Filmforum Archiv
In einem abgelegenen Dorf in Somalia kämpft Mamargade, ein alleinerziehender Vater, mit den Herausforderungen des täglichen Lebens. Seine Schwester Araweelo sucht nach ihrer Scheidung bei ihm ein neues Zuhause. Cigaal, sein Sohn, wird in den Turbulenzen dieser zerbrechlichen Familie manchmal übersehen. Trotz unterschiedlicher Ziele in einer komplexen Welt findet die Familie durch Liebe, Vertrauen und Zuversicht ihren eigenen Weg.
Mo Harawe ist ein somalisch-österreichischer Drehbuchautor und Regisseur, der in Mogadischu geboren wurde. Er studierte Visuelle Kommunikation und Film an der Kunsthochschule Kassel.
„Der Film gewährt einen Einblick in das Leben einer somalischen Patchwork-Familie. Mit ruhigen, eindringlichen Performances hat uns dieser Film gleichermaßen berührt wie aufgeklärt.“ (Filmfest München)
Viennale 2024: Vienna Film Award – Bester österreichischer Film | Chicago Film Festival 2024: Gold Hugo – New Directors Competition | Cork Film Festival 2024: Spirit of the Festival Award – Best Film | Filmfest München 2024: CineCoPro Award
Wir zeigen den Film in Zusammenarbeit mit der Caritas Flüchtlingshilfe
Brendan Fraser gibt im neuen Film von Darren Aronofsky ein überwältigendes Comeback. The Whale erzählt die Geschichte des zurückgezogen lebenden Charlie, der einen letzten Versuch unternimmt, sich nach langer Zeit mit seiner Tochter zu versöhnen. Ein beeindruckender und zutiefst bewegender Film über die menschliche Suche nach Liebe und die Kraft der Vergebung. (Panda Filmverleih)
„The Whale wurde in der Filmpreissaison 2022/23 bisher für über 130 internationale Film- bzw. Festivalpreise nominiert, von denen das Werk mehr als 30 gewinnen konnte. Vielfach ausgezeichnet oder nominiert wurde die Leistung von Hauptdarsteller Brendan Fraser.“ (Wiki)
Sind Wale Individuen mit der Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung und Intelligenz? Janie Wray und Hermann Meuter sind fest davon überzeugt. Seit 15 Jahren dokumentieren die beiden Wal-Forscher das Verhalten von Orcas, Buckel- und Finnwalen an der Westküste Kanadas. 70 Meilen von ihren Forschungsstationen entfernt liegt die kleine Küstenstadt Kitimat. Hier wird eine gigantische Exportanlage für Flüssiggas (LNG) geplant. Auf Supertankern soll das Gas nach Asien exportiert werden. Was die Tankerroute für die Wale bedeuten wird, ist nicht absehbar.
In ihrem Film wirft Regisseurin Mirjam Leuze die Frage auf, ob wir Menschen das Recht haben, die Welt ausschließlich nach unseren Bedürfnissen zu formen. Was wäre, wenn Selbstwahrnehmung, Mitgefühl und Denken nicht ausschließlich menschliche Fähigkeiten wären?
Wir zeigen den Film in Kooperation mit dem Kunsthaus Bregenz. Mit der Kinokarte erhalten Sie vom 8. bis 11. Juni freien Eintritt zur Ausstellung von Monira Al Qadiri.
Medienpartnerschaft mit dem Naturschutzbund
Die Karte meiner Träume
FR, CA 2013 | 105 min | EOmdU | R: Jean-Pierre Jeunet
Der 12-jährige T.S. Spivet lebt mit seiner Familie in Montana. Seine Mutter, welche er nur Dr. Clair nennt, ist Wissenschaftlerin und sein Vater ist ein leidenschaftlicher Cowboy. Der kleine Junge begeistert sich für das Zeichnen von Landkarten und liebt es, kleinere Dinge zu erfinden. Als er eines Tages einen Anruf des Smithsonian Institute erhält, welche ihm einen Preis für die Erfindung des Perpetuum Mobiles verleihen möchten, beschließt er sich ganz alleine auf den Weg zu machen und den Preis entgegen zu nehmen.
