Filmforum Archiv
„Feine Sahne Fischfilet“ um Jan „Monchi“ Gorkow ist heute eine der erfolgreichsten Punkbands in Deutschland und in den Augen des Staates „Vorpommerns gefährlichste Band“.
Wildes Herzist das so intime wie mitreißende Porträt eines jungen Musikers geworden, der sich mit großem Herzen und noch größerer Klappe gegen den Rechtsruck stemmt und dabei von nichts aufzuhalten ist. Der als Schauspieler bekannt gewordene Regisseur Charly Hübner begibt sich auf eine sehr ehrliche und humorvolle Reise mitten ins wild schlagende Herz einer aufgewühlten Region zwischen Verlierern und Gewinnern, zwischen Rückschlägen und tanzenden Triumphen.
„Wildes Herzist ein Heimatfilm der antifaschistischen Art. Das Porträt des Punksängers Jan „Monchi“ Gorkow zielt über das Genre der Musikdokumentation und über die Zielgruppe der Punkfans hinaus. Schauspieler Charly Hübner verbeugt sich in seiner ersten Regiearbeit vor einem Menschen, den er spürbar elektrisierend findet. Und überträgt diese Faszination auf den Zuschauer.“ (Cinetastic.de)
Der 14-jährige Joe ist das einzige Kind von Jeanette und Jerry – einer Hausfrau und einem Golfplatzangestellten – in einer Kleinstadt im Montana der 1960er Jahre. Als in der Nähe der kanadischen Grenze ein unkontrollierter Waldbrand ausbricht und Jerry seinen Job und damit auch seinen täglichen Antrieb verliert, beschließt er, sich dem Kampf gegen das Feuer anzuschließen, und verlässt seine Frau und seinen Sohn, die fortan für sich selbst sorgen müssen. Plötzlich in die Erwachsenenrolle gezwungen, erlebt Joe mit, wie seine Mutter versucht, sich über Wasser zu halten.
Dano erweist sich nicht zuletzt als Könner in Sachen Schauspiel-führung. Ed Oxenbould, verkörpert perfekt die Unschuld und die Passivität von Joe. Und Carey Mulligan vermag in einem Moment wie eine unbeschwerte junge Frau daherzukommen, um schon im nächsten schmerzlich sichtbar zu machen, wie die Scherben zerbrochener Träume einen verbitterten Ausdruck in Jeanettes Gesicht geritzt haben. (moviemento.at)
Americana Film Fest 2019, Critics Prize
Filmfestspiele Turin, Preis der Stadt Turin
Sundance 2018, Wettbewerb
Eintritt frei!
BESTER KURZFILM
Eine Polizistin begleitet einen jungen Insassen namens Farah, der zum Tode verurteilt wurde, bei seinen letzten Stunden in einer somalischen Strafvollzugsanstalt. Um die beiden herum hat die Vorbereitung für die Hinrichtung begonnen. Farah wird von einem Arzt untersucht und von einem Imam betreut. Farah wartet auf den letzten Besuch seiner Eltern.
Die 17-jährige Ree Dolly (Jennifer Lawrence) begibt sich auf die Suche nach ihrem Vater, der das Haus seiner Familie als Kaution eingesetzt hat und dann spurlos verschwunden ist. Getrieben von der Gefahr, ihr Zuhause zu verlieren und in den Wäldern von Südmissouri zu stranden, stellt sich das Mädchen gegen den Schweigekodex der örtlichen Gemeinde und riskiert ihr Leben, um ihre Familie zu retten.
Unbeirrbar und aufrichtig kämpft sie sich durch ein schier unüberwindliches Gestrüpp aus Lügen, Ausflüchten und Bedrohungen, bis sie im letzten, nicht mehr erwarteten Moment zur Wahrheit vordringt.
Sundance Film Festival: Großer Preis der Jury und Preis für das beste Drehbuch.
Seine Eltern wollen ihm ihr Lebenswerk vererben, doch es geht um viel mehr. In diesem Dokumentarfilm hinterfragt Regisseur Simon Baumann seine eigenen Wurzeln, Prägungen, ideelle Überzeugungen und – die Zukunft.
Sein Bruder Kilian Baumann führt als Nationalrat der Grünen und als Präsident der Kleinbauern-Vereinigung die politischen Kämpfe seiner Eltern weiter. Simon hat mit dem Filmemachen einen eigenen Weg gefunden, seine Eltern und ihre Ansichten aus der Distanz zu betrachten und ihnen dennoch nahe zu bleiben. Er stellt die Gerechtigkeit des Erbens kritisch infrage und deckt Widersprüche auf, aber stets mit einem Augenzwinkern. In seinem persönlichen Familienporträt gelingt es dem Regisseur Simon Baumann, über die Innensicht hinaus seine private Suche nach Antworten zu einem gesellschaftsrelevanten und hochaktuellen Thema auszuweiten.
