Filmforum Archiv
Das Beste liegt noch vor uns
IT 2023 | 96 min | OmU | R: Nanni Moretti
Giovanni, ein bekannter italienischer Filmemacher, steht kurz vor den Dreharbeiten zu seinem neuesten Film. Aber zwischen seiner kriselnden Ehe, seinem Koproduzenten am Rande des Bankrotts und der sich schnell verändernden Filmindustrie scheint alles gegen ihn und sein Vorhaben zu arbeiten. Vielleicht ist es für Giovanni an der Zeit, seine strenge Vorgehensweise zu überdenken. Moretti verwischt spielerisch die Grenzen zwischen dem Leben, den Filmen seiner Filmfigur sowie seiner eigenen Filmografie und Neurosen und lädt das Publikum ein innezuhalten und die wahre Freude und Magie des Kinos aufs Neue zu entdecken.
Der Film wurde in Cannes uraufgeführt und wurde in Österreich bei der Viennale gezeigt.
„So wie Giovanni noch einmal die Kurve kriegt, so schafft das auch Nanni Moretti mit seinem Film, der immer leichter und witziger wird. Ein paar Gesangs- und Tanzeinlagen sind ebenfalls dabei und wirken beinahe so kathartisch wie ein Regenguss nach einem langen, viel zu heißen Sommertag in Rom.“ (filmstarts.de)
Medienpartnerschaft: Volkshochschule Lindau (Bodensee)
Der junge und hoffnungsvolle Lucien widmet seine ganze Leidenschaft der Dichtkunst. Doch dort, wo er aufwächst, in ländlicher Umgebung und in einem geistig engen familiären Umfeld, wird sein Talent als nutzlos verpönt. Deshalb zieht es den Dichter in die große Stadt Paris! Er verlässt die familiäre Druckerei und versucht fortan, an der Seite einer Mäzenin in Paris Fuß zu fassen und in der Gesellschaft aufzusteigen. Doch ein Rückschlag folgt dem anderen, und bald lernt Lucien hinter den Kulissen die wahren Mechanismen der gesellschaftlichen Macht kennen: Profit, Schein und Fake News.
„Der Film erzählt von Karrieristen, von Korruption und davon, wie Medien die Öffentlichkeit auf Geheiß des jeweiligen Bestbieters manipulieren. Wie spannend und kurz zweieinhalb Kinostunden sein können, ist eine Erfahrung, die jede*r wirklich selber machen sollte.“ (Michael Omasta, Falter)
„Eine lohnende, mitreißende Erzählung über Liebe, Lust und literarischen Ehrgeiz“ (Hollywood Reporter)
Der Film wurde mit sieben Césars ausgezeichnet.
Ilse hat Alzheimer. Ihre Tochter Ulli begleitete sie mit der Kamera die letzten fünf Jahre ihres Lebens in den alltäglichen Situationen einer Demenzkranken. Sie lebt in Krems und wird betreut und versorgt von slowakischen Frauen. Durch die große Vertrautheit unter den Frauen kommt es zu fröhlichen und liebevollen Szenen.
Das Portrait von Ulrike Halmschlager zeigt den Alltag einer an Demenz erkrankten Frau sehr persönlich in allen Facetten und Phasen. Liebevoll und berührend gibt der Film Einblick in die Welt des Vergessens der Erkrankten und der Pflegenden und Angehörigen.
Er möchte vermitteln, wie man dem Menschen in seiner Krankheit wahrnehmen, integrieren und in Liebe begegnen kann. Durch Kinder-, Jugend- und Familienfotos sowie Super 8-Filmmaterial entsteht ein lebendiges Frauenportrait.
Im Anschluss an den Film laden die Veranstalter gemeinsam mit der Filmemacherin sowie Norbert Schnetzer, Pflegedirektor im LKH Rankweil und Projektleiter der Aktion Demenz, zu einem Gespräch mit dem Publikum. Moderation: Gabriela Paumgartner-Eccli
Eine Veranstaltung des Filmforums Bregenz, gemeinsam mit Aktion Demenz und Grüne Bildungswerkstatt.
