhaus. Als ihre Mutter plötzlich stirbt, ist es an Lilys Schwester Clara (Diane Kruger), die mit einem Anwalt verheiratet ist und in Paris lebt, für Lily da zu sein. Unter dem Einfluss der eigenwilligen und freiheitsliebenden Lily findet Clara mehr und mehr Geschmack an der von Lily vorgelebten Ungebundenheit. Sie beginnt, ihr konformes Leben in Frage zu stellen. Eine gewaltige Herausforderung für ihre Ehe und gleichzeitig die Wiederentdeckung der Nähe zwischen zwei ungleichen Schwestern.
Pietaerzählt von einem gewalttätigen Schuldeneintreiber, dem eines Tages eine Frau erscheint, die sich als seine Mutter ausgibt und sich dafür entschuldigt, ihn als Kind verlassen zu haben. Als die Frau plötzlich verschwindet, denkt Kang-do, sie wäre von einem seiner früheren Opfer aus Rache entführt worden. Beim verzweifelten Rettungsversuch macht Kang-do eine schockierende Entdeckung…
Der Film ist ein Aufsehen erregendes Drama um Schuld und Sühne von Kim Ki-duk, dem international berühmtesten und vielfach preisgekrönten koreanischen Autorenfilmer. Bekannt für kontroverse Themen und drastische Bilder erforscht Kim die dunklen, oft abseitigen Aspekte zwischenmenschlicher Beziehungen im Spannungsfeld von Aggression und Libido. "Was ist die Natur des Menschen? Sich mit dieser Frage zu beschäftigen, das ist meine filmische Arbeit."
„Ein Film von erbarmungsloser Intensität“(ARD)
„teuflisch originelle Story“(Süddeutsche)
Filmfestival Venedig 2012: Goldener Löwe (Bester Film)
Zahlreiche andere Filmpreise
PINA ist ein abendfüllender Tanzfilm mit dem Ensemble des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch und der mitreißenden, einzigartigen Kunst seiner großen, im Sommer 2009 verstorbenen Choreographin.
PINA ist ein Film für Pina Bausch von Wim Wenders mit den noch gemeinsam mit ihr ausgesuchten Choreographien "Le Sacre du Printemps", "Vollmond", "Café Müller" und "Kontakthof", mit sparsam eingesetzten Bildern und Tondokumenten aus ihrem Leben. Und mit den im Frühjahr 2010 für die 3D-Kamera in und um Wuppertal getanzten, individuellen Erinnerungen der einzelnen Ensemblemitglieder des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch an den genauen, kritischen und liebevollen Blick ihrer großen Mentorin.
Wim Wenders und Pina Bausch hat in über 20 Jahren ihrer persönlichen Freundschaft die Idee eines gemeinsamen Tanzfilms nie losgelassen. (filmladen)
Die 1940 in Solingen geborene, in Essen und New York ausgebildete Tänzerin Pina Bausch zählt zu den bedeutendsten Choreografinnen der Welt. 1973 wird sie Leiterin des Balletts in Wuppertal und tauft es in Tanztheater um. Ihre Stücke und Choreografien, die auch Oper, Operette und internationale U-Musik aufgreifen und inhaltlich auch Alltägliches integrieren, sind vielfach ausgezeichnet worden. Ihr Theater ist verspielt, komisch, tragisch, überraschend, setzt auf ausdrucksstarkes Kostümbild und den Einsatz von Wasser und Erde. (kino.de)
Aufgrund der technischen Ausstattung zeigen wir die 2D-Version.
Aufgrund des Wetters wird die Vorstellung ins KUB verlegt | Begrenzte Platzanzahl | Einlass ab 20:30 Uhr | Eintritt frei
DE 2010 | 100 min | R+B: Wim Wenders
PINA ist ein abendfüllender Tanzfilm mit dem Ensemble des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch und der mitreißenden, einzigartigen Kunst seiner großen, im Sommer 2009 verstorbenen Choreographin.
