Filmforum Archiv
Die aktuelle Dokumentation des Stadtplaners, Fachpublizisten und Filmemachers Reinhard Seiß ist ein aufrüttelndes Plädoyer für eine grundlegende Verkehrswende, die deutlich über die aktuellen politischen Zielsetzungen hinausgeht. Eine solche sieht Seiß als unerlässlich, wenn die Bemühungen um Klimaschutz, aber genauso um Boden- und Ressourcenschonung auch nur ansatzweise Erfolg haben sollen.
Dass Wirtschaft und Bevölkerung problemlos mit sehr viel weniger Autoverkehr auskommen können, führt der Film anhand überzeugender „Best Pratices“ aus dem gesamten deutschen Sprachraum vor Augen. Andererseits zeigt er, wie die Technologiegläubigkeit und Wachstumsfixierung unserer vermeintlich nachhaltigen „Raubbau-Gesellschaft“ einer wirklichen Wende im Wege stehen.
Der Regisseur wird für ein Publikumsgespräch im Kino anwesend sein.
Wir zeigen den Film in Kooperation mit Lebensraum Zukunft Lustenau - Unteres Rheintal, Statttunnel Feldkirch, Alpenschutzverein, GroßEltern für EnkelKinder,Mobilitätswende Jetzt und der Klimakampagne (www.klimakampagne.at)
Weitere Vorstellung: 25.10.2024 im GUK-Kino, Feldkirch
Medienpartnerschaft: Klimakampagne Vorarlberg, Die Grünen Bregenz
Der steirische Bergbauer Christian Bachler zieht auf Facebook gegen den wortgewaltigen Falter-Chefredakteur Florian Klenk zu Felde. Dieser lobt ein Urteil, in dem ein Bauer für das gefährliche Verhalten seiner Kühe verurteilt wurde. Klenk sei ein „arroganter Oberbobo“ und ignoriere die Lage der Bauern: „Steigen Sie von ihrem Bobo-Ross und kommen sie zu einem Praktikum.“ 250.000 Menschen sehen das Video.
Klenk kommt und lernt Bachlers Welt kennen: eine Art alpines Bullerbü mit Kühen, Alpenschweinen, Yaks, Gänsen und Hühnern, eine alternative Landwirtschaft mit Almbetrieb und Selbstvermarktung.
Aus dem Streit wird eine Freundschaft. Als die Bank den Bauernhof versteigern will, startet der Bobo eine Spendenaktion. 13.000 Menschen folgen dem Aufruf und spenden 420.000 Euro, der Hof ist schuldenfrei. Ein modernes Märchen, das beide verändert: Bobo und Bauer kämpfen nun gemeinsam für eine nachhaltige Landwirtschaft.
„Ein Musterbeispiel über vertrauensbildende Maßnahmen und dafür, wie man Menschen wieder an einen Tisch bringt.“ (ZDF Aspekte)
In Kooperation mit bodensee akademie, Bio Austria Vorarlberg, Obst- und Gartenverein Bregenz
Visionär, Aufklärer, Rebell, Sexguru … dem österreichisch-amerikanischen Psychiater Wilhelm Reich wurden zu Lebzeiten und nach seinem Tod viele Bezeichnungen zuteil. Als Pionier des ganzheitlichen Denkens akzeptierte er weder Dogmen noch Denkverbote, und er musste zweimal mit ansehen, wie seine Bücher verbrannt wurden: 1933 von den Nationalsozialisten, 1956 von der amerikanischen Gesundheitsbehörde. Seine Schriften zur Sexualität und zum Faschismus gelten heute als wegweisend, und Reich wurde zu einer intellektuellen Leitfigur der 1968er-Generation.
Antonin Svobodas Spielfilm konzentriert sich auf die letzten Jahre Wilhelm Reichs im amerikanischen Exil, setzt mit einer Gerichtsverhandlung 1956 ein und erzählt in mehreren Rückblenden die spannende und bewegende Geschichte eines Denkers und seiner Auseinandersetzung mit etablierten Institutionen und Meinungen.
Buschi lebt in einer betreuten Wohngemeinschaft und kommuniziert nicht. Eines Tages gerät er in eine Gruppe japanischer Touristen und beschließt spontan, mit ihnen zu reisen. Obwohl er kein Japanisch spricht und von den anderen Touristen oft belächelt wird, entdeckt Buschi eine neue Welt und erlebt Abenteuer, die er sich vorher nie hätte vorstellen können. Die Reise verändert ihn auf eine Weise, die auch seine Betreuer in der Wohngemeinschaft überrascht. (Filmstarts.de)
„Der ungewöhnliche Roadtrip durch Deutschland könnte zum Geheimtipp werden.“ (Cinema)
„Eine liebevolle Geschichte über den Mut, den es braucht, um Grenzen zu überschreiten.“ (Cineuropa)
Talinn Black Nights Filmfestival 2025: Beste Schauspieler Aladdin Detlefsen und Kanji Tsuda
Philipp Hochmair ist ein viel beschäftigter Schauspieler mit Engagements an den großen Bühnen in Wien und Hamburg. Sein Leben ist ausgefüllt mit Einstudieren neuer Texte, Proben und Aufführungen. Die Realität des Alltags ist ihm eine ferne Welt geworden. Als er seinem Onkel Walter, einem rast- und ziellosen Wanderer, begegnet und mit dem Asyl-Schicksal seines Nachbarn Viktor konfrontiert wird, erwacht in ihm ein Bewusstsein, dass das Leben nicht nur auf der Bühne stattfindet.
