Filmforum Archiv
Mathieu, ein bekannter Pariser Schauspieler, kämpft mit einer Midlife-Crisis. Um Abstand zu gewinnen, reist er an die bretonische Westküste Frankreichs, wo er sich in ein Wellnesshotel in einem verlassenen Erholungsort einquartiert. Ganz in der Nähe lebt auch Klavierlehrerin Alice mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter. Vor 15 Jahren, lange noch bevor Mathieu berühmt wurde, waren die beiden ein Paar. Als es zu einem Wiedersehen kommt, erwachen alte Gefühle, die sie ihre bisherigen Lebens- und Liebesentscheidungen überdenken lassen. (polyfilm)
„Ein feinsinniges, meisterlich inszeniertes Drama, eingebettet in suggestive Landschaftspanoramen und elegant zwischen Melancholie und einem köstlichen Sinn für Humor changierend, der bisweilen an die Filme von Jacques Tati erinnert.“ (filmdienst.de)
„Canet und Rohrwacher liefern eine meisterhafte Performance: die Chemie zwischen den beiden ist zärtlich und spannungsgeladen zugleich.“ (deadline)
Wettbewerb Film Festival Venedig 2023
Mao erbt von ihrem Onkel ein abgetakeltes Hotel auf dem Land, und gemeinsam mit ihren stets gut gelaunten Loserfreunden, den Hobby-Rockstars Max und Jerry, versucht sie, den Spirit von Sex, Drugs & Rock'n'Roll dort wieder aufleben zu lassen. Doch bald schon müssen die Helden das Erbe gegen die feindliche Konkurrenz, das Großkapital, einen falschen Gärtner, einen walzenden Inspektor und ihre eigene Unfähigkeit verteidigen. Es beginnt eine fulminant-boulevardeske Tour de Force irgendwo zwischen Peter Alexander, Louis de Funès, Kebapaufstrich und Post-Punk-Iggy-Pop.
Michael Ostrowskis Fortführung und Beendigung von Michael Glawoggers Sex, Drugs & Rock'n'Roll-Trilogie, die mit Nacktschneckenund Contact High eröffnet wurde.
AT 2024 | 102 min | OF | R: Florian Pochlatko
Nach ihrer Entlassung aus der Psychiatrie zieht Pia zurück ins Elternhaus – doch statt Halt findet sie dort einen Kosmos aus Hilflosigkeit, Alltagsritualen und stillen Zumutungen. Während ihr Vater sie zur Arbeit drängt, die Therapeutin auf „mehr Teilhabe“ pocht und ihre Mutter sich in Fürsorge verliert, entgleitet Pia zunehmend der Wirklichkeit.
Visuell inspiriert von Graphic Novels und erzählerisch offen für Brüche, Absurdität und innere Zustände begleitet der Film seine Protagonistin durch eine Welt, in der psychische Gesundheit weniger Privatsache als politisches Terrain ist. Ohne Diagnosen zu reproduzieren, stellt er tiefgreifende Fragen an unsere Vorstellungen von Normalität, Anpassung und Identität – und zeigt, wie notwendig eine neue Sprache für das Unnormale geworden ist.
„Wer entscheidet, was normal ist? How to Be Normal ist eine melancholische und doch unbeschwerte Erkundung von Identität, Familie und Selbstfindung am Beispiel einer jungen Frau auf der Suche nach innerem Gleichgewicht und Sinn in einer unkontrollierbaren Welt.“ (Berlinale)
Eröffnungsfilm Diagonale 2025 - Festival des österreichischen Films
1971 segelte eine Gruppe von Hippies, Journalisten und Friedens-aktivisten aus Vancouver mit einem heruntergekommenen Fischkutter vor die Küste Alaskas, um dort US-amerikanische Atombomben-versuche zu verhindern. So nahm die Geschichte der bekanntesten Umweltschutzorganisation der Welt, Greenpeace, ihren Lauf. Doch ohne die Weltöffentlichkeit als Zeugin waren Aktionen wie diese wertlos. Von Anfang an setzten die Aktivisten deshalb auf die Macht der medial vermittelten Bilder, die „mind bombs“, wie Gründer Bob Hunter sie nannte – Aufnahmen, die sich in den Köpfen der Menschen festsetzen und so zu einer Bewusstseinsveränderung beitragen sollten.