„Weltenwanderer“ Gregor Sieböck nimmt uns mit auf ein fantastisches Abenteuer nach Patagonia Magica– einen der letzten Plätze dieser Erde, die bis heute ungezähmt existieren dürfen. Reißende Flüsse, uralte Regenwälder, die patagonischen Anden mit Gipfeln ohne Namen, ins Meer fließende Gletscher und mehr. Am Beispiel der unbeschreiblichen Naturschönheit und von Menschen, die mit der Erde im Einklang einfach leben wollen, spricht „Im Fluss des Lebens“ einen dringend notwendigen Paradigmenwechsel an.
In Zusammenarbeit mit „Projekte der Hoffnung“.
Die Welt ist vorrangig optisch geprägt. Aber Wolfgang Fasser machte sich bereits als Kind bewusst, dass sein Weg ein anderer als der der meisten Kinder werden würde. Und deshalb schärfte er schon sehr früh seinen 'Blick' für die hörbare Welt.
Der aus Glarn stammende Wolfgang Fasser arbeitet heute als Musiktherapeut mit schwerbehinderten Kindern in der Toskana. Er befasst sich intensiv mit Klängen und den Geräuschen der Natur, die er als Hörbilder zum 'Begreifen' in seine therapeutische Arbeit einfließen lässt. Er beherrscht unzählige Instrumente und verbindet Musikalität, zwischenmenschliche Fähigkeit und körpertherapeutische Kenntnisse zu einem ganzheitlichen Arbeiten.
In poetischen Bildern erzählt der Film die Geschichte eines sehr besonderen Menschen, der die eigene Lebenserfahrung als Blinder nutzt, um seinen jungen Patienten zu helfen, sich auf die Welt einzulassen und ihre individuellen Möglichkeiten auszuschöpfen.
Florenz 2010 - Publikumspreis
Sao Paolo 2010 - Jury-Preis Best Documentary
Taiwan Int. Film Festival 2010 - Grand Prix
Der Film handelt von Menschen und Kellern und davon, was Menschen in ihren Kellern in der Freizeit tun. Der Film handelt von Obsessionen, von Blasmusik und Opernarien, von teuren Möbeln und billigen Herrenwitzen. Von Sexualität und Schussbereitschaft, Fitness und Faschismus, Peitschenschlägen und Puppen. Im Kellerist ein Filmessay, tragisch und komisch: eine Nachtmeerfahrt durch das Souterrain österreichischer Seelen.
„… Im Kellerwird mit seiner Galerie von übergewichtigen und nackten Körpern, die in unbeschreiblichen Akten beschäftigt sind, Seidls Fans nicht enttäuschen. Man zweifelt jedoch, ob all diese Tableaus wirklich aus dem Leben genommen sind oder ob sich der Autor ein wenig künstlerische Freiheit genommen hat." (Hollywood Reporter)
Ulrich Seidls neuer Film Im Kellerfeierte bei den Filmfestspielen in Venedig seine Premiere. Er löste unterschiedliche Reaktionen aus.
Als der rätselhafte Lehrer Ian in Lissabon eintrifft, um an einer Privat-klinik hinter Klostermauern den Unterricht für eine Klasse blinder Jugendlicher zu übernehmen, ahnt die humorlose Heimleitung nicht, mit welch unorthodoxen Methoden er ihre Mauern erschüttern wird. Ians experimentierfreudiges Ortungsverfahren ohne Blindenstock beschränkt sich nicht auf den Innenhof. Er unternimmt auch mit der menschenscheuen Eva eine gefährliche Exkursion in die Stadt, womit er ihre tiefe Zuneigung gewinnt, aber auch gehörigen Aufruhr an der Schule auslöst.
Der Film wurde bei zahlreichen Filmfestivals gezeigt und beim internationalen Filmfestival Warschau 2012 und beim Polnischen Filmfestival Gdynia 2013 ausgezeichnet.
