Filmforum Archiv
Der Film zum Grundeinkommen lässt sie alle zu Wort kommen – die Frau an der Kasse, Wirtschaftsexperten, Kritiker. Philosophisch, historisch und auch praktisch wird beleuchtet, wie ein bedingungsloses Grundeinkommen funktionieren könnte. Der Film fordert aktives Mitdenken, gibt Anstoß zu Gesprächen und zur Auseinandersetzung mit den eigenen Bildern, Gewohnheiten, Wünschen und Ideen, die wir in uns tragen. Ein Mutmacher, der zeigt, dass Umdenken möglich ist.
Der erste Film zu dem Zukunftsthema, das keinen kalt lässt: Bedingungsloses Grundeinkommen für alle. Das löst Emotionen aus und Fragen: Mehr Möglichkeiten zur eigenen Initiative? Oder der Untergang der Leistungsgesellschaft? Und wie soll es bezahlt werden? Der Film mischt Festgefahrenes auf, zeigt Überraschendes, lässt mit- und weiterdenken. Nehmen wir das Ganze einmal persönlich.
Das bedingungslose Grundeinkommen bringt neue Energien in alle gesellschaftlichen Bereiche. Und überraschend wird es gerade da, wo man Trockenheit erwartet: Tabuthemen sind nicht ausgespart.
Eine Zusammenarbeit mit Runder Tisch – Grundeinkommenim
Rahmen der 8. Internationalen Woche des Grundeinkommens vom
14.-20.09.2015. Im Anschluss an den Film findet ein Publikumsgespräch mit Dr. Michael Striebel und Lydia Etzlstorfer statt.
Die junge Deutsche Marie ist eine, die auszieht, das Fürchten zu lernen. Auf der Flucht vor ihren zerplatzten Lebensträumen und dem Verlust ihrer großen Liebe reist sie für die Organisation Clowns4Helpin die Präfektur Fukushima. Gemeinsam mit dem Clown Moshe will sie den überlebenden Opfern der Dreifachkatastrophe von 2011, die auch Jahre später immer noch in Notunterkünften leben, ein wenig Freude bringen. Schweres leichter machen. Eine Aufgabe, für die Marie, das muss sie sich schon bald eingestehen, überhaupt nicht geeignet ist. Doch bevor sie erneut davonläuft, beschließt Marie, ausgerechnet bei der störrischen alten Satomi zu bleiben, der letzten Geisha Fukushimas, die auf eigene Faust in ihr zerstörtes Haus in der Sperrzone zurückziehen will. Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, die aber beide – jede auf ihre Art – in der Vergangenheit gefangen sind und lernen müssen, sich von ihren Schuldgefühlen und der Last ihrer Erinnerungen zu befreien.
Doris Dörrie und Japan: Das hat schon einmal sehr gut funktioniert! In ihrem Drama Kirschblüten – Hanamiließ sie Elmar Wepper in den ostasiatischen Inselstaat reisen. Nun ist die deutsche Filmemacherin nach Japan zurückgekehrt und erzählt erneut eine universell-poetische Geschichte vom Leben und vom Loslassen.
(filmalden.at)
Berlinale 2016 (Panorama): Preis des Internationalen Verbands der Filmkunsttheater (CICAE); Heiner-Carow-Preis der DEFA-Stiftung
Jim und seine Tochter Veronica, eine junge Musiklehrerin an der Highschool, versuchen, ihre komplizierte Geschichte und ihre verschlungenen Geheimnisse zu entschlüsseln. Nachdem ein Schwindel sehr schief gegangen ist, wird Jims Tochter fälschlicherweise verurteilt, weil sie ihre Autoritätsposition über den 17-jährigen Clive missbraucht hat. Veronica ist dennoch überzeugt, dass sie es verdient, bestraft zu werden, aber für viel frühere Verbrechen. Verwirrt und frustriert von Veronicas Unnachgiebigkeit, beginnt Jims Angst seinen Job als Lebensmittelinspektor zu beeinträchtigen. Er übt große Macht über kleine Familienrestaurants aus; eine Macht, die er ohne zu zögern nutzt.