PINA ist ein Film für Pina Bausch von Wim Wenders mit den noch gemeinsam mit ihr ausgesuchten Choreographien "Le Sacre du Printemps", "Vollmond", "Café Müller" und "Kontakthof", mit sparsam eingesetzten Bildern und Tondokumenten aus ihrem Leben. Und mit den im Frühjahr 2010 für die 3D-Kamera in und um Wuppertal getanzten, individuellen Erinnerungen der einzelnen Ensemblemitglieder des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch an den genauen, kritischen und liebevollen Blick ihrer großen Mentorin.
Wim Wenders und Pina Bausch hat in über 20 Jahren ihrer persönlichen Freundschaft die Idee eines gemeinsamen Tanzfilms nie losgelassen. (filmladen)
Die 1940 in Solingen geborene, in Essen und New York ausgebildete Tänzerin Pina Bausch zählt zu den bedeutendsten Choreografinnen der Welt. 1973 wird sie Leiterin des Balletts in Wuppertal und tauft es in Tanztheater um. Ihre Stücke und Choreografien, die auch Oper, Operette und internationale U-Musik aufgreifen und inhaltlich auch Alltägliches integrieren, sind vielfach ausgezeichnet worden. Ihr Theater ist verspielt, komisch, tragisch, überraschend, setzt auf ausdrucksstarkes Kostümbild und den Einsatz von Wasser und Erde. (kino.de)
Wir zeigen den Film in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Bregenz als Open-Air-Veranstaltung auf dem Karl-Tizian-Platz bei freiem Eintritt.
DE, SE 1969 | 92 min | R: Olle Hellbom nach dem Buch...
Die Eltern von Tommy und Annika fahren erstmals ohne ihre Kinder in Urlaub und vertrauen die Pippi Langstrumpf an, die verspricht, sie keine Sekunde aus den Augen zu lassen. Allerdings bekommt Pippi schon kurz darauf eine Flaschenpost von ihrem Vater, dem Kapitän Efraim Langstrumpf, der Pippi um Hilfe bittet, weil sein Schiff von Piraten gekapert wurde. Er selbst wurde eingesperrt, weil er das Versteck eines Schatzes nicht preisgeben will...
Und so macht sich Pippi zusammen mit Tommy und Annika und ihrem fliegenden Bett auf die Reise nach Taka-Tuka-Land. Mit allen Tricks lenken sie die gesamte Bande ab, kapern nebenbei sogar noch ein Piratenschiff und versuchen, den alten Seebären aus seinem Gefängnis zu befreien...
"Pippi im Taka-Tuka-Land" ist vielleicht auch für Erwachsene der witzigsten und interessanteste "Pippi Langstrumpf"-Film. Hier kann die junge Hauptdarstellerin ihren ganzen Charme ausspielen.
Nathalie, die vielbeschäftigte Fernsehproduzentin, lädt zur großen Einweihungsparty in ihre Villa vor den Toren Paris‘ – mit einer illustren Gästeliste: Ihr Schwager Castro hat seine besten Jahre als Star-Moderator im Fernsehen hinter sich. Hélène, Castros Ex-Frau und Schwester von Nathalie, macht wieder einmal nur Werbung für ihr neuestes Flüchtlingsprojekt. Ihre Tochter Nina ist kurz davor, ihren zweiten Roman zu veröffentlichen, in dem ihre Eltern nicht gerade gut wegkommen. Unaufhaltsam füllt sich der Garten mit Menschen aller Art, aus der Stadt und vom Land, Möchtegern-Stars, Hipster und Lebenskünstler, YouTuber und Influencer, Musiker und mittendrin die hoffnungslos verknallte Kellnerin Samantha, die nur eines will – ein Selfie mit Castro.
Man bewundert und verachtet sich, tanzt und singt, fühlt sich cool und lebendig – und vielleicht ein bisschen einsam auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten. Als die Champagnerkorken knallen und die Party in vollem Gange ist, fallen unaufhaltsam die zivilisierten Masken und geben den Blick frei auf ein unberechenbares Pulverfass der Emotionen …
Freiluftkino: Vor oder in der alten Fähre, Lochau / Bei jedem Wetter / Eintritt frei! Bei schönem Wetter Sitzgelegenheit bitte selber mitbringen.