Als der rätselhafte Lehrer Ian in Lissabon eintrifft, um an einer Privat-klinik hinter Klostermauern den Unterricht für eine Klasse blinder Jugendlicher zu übernehmen, ahnt die humorlose Heimleitung nicht, mit welch unorthodoxen Methoden er ihre Mauern erschüttern wird. Ians experimentierfreudiges Ortungsverfahren ohne Blindenstock beschränkt sich nicht auf den Innenhof. Er unternimmt auch mit der menschenscheuen Eva eine gefährliche Exkursion in die Stadt, womit er ihre tiefe Zuneigung gewinnt, aber auch gehörigen Aufruhr an der Schule auslöst.
Der Film wurde bei zahlreichen Filmfestivals gezeigt und beim internationalen Filmfestival Warschau 2012 und beim Polnischen Filmfestival Gdynia 2013 ausgezeichnet.
Christian ist neu im Großmarkt. Schweigend taucht er in das unbekannte Universum ein: die langen Gänge, die ewige Ordnung der Warenlager, die surreale Mechanik der Gabelstapler. Bruno, der Kollege aus der Getränkeabteilung, nimmt sich seiner an, wird ein väterlicher Freund. Und dann ist da noch Marion von den Süßwaren, die ihre kleinen Scherze mit Christian treibt. Als er sich in sie verliebt, fiebert der ganze Großmarkt mit. Doch Marion ist verheiratet – aber nicht sehr glücklich, wie es heißt… (film.at)
Mit In den Gängenöffnet Thomas Stuber den Blick für die Lebenswelt eines einfachen Angestellten in der ostdeutschen Provinz. In streng kadrierten Bildern entfaltet sich eine Choreografie von Menschen und Dingen, Realität, Sehnsucht und Traum. Alltägliches verwandelt sich in magischen Realismus, der über die zarte Liebesgeschichte hinaus vorsichtig auf das Prinzip Hoffnung verweist. (aus dem Programm der Berlinale)
„„Toni Erdmann“-Star Sandra Hüller und Franz Rogowski („Transit“, „Victoria“) erfüllen diesen Arbeitsplatzflirt der etwas anderen Art mit Leben. Da die Dialoge oft karg und kurz, lakonisch und teilweise furztrocken sind, findet die wahre Kommunikation zwischen ihnen meist über Gesten und Mimik statt.“ (filmstarts.de)
Berlinale 2018, Gildepreis und Preis der Ökumenischen Jury
Deutscher Drehbuchpreis
Ein abgeschiedener Vierseitenhof in der Altmark. Die Wände atmen seit über einem Jahrhundert das Leben der Menschen, die hier wohnen, ihren Geschmack, ihr Sein in der Zeit. In die Sonne schauen erzählt von vier Frauen aus unterschiedlichen Epochen – Alma (1910er), Erika (1940er), Angelika (1980er) und Nelly (2020er) – deren Leben auf unheimliche Weise miteinander verwoben sind. Jede von ihnen erlebt ihre Kindheit oder Jugend auf diesem Hof, doch während sie ihre eigene Gegenwart durchstreifen, offenbaren sich ihnen Spuren der Vergangenheit – unausgesprochene Ängste, verdrängte Traumata, verschüttete Geheimnisse.
Einen großen, epochalen Film hat Mascha Schilinski geschaffen, eine Grand Tour in die feinsten Verzweigungen der Gefühlswelten dieser vier Frauen. Der Film zielt dabei auch auf unsere Gegenwart und unser sich akut veränderndes Erleben von Geschichte und dem Epochenwandel. Ein Film, der sich tief in unsere Wahrnehmung bohrt und die Sensation dort inszeniert, wo das Empfinden am Flüchtigsten ist: im schnell verblassenden Gefühl von Zeit.
Cannes Film Festival 2025: Jury Prize – Joint winners, Eröffnungsfilm
Deutsche Nominierung für den Auslandsoscar 2026
Stell dir vor, du bist der letzte Mensch auf der Welt – was würdest du tun? Du müsstest kein Geld verdienen, könntest hingehen, wohin du willst und hättest plötzlich unendlich viel Zeit. Dem Kameramann Armin passiert genau das im neuen Film von Ulrich Köhler.