„Ein raffiniert konstruiertes, spannendes Drama, das auf mehreren Ebenen mit dem Motiv der Fremdheit und des Unverständnisses zwischen Menschen arbeitet.“ (Filmdienst)
Der Film lief im Wettbewerb der renommierten Filmfestspiele in Venedig und Toronto.
In herausragenden Schwarz-Weiß-Bildern begegnet Regisseur Victor Kossakovsky den tierischen Bewohnern auf einem kleinen Bauernhof auf Augenhöhe und erzählt sie als Geschöpfe mit eigener Wahrnehmung, eigenem Empfinden und eigenen Gewohnheiten – eine meditative Reise in das Leben seiner Protagonisten und ihren Kosmos mit seinem ganz eigenen Raum- und Zeitgefüge. Gunda ermöglicht uns, über das Geheimnis tierischen Bewusstseins nachzudenken, und darüber, welche Rolle wir Menschen dabei spielen: ein poetisches Plädoyer für das Recht auf Leben der Lebewesen, die wir sonst nur als „Nutztiere“ wahrnehmen.
„Gunda zeigt aus einer faszinierenden Perspektive das Empfindungsvermögen von Tieren, das üblicherweise – und vielleicht absichtlich – vor unserem Blick versteckt ist. Anzeichen von Stolz und Ehrfurcht, Vergnügen und Glückseligkeit eines neugierigen jungen Schweins, Verzweiflung und totaler Niederlage bestätigen, wie ähnlich alle Arten auf Ereignisse in unserem jeweiligen Leben reagieren und damit umgehen.“ (Joaquin Phoenix)
Stockholm Film Festival 2020, Bester Dokumentarfilm
Sofia International Film Festival 2020, Bester Dokumentarfilm
Russian Guild of Film Critics, Bester Dokumentarfilm
Dublin International Filmfestival 2020, Beste Kamera
Amanda Awards Norway, Beste Kamera, Bestes Sound Design
Gundermannerzählt von einem Baggerfahrer, der Lieder schreibt. Der ein Poet ist, ein Clown und ein Idealist. Der träumt und hofft und liebt und kämpft. Ein Spitzel, der bespitzelt wird. Ein Weltverbesserer, der es nicht besser weiß. Ein Zerrissener. Gundermann ist Liebes- und Musikfilm, Drama über Schuld und Verstrickung, eine Geschichte vom Verdrängen und Sich-Stellen. Gundermann ist ein Film über Heimat. Er blickt noch einmal neu auf ein verschwundenes Land. Es ist nicht zu spät dafür. Es ist an der Zeit. Tastaturkürzel word kopieren
Mit feinem Gespür, Zärtlichkeit und Humor wirft Regisseur Andreas Dresen einen Blick auf das Leben von Gerhard „Gundi“ Gundermann, einem der prägendsten Künstler der Nachwendezeit in Deutschland. Er starb 1998, mit gerade einmal 43 Jahren. Das Drehbuch stammt von Laila Stieler. Die Hauptrolle spielt Alexander Scheer, der alle Lieder im Film selbst eingesungen hat.
„ (...) ist sehr viel mehr als nur die Biografie des Nachwende-Liedermachers. Es ist ein kluger, einfühlsamer, vielschichtiger und berührender Beitrag zur deutsch-deutschen Geschichte, zu einem differenzierteren Umgang ganz ohne arrogante Zeigefinger-Besserwisserei.“ (epd-film)
Die unsichtbaren Männer
IL, NL 2012 | 69 min | OmU | Regie: Yariv Mozer
Die unsichtbaren Männererzählt von verfolgten homosexuellen Palästinensern, die vor ihren Familien geflohen sind und sich jetzt illegal in Tel Aviv aufhalten. Es sind die Lebensgeschichten von Louie, 32 Jahre alt, einem homosexuellen Palästinenser, der sich seit acht Jahren in Tel Aviv versteckt, von Abdu, 24, der in Ramallah geoutet wurde, woraufhin ihn die palästinensischen Sicherheitskräfte der Spionage beschuldigten und ihn folterten, von Faris, 23, der von der West Bank nach Tel Aviv vor seiner Familie entkommen konnte, die ihn töten wollte. Ihre einzige Chance zu überleben: Asyl in Drittländern, jenseits von Israel und Palästina – und ihre Heimat für immer hinter sich zu lassen.