„Auf sehr unprätentiöse Art schonungslos aufrichtig, was den Umgang mit Baumanns eigenen Privilegien angeht – und mit dem schlechten Gewissen, das damit einhergeht.“ (WOZ)
Medienpartner: Bio Austria, Vorarlberg
Aus finanziellen Gründen lassen Anne (Gisela Schneeberger), Eddi (Heiner Lauterbach) und Johannes (Michael Wittenborn) ihre alte Wohngemeinschaft wieder aufleben. Die mittlerweile um die 60 Jahre alten Freunde fühlen sich dabei in ihre eigene Vergangenheit zurückversetzt: Bis spät in die Nacht in der Küche sitzen und Wein trinken, über Gott und die Welt philosophieren – die drei genießen die gemeinsame Zeit und machen nicht selten die Nacht zum Tage. Dass die drei Studenten von damals damit ausgerechnet drei Studenten von heute auf den Schlips treten, die ebenfalls in einer WG des Wohnhauses leben, überrascht die in die Jahre gekommenen Freunde doch sehr. Ist die Jugend von heute etwa so spießig? Oder sind Katharina, Barbara und Thorsten humorlose und streberhafte Ausnahmen ihrer Generation…?
„Ralf Westhoff schreibt die wohl besten Dialoge im deutschen Kino. Sie wirken wie aus dem Leben gegriffen und sind doch poetisch überhöht; an diesen unprätentiösen und doch genauen Wortwitz reichen wenige deutsche Drehbuchautoren heran.“ (zeit.de)
Die Novelle von Marlen Haushofer erzählt die Geschichte der 19-jährigen Stella, die, als sie auf Wunsch ihrer Mutter einige Zeit bei Anna und ihrer Familie in der Großstadt verbringt, von Annas Mann Richard verführt und dann fallen gelassen wird. Als Stella nach einer erzwungenen Abtreibung Selbstmord begeht, ist sich Anna ihrer Mitschuld an diesem tragischen Geschehen bewusst und versucht, durch das Niederschreiben der Geschichte ihre Seele zu reinigen.
Nach dem großen Erfolg der Marlen-Haushofer-Verfilmung Die Wand verfilmt Julian Roman Pölsler erneut einen Stoff der österreichischen Autorin.
Eric Schirl und Christian Kogler untersuchen Zwangsstörungen (OCD) als Bewältigungsmechanismus und erforschen das menschliche Dilemma der Ungewissheit. In vier Kapiteln und im Gespräch mit Menschen in verschiedenen Regionen der Erde beleuchtet ihr Dokumentarfilm die Psyche und unterschiedliche Strategien, um – zumindest vermeintliche – Sicherheit zu erlangen. Wir erhalten Einblicke in persönliche und kollektive Mechanismen zur Risikominimierung, spirituelle Deutungen und mögliche Auswege.
Die Weltpremiere fand bei der heurigen Ausgabe des Crossing Europe Film Festivals in Linz statt. Ein Auszug aus dem Programmheft: „In ruhigen, reflektierenden Bildern eröffnet der Film einen Raum für tiefgehende Betrachtungen über das Zusammenspiel von internen Welten und externen Einflüssen und schärft so das Bewusstsein darüber.“ (Ines Ingerle, Crossing Europe Film Festival)
Der Regisseur Christian Kogler wird bei der Veranstaltung anwesend sein.
Weisheit des Glücks
CH 2024 | 90 min | OmU | R: Barbara Miller, Philip...
Auf dem Höhepunkt seines Lebens im Spannungsfeld zwischen jahrtausendealten tibetisch-buddhistischen Traditionen und der westlichen, globalisierten Gesellschaft betrachtet der Dalai Lama unsere heutige, moderne Welt mit ihren technischen und gesellschaftlichen Errungenschaften, die am Rande eines drohenden Klimakollaps um die Beendigung von Gewalt und Krieg kämpft.
Als erster Friedensnobelpreisträger, der für sein Engagement zum Schutz unseres Planeten ausgezeichnet wurde, zeigt uns der Dalai Lama, dass die Erschaffung einer friedlicheren und glücklicheren Welt für alle Lebewesen möglich ist und dass jede und jeder die dafür notwendigen Werkzeuge in sich trägt.
Mit seinen Erfahrungen, seinem wachen Geist und seinem Humor skizziert der bald 90-Jährige Wege zu einem hoffnungsvollen und zufriedenen Leben und inspiriert uns über die persönliche Entfaltung hinaus, wie wir zu einer friedlichen, ökologisch sinnvollen Zukunft unseres Planeten beitragen können: Das Glück beginnt mit bedingungslosem Mitgefühl und liegt in unseren Händen.