Armin ist nicht glücklich in seinem Leben, kann sich aber auch kein anderes vorstellen. Als er eines Morgens aufwacht, ist die Menschheit verschwunden. Armin kann frei von sozialen Zwängen noch mal von vorn anfangen. Aus dem gestressten Loser wird ein zufriedener Naturmann, die deutsche Provinz verwildert fast zum Paradies. Bis unerwartet dort auch eine Eva auftaucht. Ein Film über das beängstigende Geschenk absoluter Freiheit.
„Bildkräftiges Kino von klassischer Präzision, leicht und zugleich formvollendet.“ (Frankfurter Rundschau)
„Ein altbekanntes Sci-Fi-Motiv als vielseitig interpretierbare (Männlichkeits-) Charakterstudie neu gedacht – vollgepackt mit faszinierenden Momenten und besetzt mit einem großartigen Hans Löw.“ (filmstarts.de)
Festival Cannes 2018: Un Certain Regard
Hongkong 1962. Der Zeitungsredakteur Chow bezieht mit seiner Ehefrau eine neue Wohnung in einem Haus der Shanghai-Community. Dort trifft er bald auf Li-zhen, eine wunderschöne junge Frau, die ebenfalls mit ihrem Mann gerade erst eingezogen ist. Während ihre Ehepartner fast nie zu Hause sind, begegnen Chow und Li-zhen sich von nun an fast täglich. Und da ihre Vermieter miteinander befreundet sind, treffen sie sich oft zum Mahjong-Spielen oder um über den allerneuesten Klatsch zu reden. Chow und Li-zhen werden Freunde, aber eines Tages sind sie gezwungen, den Tatsachen ins Auge zu sehen: ihre Ehepartner haben eine Affäre miteinander. Zwischen ihnen entwickelt sich ein gefährliches und verwirrendes Spiel, das ebenso zwischen Imagination und Wahrheit schwebt wie zwischen Erotik, Liebe und Verzweiflung.
In the Mood for Loveist ein melancholisch-poetisches Meisterwerk, mit dem Wong Kar-Wai ein weiteres Mal beweist, dass er über ein schier endloses Repertoire an künstlerischen Ausdrucksmitteln und Ideen verfügt.
„Die schönste Liebesgeschichte der Welt“ (FAZ)
„Atemberaubend wundervoll.“ (The New York Times)
„Eine sinnliche Erinnerung“ (Der Tagesspiegel)
Restauriert in 4K
Der Film von Wong Kar-Wai wurde mit 46 internationalen Filmpreisen ausgezeichnet.
Man feiert in Ost-Berlin den 90. Geburtstag des Genossen Wilhelm Powileit, des alten Widerstandskämpfers, den es während der Wirren des Zweiten Weltkriegs bis nach Mexiko verschlagen hatte und der mithalf, die DDR aufzubauen. Es ist früher Herbst 1989, die Gäste betreten nach und nach die alte, verwitterte Villa und gratulieren dem Alten, der mit herausgestelltem Unwillen in seinem Sessel sitzt und sich feiern lässt – mit dem sozialistischen Hang zu umständlichen Reden und diversen Alkoholika. Ein nachrangiger Vertreter des Ministerrats der DDR verleiht Powileit den Stern der Völkerfreundschaft in Gold, und es ist das kleine Wunder dieses so detailversessenen, traurigen, lustigen Films, dass allein diese steife, groteske und doch irgendwie würdevolle Szene nicht im typischen Klamauk und einfältigen Spott versinkt.
Bruno Ganz spielt hier ganz atemberaubend den alten Powileit. Mit langen, leisen Einstellungen wird die Eingefahrenheit des Greises gezeigt. (leokino)
In Zeiten des abnehmenden Lichtsist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Eugen Ruge, der ein ganzes Jahrhundert umfasst. Hier wurde nicht versucht, den Roman filmisch nachzuerzählen. Stattdessen wurde die Handlung auf einen Tag reduziert. (nach: zeit.de)
Bruno Ganz wurde in dieser Rolle für den Deutschen Filmpreis 2017 nominiert.














































