Regisseur Jerry Rothwell bedient sich in How to Change the Worldeiner Fülle von bisher unveröffentlichtem, beeindruckendem Archivmaterial, lässt die ehemaligen Aktivisten zu Wort kommen, greift auf Tagebucheintragungen sowie Animationen zurück. Auch interne Auseinandersetzungen über die gemeinsamen Mittel und Ziele des Protests sowie die „Schattenseiten“ des Erfolgs, als Ende der 70er Jahre Greenpeace International gegründet wird, kommen zur Sprache. (leokino)
Sundance Film Festival 2015, Bester Schnitt
Wir zeigen den Film in Kooperation mit Greenpeace Vorarlberg.
In einem abgelegenen Tal in Island beobachten Nachbarn einander, als wäre Intimität die wertloseste Nebensache der Welt. Der erste offizielle Besuch von Kolbeinn bei der jungen Witwe Solveig wird folglich streng überwacht – aus Distanz und mit entsprechend vielen Ferngläsern. Solveigs Hengst Brúnn und Kolbeinns Stute Grána interessiert das wenig. Unter Beobachtung aller kommen die Isländer-Pferde zu genau der Sache, an die die frisch Verliebten kaum zu denken wagen…
Regisseur Benedikt Erlingsson entfaltet seine geschickt verknüpften Geschichten in der großartigen Landschaft Islands. Er entwirft einen faszinierenden Mikrokosmos, in welchem die Menschen nicht nur mit der rauen Natur, sondern auch mit ihren Bedürfnissen und Wünschen zu kämpfen haben. VON MENSCHEN UND PFERDEN besticht mit eindringlichen Dialogen, einem starken Schauspiel-Ensemble, großartigen Bildern einer einzigartigen Natur, skurrilem und manchmal auch derbem Humor. Der vielfach ausgezeichnete Film über das Pferd im Menschen und den Menschen im Pferd ist ein Film über die Liebe in allen ihren Formen, Irrungen und Wirrungen.
„Dieser Film verdient seinen Kultstatus!“ (The Guardian)
Verblüffende Bilder und köstlich trockener Humor.“ (Variety)
Filmfestival San Sebastian 2013: Bester Debütfilm
Filmfestival Tokyo 2013: Beste Regie
Filmfestival Göteborg 2013: Preis der Internationalen Filmkritik
Tallinn Black Nights Filmfestival 2013: Preis der Internationalen Filmkritik
Filmfestival Brüssel 2014: Bester Film
Nordic Council Award: Bester Film
In einem abgelegenen Tal Islands leben die zwei Brüder Gummi und Kiddi auf benachbarten Bauernhöfen. Sie hüten Schafe, sind meisterhafte, mit Preisen ausgezeichnete Schäfer – aber haben seit 40 Jahren nicht miteinander gesprochen. Plötzlich bricht eine mysteriöse Krankheit unter Kiddis Tieren aus und den Behörden fällt nichts Besseres ein, als den Plan auszugeben, alle Schafe in der Region zu töten. Für die Brüder und die anderen Bauern des Tals wäre ein Verlust ihrer Herden existenzvernichtend, da sie seit jeher von den Tiererzeugnissen leben. Also versuchen die Eigenbrötler, der Bedrohung auf ihre jeweils eigene Art zu begegnen: Gummi mit seinem Verstand und Kiddi mit der Waffe. Doch um der heiklen Lage wirklich Herr zu werden, wird den beiden bald bewusst, dass ihnen nur eine Chance bleibt: Sie müssen sich endlich wieder zusammenraufen.