The Young and Prosigious T. S. Spivetbasiert auf dem ersten Buch The Selected Works of T.S. Spivetdes Autors Reif Larsen. Kein geringerer als Jean-Pierre Jeunet hat sich des Films sowohl als Regisseur als auch als Produzent und Drehbuchautor angenommen. Wer, außer dem Macher von Die Stadt der verlorenen Kinder (1993) und Die fabelhafte Welt der Amélie(2001), könnte eine magische und bezaubernde Geschichte besser inszenieren als er? (filmkritiken.de)
Bei der 39. César-Verleihung wurde Die Karte meiner Träume für die beste Kameraarbeit ausgezeichnet.
Regisseur und Drehbuchautor Jonathan Glazer ließ sich für den Film von dem gleichnamigen Buch des verstorbenen Autors Martin Amis inspirieren. Sein in deutscher Sprache gedrehter Film beleuchtet die Schrecken des Holocaust aus der Perspektive von Rudolf und Hedwig Höß, dem Kommandanten von Auschwitz und seiner Familie, die in ihrem Bilderbuchheim Mauer an Mauer mit dem Vernichtungslager ein äußerst privilegiertes Leben führen.
„Wichtiger noch als Sprache und Bilder ist die Tonspur, denn Geräusche lassen sich anders als Bilder kaum ausblenden. Man hört Schreie, Schüsse oder Kommandos – die oft mit Ansichten einer Sommeridylle kontrastieren. Dieser totale Gegensatz von Bild- und Ton-Ebene (...) trägt entscheidend zum nachhaltigen Unbehagen bei, das der Film auslöst. (kunstundfilm.de)
„ein Kunstwerk (...), so ansprechend und hässlich wie das Leben, gleichermaßen fantastisch und banal.“ (film-rezensionen.de)
Oscars 2024, Bester Internationaler Film, Bester Ton
Cannes 2023, Grand Prix du Festival, FIPRESCI-Preis, Bester Ton
Und über weitere 50 internationale Auszeichnungen
Medienpartnerschaft: Jüdisches Museum Hohenems | Johann-August-Malin-Gesellschaft | OeAD erinnern:at
Thelma verlässt ihre streng religiöse Familie an der idyllischen norwegischen Westküste, um in Oslo ein Studium zu beginnen. Das Campusleben lockt mit neuen Versuchungen: Als Thelma ihre Kommilitonin Anja kennenlernt, entwickelt sich zwischen den beiden eine starke Anziehungskraft. Gleichzeitig beginnt Thelma unter unerklärlichen, epilepsieartigen Anfällen zu leiden, die an Häufigkeit und Intensität zunehmen, je mehr sie ihre Freiheit auskostet. Thelma ahnt, dass mysteriöse Kräfte in ihr die unheimlichen Anfälle auslösen. Auf der Suche nach Antworten stößt sie auf ein dunkles Geheimnis: Ihre Gabe kam schon einmal zum Vorschein ... (film.at)
Der preisgekrönte Regisseur Joachim Trier präsentiert mit Thelma einen sinnlichen Mystery-Thriller über eine junge Frau zwischen Unterdrückung und Verführung. Auf visueller Ebene besticht der norwegische Oscar®-Beitrag als meisterhafte Verneigung vor dem Kino der 80er Jahre. Getragen von der phantastischen, jungen Hauptdarstellerin Eili Harboe entwirft Thelma übernatürliches Kino zwischen faszinierender Bilderpracht und entfesselter Symbolsprache. (thimfilm)
„Einer der besten Filme des Jahres.” (Esquire)
7 Internationale Filmpreise bei den Festspielen in Mar del Plata, Denver, Houston, Norwegischer Filmpreis, u.a.
Dieser zutiefst beeindruckende Dokumentarfilm von Peter Jackson schildert den Alltag britischer Soldaten im Ersten Weltkrieg. Unter Verwendung modernster Technik (digitale Restaurierung, Kolorierung, Ändern der Bildrate) erweckt der neuseeländische Regisseur historisches Filmmaterial aus den Archiven des Imperial War Museum zum Leben, wie man es noch nie zuvor gesehen hat. Kommentare stammen nicht von einem Erzähler, sondern von Veteranen und Zeitzeugen aus BBC-Tonaufnahmen der 1960er und 70er Jahre. Noch nie konnte ein Film intensiver vermitteln, wie sich der Erste Weltkrieg für die Soldaten an der Front angefühlt hat.