Yariv Mozer (*1978) studierte an der Tel Aviv University, seine bisher 15 Dokumentarfilme sind vielfach ausgezeichnet. Er arbeitete unter anderem als Produzent vonDas Herz von Jenin.
DocAviv, Special Jury Award
Sebastopol Documentary Film Festival 2013: Programmers Award
In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Hohenems im Rahmen des aktuellen Programms Familienaufstellung. Israelische Porträts.
Eine der schönsten Erfahrungen im Kino ist es, die Zeit geschenkt zu bekommen, sich auf die Physiognomie eines Menschen einzulassen, sich an sie zu gewöhnen und sie also schätzen und lieben zu lernen – eine der sinnlichen Erfahrungen, die Ruth Kaaserers Dokumentation von der ersten Minute an ermöglicht. Gwendolyn, die titelgebende Protagonistin, ist etwas über 60, etwas über 50kg schwer, Gewichtheberin und pensionierte Anthropologin. Und sie hatte Krebs. Der Film erzählt von ihrem Comeback als Athletin. Und davon, was Gwendolyn so macht, wenn sie keine Gewichte stemmt. (film.at)
Viennale 2017, ExtraVALUE Film Award - Best Feature Film
Diagonale 2018, Bester Dokumentarfilm und Franz Grabner Preis für Ruth Kaaserer
Gott und die Welt haben ihn erkoren. Aber seine innere Stimme sagt ihm, dass sie sich irren. Die Geschichte vom Papst, der nicht Papst sein will.
Die Kirchenglocken läuten, weißer Rauch steigt in den Himmel und Abertausende auf dem Platz vor dem Petersdom harren in froher Erwartung. Doch Kardinal Melville (Michel Piccoli) ist panisch. Man hat ihn zum Papst gewählt. Was soll er bloß tun? Er kann sich der Welt nicht zeigen – und tut es auch nicht. Schon bald ist die ganze Welt in Sorge, während der Vatikan verzweifelt nach Lösungen sucht. Wie der Papst selbst auch, nur eben auf seine Art: Er büxt aus…
Ein berührender und zärtlicher, nachdenklicher und zugleich unwiderstehlich komischer Film, der in Italien zum Sensationserfolg wurde.
Ein Detektiv untersucht einen Mordfall – und ist bald selbst in die ziemlich mysteriösen und verrückten Ereignisse verstrickt. Er verliebt sich nicht nur in seine Hauptverdächtige, eine schwer durchschaubare Witwe, sondern stößt auch auf eine Untergrund-Kampfveranstaltung, wo sich riesengroße Kuscheltiere kloppen. Und auch Geister und Gestaltenwandler scheinen etwas mit seinem Fall zu tun zu haben.
„Ein meisterhaft inszeniertes, clever konstruiertes, überraschend humorvolles und trotz seiner schmerzhaften Tragik angenehm leichtfüßiges Krimi-Melodram rund um eine zutiefst romantische und absolut faszinierende Katz-und-Maus-Beziehung zwischen einem schlaflosen Ermittler und der Hauptverdächtigen in gleich zwei seiner Mordfälle.“ (Filmstarts.de)
Filmfestspiele Cannes 2022: Beste Regie
und 16 weitere internationale Filmpreise
Eddie Mannix ist ein mit allen Wassern gewaschener Fixer im Hollywood der 1950er Jahre. Als aus dem Hintergrund agierender PR-Agent sorgt er dafür, dass sich die Extravaganzen der Stars nicht zu medialen Skandalen auswachsen, sondern höchstens als Zeitungsenten herausstellen. Seine Dienste sind viel gefragt in Tinseltown – ein weiteres Merkmal seiner Qualitäten, dass wenig davon an die Öffentlichkeit tritt.