„Ein Juwel des trockenen Humors“ (The Wallstreet Journal)
„Unprätentiös, präzise, wunderbar, bemerkenswert“ (Programmkino.de)
Cannes 2015, Un Certain Regard Award
Weitere Auszeichnungen bei den Festivals in Denver, Palic, Thessaloniki,
Valladolid und Zürich
Brenna tuat's schon lang
AT, DE 2015 | 95 min | R: Marcus H. Rosenmüller
Spätestens seit Veröffentlichung seines Erfolgsalbums ENTWEDERundODER (2011) ist Hubert von Goisern nicht nur im Kreis der Alpenrock-Fangemeinde ein fixer Begriff. Mit seinen tiefsinnigen und kritischen Texten wurde er plötzlich auch in der Mitte der Gesellschaft gehört. Seine Hits haben Kult-Status erlangt – in seiner Heimat Österreich sowie auch im süddeutschen Raum. Seine persönliche und künstlerische Entwicklung zwischen den Höhepunkten seiner Karriere hingegen ist weitgehend unbekannt. Die Frage: "Was hat Hubert von Goisern eigentlich zwischen seinen großen Erfolgen – Koa Hiatamadl und Brenna tuat's guat – gemacht?" bildet den Ausgangspunkt für die Gesamtschau auf Goiserns aufregendes und singuläres Künstlerleben. (film.at)
1931, unter den Dächern von Paris: Der 12-jährige Waisenjunge Hugo lebt alleine in den Gemäuern eines gigantischen Pariser Bahnhofs. Seit sein Vater, ein talentierter Uhrmacher, bei einem Brand ums Leben gekommen ist, versteckt sich Hugo auf dem Dachboden hinter einer großen Bahnhofsuhr.
Statt zur Schule zu gehen, muss er die Arbeit seines Onkels übernehmen: Täglich macht er einen Kontrollgang durch die großen Hallen, um alle Bahnhofsuhren in Schuss zu halten und aufzuziehen. Dabei muss er sich vor dem strengen Stationsvorsteher in Acht nehmen, der keine Chance auslässt, seinem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Hugos einzige Erinnerungsstücke an seinen Vater sind ein rätselhaftes Notizbuch und ein kaputter Roboter – eine Art Aufziehfigur, die Hugos Vater vor seinem Tod in seiner Uhrmacherwerkstatt zu reparieren versuchte. So lebt Hugo zwischen tickenden Uhren und mysteriösen Notizen, bis er eines Tages die neugierige Isabelle trifft, die sein Leben auf sensationelle Weise verändern wird: Denn sie besitzt einen Schlüssel, der den Roboter zum Leben erwecken kann ...
National Board of Review 2011, Bester Film, Beste Regie Golden Globe 2012, Beste Regie 5 Oscars
3 Euro Aufpreis für 3D- Vorführung
HUMAN NATURE ist ein Film über einen der größten wissenschaftlichen Durchbrüche des 21. Jahrhunderts – CRISPR. Die Gen-Schere CRISPR-CAS9 ermöglicht in den Händen bahnbrechender Wissenschaftler heute eine nie dagewesene Kontrolle über die grundsätzlichsten Bausteine des Lebens. So öffnen sich Wege, um Krankheiten zu heilen, die gesamte Biosphäre umzugestalten und letztlich auch unsere eigenen Kinder zu designen. Die Setzung ethischer Grenzen hinkt diesem rasanten Fortschritt hinterher. Was bedeutet das für die menschliche Evolution? Wie weit darf Forschung gehen?
Der Film nimmt seine Zuschauer mit auf eine Reise von der entferntesten, menschlichen Vergangenheit bis hin zu ebenso spektakulären wie fragwürdigen Prognosen einer ungeklärten Zukunft. Denn ob es uns gefällt oder nicht: diese Zukunft ist bereits in vollem Gange.
„CRISPR. Nerdig? Schon. Aber jeder sollte HUMAN NATURE sehen.