„Jackson konzentriert sich auf die Erfahrung der einfachen Soldaten an der Westfront, viele davon im Teenageralter, zeigt dabei aber nicht nur das Grauen, sondern auch Situationen, in denen gelacht wurde, auch wenn es nichts zu lachen gab.“ (Neue Zürcher Zeitung)
Publikumsgespräch mit Historikerin Simone Drechsler im Anschluss an den Film.
In Kooperation mit: Grüne Bildungswerkstatt Vorarlberg, erinnern.at, acus - Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie, Renner Institut, Vorarlberger Landesbibliothek
This Ain't Californiaist die Geschichte einer besonderen Freund-schaft, die sich verliert, als die Freiheit beginnt. Die modern erzählte Collage der Erinnerung ist ein dokumentarischer Trip durch die kuriose Welt der „Rollbrettfahrer“ in der DDR der Achtzigerjahre. Allein die Tatsache, dass sich dieser kalifornische Spaß auch jenseits der Mauer finden ließ, ist bereits Sensation genug. Regisseur Marten Persiel schafft es, eine Subkultur der DDR zu zeigen, über die es noch nie einen Film gegeben hat – frei von den gängigen Klischees. Zusammen mit den Produzenten Ronald Vietz und Michael Schöbel von der Wildfremd Production ist es dem Regisseur gelungen, die Helden der Szene von damals heute wieder zusammen zu bringen. Sie erzählen von wilden Partys, von der ersten Liebe, den Freunden, die sich nach der Wende aus den Augen verloren hatten und vom Aufeinandertreffen der west- und ostdeutschen Skater.
“So lässig und unterhaltsam hatte bisher niemand über jugendliches Lebensgefühl in der DDR erzählt. Geballte Emotion, rasant und stilsicher geschnitten und von einem guten musikalischen Gespür. […] grandioser Film“(Zitty)
Kurzfilme aus Israel mit Publikumsgespräch
IL, Regie: Nurit Sharett, Guy Ben Ner, Itamar Rose,...
Nurit Sharett, Guy Ben Ner, Itamar Rose, Dana Levy, Roee Rosen und Dor Guez setzen sich in ihren Videos mit kontroversen Themen der israelischen Gesellschaft auseinander, von den sozialen Protesten des Sommers 2011 bis zu den gesellschaftlichen Feindbildern, mit Fantasien von Zugehörigkeit und Identität, mit dem Einfluss der Medien auf die Bewältigung des Alltags und der Besatzungspolitik.
Dor Guez wurde 1980 in Jerusalem geboren, mit arabischen und jüdischen Wurzeln. Als Künstler kombiniert er verschiedene Medien, vor allem Video und Fotografie. Er lehrt Geschichte und Theorie an der Bezalel Kunst- und Designakademie in Jerusalem und ist als Archivforscher für die Universität Tel Aviv tätig. 2009 gründete er das erste Archiv, das der christlich-palästinensischen Minderheit im Nahen Osten gewidmet ist. Olga Stefan, in Rumänien geboren und in den USA groß geworden, lebt als freie Kuratorin und Kunsthistorikerin in Zürich.
Nach den Filmen findet ein Gespräch zwischen der Kuratorin Olga Stefan und Nurit Sharett über Fragen der Identität, Zugehörigkeit und Nationalität statt (in englischer Sprache).
Eine Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Hohenems im Rahmen des
aktuellen Programms Familienaufstellung. Israelische Porträts.