AT, DE 2009, 95 min, Regie: Werner Boote
Plastik ist billig und praktisch. Wir sind Kinder des Plastikzeitalters. Kunststoffe können bis zu 500 Jahre in Böden und Gewässern überdauern und mit ihren unbekannten Zusatzstoffen unser Hormonsystem schädigen. Wussten Sie eigentlich, dass Sie Plastik im Blut haben?
Regisseur Werner Boote zeigt in seinem investigativen Kinodokumentarfilm, dass Plastik zu einer globalen Bedrohung geworden ist. Er stellt Fragen, die uns alle angehen: Warum ändern wir unser Konsumverhalten nicht? Warum reagiert die Industrie nicht auf die Gefahren? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Und wer verliert? Dabei bedient er sich ähnlicher Methoden, wie sie der amerikanische Dokumentarfilmer Michael Moore (Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte, Sicko, Bowling for Columbine) zu seinem Markenzeichen gemacht hat. Er geht mit einer Mischung aus Naivität und Chuzpe an seine Interviews mit Wissenschaftlern und PR-Leuten, mit Lobbyisten und Vorstandsmitgliedern heran.
Ein Film, der die Augen öffnet, betroffen macht und die scheinbare Unschuld unserer Plastikwelt ein für alle Mal als große Lüge enttarnt.
Eine Veranstaltung des Klimadialogs Bregenz im Rahmen der Vorarlberger Umweltwoche, unterstützt von der Landeshauptstadt Bregenz.
Die 19-jährige Linnéa verlässt ihre schwedische Kleinstadt und zieht nach Los Angeles, um als „Bella Cherry” der nächste große Pornostar zu werden. Doch der Weg dahin ist steiniger als erwartet. Zwar erhält sie schnell erste Aufträge, aber das Business ist gnadenlos. Bella erkennt, dass sie nur eine Chance hat, wenn sie ausnahmslos alles tut, was von ihr verlangt wird – selbst, wenn dies Erniedrigung und Schmerz bedeutet.
„Regisseurin Ninja Thyberg offenbart in Pleasure einen schonungslosen Blick auf ein männerdominertes Business um Lust, Gewalt und Macht. Ihr authentisches Langfilmdebüt, das aus konsequent weiblicher Perspektive erzählt wird, besetzte sie mit Ausnahme der Hauptrolle mit echten Darsteller*innen und Größen der Branche.“ (votivkino.at)
„Der Film – explizit, aber nicht pornografisch – ist eine notwendige Zumutung, die einen trotz ihren Härten nicht erschlägt. Im Gegenteil: Man wird das Kino mit einem anderen Blick auf die Pornoindustrie und den Umgang mit Sex verlassen.” (NZZ)
Art Film Festival 2021, Bester Film, Beste Hauptdarstellerin
Deauville Film Festival 2021, Jury Prize
Glubagge Awards 2022, Beste Schauspielerin
Göteborg Filmfestival 2021, FIPRESCI Preis, Bester Spielfilm
Hélène und Mathieu führen in Bordeaux ein glückliches Leben – bis bei Hélène eine seltene Lungenerkrankung diagnostiziert wird. Die Diagnose reißt Hélène aus ihrem Alltag. Auf der Suche nach Antworten stößt sie im Internet auf einen norwegischen Blogger, der sich mister nennt. Die Fotografien und Gedanken in seinem Internet-Tagebuch berühren sie tief. Fasziniert von seinen Texten und der Schönheit der norwegischen Landschaft beschließt sie schließlich, alleine nach Norwegen zu reisen. Die ungewöhnliche Freundschaft mit mister, die atemberaubende Landschaft und die Frische und Helligkeit des norwegischen Frühlings verschaffen ihr Klarheit über ihren letzten Weg. Mathieu indes entschließt sich, sie nicht aufzugeben.
„Ein leises, intimes Drama über zwei Liebende (…), bewegend auch wegen eines wunderbar zusammenspielenden Paares (…). Die Geschichte einer großen Liebe.“ (film-rezensionen)











































