Es geht um die Zukunft der Menschheit. Fesselnder geht es nicht.“
(Die Zeit)
Publikumspreis, Academia Film, Olmütz 2019
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
SE 2013 | 114 min | OmU | Regie: Felix Herngren
Allan Karlsson hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Doch anstatt sich auf die geplante Geburtstagsfeier zu freuen, verschwindet er lieber kurzerhand aus dem Altersheim und macht sich in seinen Pantoffeln auf den Weg zum örtlichen Busbahnhof. Raus aus der Langeweile und rein in ein neues Abenteuer, das ist Allans Ziel. Während seiner Reise kommt er erst zu einem riesigen Vermögen, findet neue Freunde und trifft auf Gauner, Ganoven und Kriminelle, bevor er sich mit Elefantendame Sonja auf den Weg nach Indonesien macht. All das ist für Allan aber schon lange nichts Besonderes mehr, hat er doch die letzten 100 Jahre maßgeblich dazu beigetragen, das politische Geschehen in der Welt unbewusst auf den Kopf zu stellen...
Der erfolgreiche schwedische Regisseur und Comedian Felix Herngren hat Jonas Jonassons internationalen Bestseller mit dem typisch schwedischen Fingerspitzengefühl für schwarzen Humor und absurde Situationen für die Leinwand adaptiert.
Teilnahme Internationale Filmfestspiele Berlin 2014: Berlinale Special
Nisha lebt ein Doppelleben. Zuhause gehorcht sie strikt den Traditionen und Werten ihrer pakistanischen Familie. Draußen mit ihren Freunden verhält sie sich wie ein ganz normaler norwegischer Teenager. Doch als ihr Vater sie mit ihrem Freund erwischt, kollidieren ihre beiden Welten brutal. Nisha wird von ihren Eltern gekidnappt und nach Pakistan gebracht...
In Norwegen war der Film das Tagesgespräch und mit fast 150.000 Besuchern ein Sensationserfolg in den Kinos. (film.at)
„Die 18-jährige Leinwand-Debütantin Maria Mozhdah spielt das Mädchen packend zwischen Zerbrechlichkeit und Stärke, zwischen Duldung und Rebellion. Verstärkt durch die berührend echt wirkenden Handkamerabilder von Nadim Carlsen macht Haq den Zuschauer zu Nishas Komplizen, lässt ihn ihre Geschichte miterleben und mitfühlen. Die Richtung des Films ist von vornherein klar, und doch erzählt Haq ihre Geschichte so packend und konsequent, dass es einem ein ums andere Mal den Atem verschlägt.“ (filmstarts.de)
Les Arcs Filmfestival 2017: Bester Film, Publikumspreis, Preis der Jugendjury
AFI Filmfestival 2017: Publikumspreis
Nordische Filmtage Lübeck 2017: Publikumspreis
Island, ein alleinstehendes Haus an einem abgeschiedenen Ort in betörend schöner Landschaft. Ein ehemaliger Polizist, dessen Frau vor kurzem bei einem Autounfall ums Leben kam verdächtigt einen Mann, eine Affäre mit seiner verstorbenen Frau gehabt zu haben. Seine obsessiven Nachforschungen stellen die Beziehungen zu seinen Nächsten – insbesondere zu seiner geliebten Enkelin – zusehends auf die Probe.
Meteorologische Ereignisse – wunderschön fotografiert von Maria von Hausswolff – spiegeln eindrücklich die seelischen Stürme der Hauptfigur wider. Hlynur Pálmason empfiehlt sich nach seinem preisgekrönten Erstlingsfilm Winter Brother erneut als visionärer Regisseur.
Nominierung Bester Schauspieler (Ingvar Eggert Sigurðsson) – Nominierung European Film Award 2019
Rising Star Award – Cannes Semaine de la Critique 2019
Bester Schauspieler (Ingvar Eggert Sigurðsson) – Montréal Festival of New Cinema 2019
Bester Schauspieler (Ingvar Eggert Sigurðsson) – Transilvania International Film Festival 2019
Bester Film – Motovun Film Festival 2019
AVANTI! Award und Bester Film – Torino Film Festival 2019


























































