Regen auf der Fensterscheibe, ein Feuerwehrauto, ein Kater, der unzählige Nachkommen gezeugt hat: Es ist das absichtlich absichtslose Schauen, das den Zufall zulässt, ein Erzählen und Erinnern auf Fährten, die Ruth Beckermann kreuz und quer durch Europa und rund ums Mittelmeer verfolgt. Nigerianische Asylbewerber in Sizilien, ein arabischer Musiker in Galiläa, bierselige Nationalisten in Wien, die kapitolinische Wölfin und drei verschleierte junge Frauen, die minutenlang versuchen, eine stark befahrene Straße in Alexandria zu überqueren. Fäden, Tücher und Textilien tauchen immer wieder auf wie Lesezeichen in einem Gewebe aus Reisebewegungen und Fluchtbewegungen.
Die Regisseurin Ruth Beckermann wird für ein Gespräch im Kino anwesend sein
Wir zeigen den Film in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum, Hohenems.
US, GB, 2017 | 115 min | OmU | R: Martin McDonagh
„Bei der Vergewaltigung ermordet“, „Und immer noch keine Festnahmen?“, „Wie kann das sein, Polizeichef Willoughby?“: Das lässt Mildred Hayes auf die drei Werbetafeln am Ortseingang der Kleinstadt Ebbing schreiben. Monate sind vergangen, seitdem Mildreds jugendliche Tochter vergewaltigt wurde. Der Täter wurde nicht geschnappt, weil, so vermutet die trauernde Mutter, die Polizei lieber Schwarze vermöbelt. Willoughby versucht einen Kleinkrieg mit Mildred zu vermeiden. Doch sie ist ein Eine-Frau-Gottesgericht von eigenen Gnaden.
Fünf Jahre nach seiner Krimikomödie 7 Psychos meldet sich Oscar-Gewinner Martin McDonagh (Brügge sehen… und sterben?) zurück mit einer weiteren pechschwarzen Komödie, die mit skurrilem Humor und ausgefeilten Figuren auffällt. In einer Art modernem Rosenkrieg lässt er einen Streit brutal entgleisen, der sich für eine ganze Gemeinde zur Glaubensfrage entwickelt. Frances McDormand, Woody Harrelson und Sam Rockwell waren nie besser als in dieser wunderbaren Moritat, die einem auch emotional nahegeht.
„Obwohl der Film fast durchgängig immer wieder für große Lacher sorgt, sind es vor allem die Anklänge von Leid, Mitgefühl und Buße, die nachhaltig in Erinnerung bleiben.“ (The Hollywood Reporter)
Ausgezeichnet mit 4 Golden Globes
Nominiert für 7 Oscars und über 70 weitere internationale Auszeichnungen
Der Zusammenstoß mit einem Schaf wird für Anna und Nick zum Ausgangspunkt einer Komödie der Irrungen über die Rätsel von Liebe und Täuschung – und einem raffinierten Mindgame zwischen Wien und den Schweizer Alpen.
Anna und Nick nehmen eine Auszeit von ihrem Alltag im schweizerischen Jura: Er will Rezepte der lokalen Küche sammeln und sie endlich ein neues Buch schreiben. Und auch ihre Beziehung könnte eine Auffrischung brauchen. Anna glaubt, dass Nick ein Verhältnis mit ihrer Nachbarin Andrea hat. Die attraktive Mischa soll währenddessen auf ihre Wiener Wohnung aufpassen. Anna findet, dass sie wie Andrea aussieht und auch im fernen Lausanne will sie Andrea in einer Eisverkäuferin erkennen. Zudem geschehen seltsame Dinge im Ferienhaus, die scheinbar nur sie wahrnehmen kann. Liegt es an dem Autounfall, den Anna mit Nick hatte? Bildet sie sich das alles nur ein? Oder ist das alles nur ein Traum – und falls ja: Wer träumt ihn eigentlich?
Der in der Schweiz lebende polnische Regisseur Greg Zglinski war begeistert von diesem Drehbuch von Jörg Kalt, konnte es aber erst jetzt realisieren –dafür aber mit Starbesetzung. (Schweizer Fernsehen SRF).
Zürich Filmfestival 2017, Emerging Swiss Talent Award für Greg Zglinski














































