Als am Set der prestigeträchtigen Hollywood-Produktion HAIL, CAESAR!, angesiedelt im alten Rom, der Hauptdarsteller Baird Whitlock (George Clooney) spurlos verschwindet, wird Mannix damit beauftragt, alle negative Presse von der Produktion fernzuhalten. Doch die Eitelkeiten der beteiligten Stars, Sternchen und Filmemacher stellen Mannix vor eine Aufgabe, die ihn unweigerlich an seine Grenzen und an den Rand des Wahnsinns führt. (aus: moviepilot.de; film.de)
Hail, Cesar! spielt im Hollywood der 1950er Jahre und bildet den Abschluss der sogenannten Numscull (Hohlkopf) Trilogie der Coen-Brüder, in deren beiden ersten Teilen, O Brother, ... und Intolerable Crueltyebenfalls George Clooney die Hauptrolle spielte. (Leokino)
ACHTUNG: Die Bestellung konnte noch nicht endgültig fixiert werden. Aller Voraussicht nach wird es klappen. Bitte überprüfen Sie trotzdem den Termin auf der homepage oder in der Tagespresse.
Frank und Simone haben sich einen Traum erfüllt und leben mit ihren beiden Kindern in einem Reihenhäuschen am Stadtrand. Sie sind ein glückliches Paar, bis zu dem Tag, an dem bei Frank ein inoperabler Hirntumor diagnostiziert wird. Die Familie ist plötzlich mit dem Sterben konfrontiert.
Halt auf freier Strecke ist eine Geschichte der Extreme, die aus alltäglichen Vorgängen erwachsen, eine Geschichte, die im Tod das Leben feiert.
„Es gibt zig Gründe, sich diesen Film zu ersparen, aber zwei Gründe, ihn sich anzuschauen: Halt auf freier Strecke ist einfach grandios; und es könnte sein, dass er seine Zuschauer zu stärkeren Menschen macht.“ Der Spiegel
Der Film erzählt die Geschichte von Agnes und William Shakespeare, die den frühen Tod ihres elfjährigen Sohnes Hamnet verarbeiten müssen. Ein persönliches Drama, aus dem schließlich die Idee vom wohl größten Bühnenwerk des Dichters entstand: Hamlet. Aus Sicht seiner empfindsamen Frau Agnes erlebt man, wie sie sich in den großen Barden verliebt und die beiden ein gemeinsames Leben planen. Als ihr einziger Sohn Hamnet im Alter von elf Jahren durch die Pest ums Leben kommt, droht ihre große Liebe zu ersticken. Mitten in dieser furchtbaren persönlichen Tragödie beginnt Shakespeare in tiefer Verzweiflung und Trauer Hamlet zu schreiben, eines der großen Dramen der Literaturgeschichte.
„Hochemotional und kunstvoll erzählt Chloé Zhao von der magischen Kraft der Kunst. Und Jessie Buckley erschafft eine Kinofigur für die Ewigkeit …ein Kinomeisterwerk.“ (epd-film)
Golden Globes 2026: Bester Film und Beste Hauptdarstellerin (Jessie Buckley) | 50. Toronto International Film Festival (TIFF 2025): Publikumspreis – Bester Film sowie über 50 weitere Auszeichnungen auf internationalen Festivals.
Medienpartner: Volkshochschule Lindau (Bodensee)












































