Jason ist Autist. Seine Eltern erhielten die Diagnose, als Jason noch ein Baby war. Seitdem hat sich die Familie mit den Alltagsherausforderungen arrangiert und versucht, Jason ein möglichst normales Umfeld zu bieten. Doch gerade in der Schule eckt Jason immer wieder an und auch die Familienharmonie leidet unter den ständigen Konflikten. Als Jason ganz plötzlich darauf fixiert ist, sich selbst einen Lieblingsfußballverein suchen zu wollen entsteht ein irrwitziger Plan: Jason und sein Vater Mirco werden alle Stadien der drei Profi-Ligen besuchen und dann einen Favoriten für Jason auswählen.
„Marc Rothemund gelang nach einer wahren Geschichte eine leichthändig zwischen Ernst und Witz pendelnde, einfühlsame Tragikomödie.“ (film-netz.com)
Bayrischer Filmpreis 2023, Bester Hauptdarsteller
Medienkooperation: Integration Vorarlberg
Das weltweite Projekt WOMAN bietet zweitausend Frauen aus fünfzig Ländern einen Ort für ihre Stimme. Das Ergebnis ist ein intimes Porträt derjenigen, die die Hälfte der Menschheit ausmachen. All die Ungerechtigkeiten, denen Frauen auf der ganzen Welt ausgesetzt sind, werden ans Licht gebracht. Was WOMAN aber am meisten unterstreicht, ist die ungemeine Stärke der Frauen. Diese Stärke und ihre Fähigkeit, die Welt trotz aller Hindernisse und Ungerechtigkeiten zum Besseren zu verändern, berührt, inspiriert und macht Mut. In dieser neuen Ära, in der Frauenstimmen immer lauter werden, ist das Ziel des Films, nicht nur Rechte zu fordern oder sich auf die Probleme zu konzentrieren, sondern den Stimmen der Frauen endlich Gehör zu schenken, Lösungen zu finden und dafür zu sorgen, dass Frauen nie wieder als „schwächeres Geschlecht“ gesehen werden.
In WOMAN erzählen Frauen ihre rührenden, bemerkenswerten und anregenden Geschichten, sprechen von Mutterschaft, Bildung, Sexualität, Ehe oder finanzieller Unabhängigkeit und über tabuisierte Themen wie Menstruation und häusliche Gewalt. Hunderte Geschichten kommen so zusammen, von Staatschefinnen und Bäuerinnen, von Schönheitsköniginnen und Busfahrerinnen, Geschichten von Frauen aus den abgeschiedensten Regionen der Welt und aus den modernsten Metropolen. WOMAN ist es so gelungen, ein umfassendes Bild davon zu zeichnen, was es in der heutigen Welt bedeutet, eine Frau zu sein. So hat man Frauen noch nie gehört.
„Überwältigend, ergreifend.“ (Le Parisien)
„Ein Abenteuer im Zeichen der Vielfalt und der Gefühle.“ (Elle)
In Kooperation mit dem Verein Amazone
So hat man Frauen noch nie gehört: Woman ist ein weltweites Projekt, das 2000 Frauen in 50 verschiedenen Ländern eine Stimme gibt. Das Ergebnis ist ein intimes Porträt derjenigen, die die Hälfte der Menschheit ausmachen. All die Ungerechtigkeiten, denen Frauen auf der ganzen Welt ausgesetzt sind, werden ans Licht gebracht. Was Woman aber am meisten unterstreicht, ist die ungemeine Stärke der Frauen. Diese Stärke und ihre Fähigkeit, die Welt trotz aller Hindernisse und Ungerechtigkeiten zum Besseren zu verändern, berührt, inspiriert und macht Mut. In dieser neuen Ära, in der Frauenstimmen immer lauter werden, ist das Ziel des Films, nicht nur Rechte zu fordern oder sich auf die Probleme zu konzentrieren, sondern den Stimmen der Frauen endlich Gehör zu schenken, Lösungen zu finden und dafür zu sorgen, dass Frauen nie wieder als „schwächeres Geschlecht“ gesehen werden.
In Woman erzählen hunderte Frauen ihre rührenden, bemerkenswerten und anregenden Geschichten, sprechen von Mutterschaft, Bildung, Sexualität, Ehe oder finanzieller Unabhängigkeit, und über tabuisierte Themen wie Menstruation und häuslicher Gewalt.
„Überwältigend, ergreifend.“ (Le parisien)
Eine Kooperation zum Weltfrauentag mit dem Fachbereich Frauen & Gleichstellung der Stadt Bregenz










































