Diagonale 2013, Bester Österreichischer Spielfilm
Locarno 2012, Silberner Leopard, Bester Hauptdarsteller
Max-Ophüls Preis Saarbrücken
Basilio lebt allein in einer verlassenen sizilianischen Villa und schreibt Musik. Er wird von einem mysteriösen Mentor heimgesucht, der ihn einmal wie ein Kind, einmal wie ein alter Mann dazu antreibt, die „wahre Poesie“ zu suchen. Als Basilio wenig später auf die ebenfalls mysteriöse Karla trifft, beginnt sich seine Welt mehr und mehr in ein Gedicht zu verwandeln. (Kreisfilm)
Robert Gwisdeks verspieltes Debüt Der Junge, dem die Welt gehört ist keine Tragödie, sondern eine Reise ins Innere, ein tiefenpsychologischer Trip. (FAZ)
Der wundersame Gedankenakrobat Robert Gwisdek hat seinen ersten Kinofilm gedreht, es ist ein faszinierend eigenwilliges Debüt. (Süddeutsche)
„Liebesfilm für Verrückte.“ (Robert Gwisdek)
Der Klang der Stimmeerzählt von vier Menschen, die mit Leidenschaft die Grenzen der menschlichen Stimme neu ausloten. Andreas Schaerer experimentiert mit seiner Stimme, um Klänge zu finden, die ihn bei Live Auftritten verwandeln. Die Sopranistin Regula Mühlemann sucht den perfekten 360-Gradrundum-Klang, der frei im ganzen Raum schwebt. Matthias Echternach forscht mit ausgeklügelten wissenschaftlichen Methoden nach dem Geheimnis der Stimme. Und Miriam Helle begleitet mit unkonventionellen Klängen Menschen auf dem Weg zu sich selbst. Eine filmische Annäherung an die transzendente Wirkung der menschlichen Stimme.
„Berührend und anschaulich, fesselt der elegant inszenierte Dokumentarfilm durch seine Genauigkeit und seine dramaturgisch frische Herangehensweise ...“(Filmdienst.de)
Solothurner Filmtage 2018: Publikumspreis
Buenos Aires Documentary Festival: Special Mention
Helge Schneider stellt sein Leben als filmisches Mosaik zusammen. Die Kamera von Sandro Giampietro begleitet ihn durch unterschiedliche Stationen seines künstlerischen Schaffens. Archivaufnahmen auf Super 8 und VHS, inszenierte Sketche, Momentaufnahmen aus dem Alltag und aktuelle Szenen verweben sich zu einem Gesamtbild. Live-Auftritte und speziell für den Film gedrehte Musikclips stehen dabei im Zentrum. Ergänzt wird das Geschehen durch kurze Kommentare des Künstlers selbst. (filmstarts.de)
„(...) echt, schräg und berührend.“ (NDR)
Schon seit Generationen bekämpfen sich die Jungen zweier französischer Dörfer. Warum, das weiß niemand so genau. Neuerdings schneiden die Sieger den Verlierern alle Knöpfe, Hosenträger und Schnürsenkel ab. Das gibt bei den Verlierern zu Hause natürlich Ärger. So beschließen sie, die nächste Schlacht splitternackt zu schlagen. Doch nun lernen sie die unangenehmen Seiten von Brennesseln kennen - vielleicht sind Reserveknöpfe die Lösung?
Alte Stuhlfabrik Höchst | Eintritt: EUR 10,-
ES 2023 | 105 min | DF | R: Patricia Font
Spanien 1935: Der Lehrer Antoni Benaiges übernimmt kurz vor Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs die Grundschule eines kleinen, abgelegenen Dorfes in der Provinz Burgos. Dank seiner antiautoritären Unterrichtsmethoden baut er schnell eine vertrauensvolle Beziehung zu seiner Klasse auf. Doch der freundliche Umgang mit den Kindern wird von Eltern und Dorfvorstehern argwöhnisch beobachtet. Und dann gibt Benaiges seinen Schülern ein Versprechen: In den Sommerferien will er ihnen das Meer zeigen, das diese noch nie gesehen haben. Bei den Eltern stößt diese Idee auf große Skepsis …
75 Jahre später, im Jahr 2010, recherchiert Ariadna, die Enkelin eines seiner damaligen Schüler, die bewegende Geschichte von Antoni Benaiges und entdeckt dabei, mit welch großen Widerständen dieser charismatische Mann zu kämpfen hatte.
Neben Enric Auquer, kehrt Laia Costa, die 2015 mit dem Deutschen Filmpreis für die beste weibliche Hauptrolle in Victoria ausgezeichnet wurde, auf die Leinwände zurück. In seinem Heimatland Spanien erhielt der Film fünf GOYA-Nominierungen und war mit über 250.000 Besuchern ein beachtlicher Erfolg an den Kinokassen. (filmladen)
Wir zeigen den Film auf Wunsch unseres Kooperationspartners „Höchste Zeit“ ausnahmsweise in Deutsch synchronisierter Fassung.
Claire schreibt gerne romantische Endlos-SMS und will alles ausdiskutieren, Leo hasst SMS, und statt über ihre Beziehung zu reden, genießt er lieber unbeschwert den letzten schönen Herbsttag. Sie hat Angst vor Krankheiten, er weniger, sie repariert ihr Fahrrad selbst, er sieht das gar nicht ein und geht lieber wandern. Claire hat das Gefühl, Leo ist nicht richtig bei ihr, er sieht durch sie hindurch, vergisst sie, sobald sie ihm aus dem Blickwinkel gerät. Leo hingegen ist überfordert, er hätte gerne eine Claire-Gebrauchsanweisung. Wie geht das eigentlich, zusammen glücklich sein? Im Erzählen über sich und den anderen, über hohe Ideale, eigene Sehnsüchte, kleine Schwächen und Alltagsschlamassel, über Streit und Versöhnung versuchen sie herauszufinden, ob ihre Liebe eine Zukunft hat.














































































