Filmforum Archiv
Der Phönizische Meisterstreich
US 2025 | 101 min | OmU | R: Wes Anderson
Der halbseidene Geschäftsmann Zsa-Zsa Korda, dem nachgesagt wird, dass er alle drei seiner Frauen ermorden ließ, ist der reichste Mann Europas. Und weil er bei seinen Geschäften weder auf Staaten noch auf seine Konkurrenz Rücksicht nimmt, trachtet ihm die halbe Welt nach dem Leben. Als in seinem Privatflieger eine Bombe explodiert und er nach einer Crashlandung in einem Maisfeld nur knapp mit dem Leben davonkommt, ist für Zsa-Zsa klar, dass er etwas ändern muss: Also lässt er seine Nonnen-Tochter Liesl aus dem Kloster holen, um sie auf Probezeit als seine Alleinerbin und Geschäftsnachfolgerin einzusetzen. (filmstarts.de)
„Wes Anderson entzückt uns mit seinem unterdessen zwölften Film und findet darin zu seinen narrativen Wurzeln zurück. Natürlich dürfen auch diesmal ein Riesen-Cast und seine signifikanten optischen Stilmittel und Arrangements nicht fehlen. The Phoenician Scheme bietet rasante, kurzweilige Unterhaltung und setzt in der Charakterzeichnung gekonnt Humor und Charme ein.“ (outnow.ch)
Luke ist Motorradstuntman und ein wortkarger Einzelgänger. Seinen Lebensunterhalt verdient er auf einem Jahrmarkt, mit dem er von Stadt zu Stadt zieht. Avery Cross ist ein ehrgeiziger Kleinstadtpolizist, der versucht, sich durch einen rasanten Aufstieg auf der Karriereleiter von seinen familiären Probleme abzulenken – koste es, was es wolle.
Als Luke eines Tages seinen One-Night-Stand Romina wieder trifft, erfährt er, dass er Vater geworden ist. Luke beschließt, Verantwortung für seinen Sohn zu übernehmen – auf seine Art: Mit Hilfe des Hinterwäldler-Mechanikers Robin beginnt er Banken auszurauben und setzt dabei auf sein fahrerisches Können. Bei den Überfällen geht er immer dreister vor, bis eines Tages ein Coup schief läuft und Luke sich in ein Haus flüchten muss, in dem er von Avery Cross gestellt wird...
"… zwischen dem Mainstreamkino der Attraktionen und der Sparsamkeit des Arthousefilms steuert Cianfrance einen angenehm unorthodoxen visuellen Kurs. Da gibt es gleich zu Anfang eine spektakuläre, lange Einstellung, die quer über den Jahrmarkt und dort in eine krachende Motorradshow führt. Da finden Verfolgungsjagden in dampfenden Wäldern statt, flackern bedrohliche Szenen in hektischer, durchlöcherter Montage über die Leinwand." (Die Zeit)
In einer nahen Zukunft, in der der technologische Fortschritt unaufhaltsam ist und die Natur nur noch eine vergangene Ära darstellt, teilen sich Rachel und Alvy den Wunsch, Eltern zu werden. Das Glück des Paares wird jedoch auf die Probe gestellt, als Rachel einen begehrten Platz im modernen Geburtszentrum der Boom-Company ergattert. Dieser ermöglicht es, auf unkomplizierte Weise ein Baby künstlich auszutragen, ohne die Karriere zu unterbrechen oder die Strapazen einer natürlichen Schwangerschaft zu erleben.
„Eine kluge filmische Reflexion – und ein Ausblick auf die Zeit, wenn ChatGPT das Kind erzieht.“ (filmgazette)
Sundance Film Festival 2023: Alfred P. Sloan Feature Film Prize
Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann
US 2020 | 82 min | OmU | R: Jerry Rothwell
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Naoki Higashida und gibt Einblicke in ein intensives und überwältigendes, aber ebenso sinnliches und bisher eher unentdecktes Universum. Higashidas bringt uns die Welt des Autismus näher, die er selbst mit 13 Jahren dokumentiert hat – mit intimen Porträts von bemerkenswerten jungen Menschen aus aller Welt, die sein berührendes Schicksal teilen.
Regisseur Jerry Rothwell war es ein Anliegen, das Publikum mit seinem Film zu ermutigten, Autismus von innen heraus zu begreifen und zu erkennen, dass es andere Weisen gibt, die Welt wahrzunehmen. Ihm ist damit eine unvergleichliche Kinoerfahrung gelungen.
„Die beachtenswerte Doku The Reason I Jump erforscht die Sinneswahrnehmung und Empfindungen autistisch erkrankter Jugendlicher. Sie gibt Menschen eine Stimme, die auf ihre ganz eigene Art mit der Welt kommunizieren.“ (cineman)
Der Film gewann sowohl beim Sundance Festival wie auch bei den British Independent Film Awards und den Festivals von Valladolid und Denver den Preis
für den Besten Dokumentarfilm
In Kooperation mit Integration Vorarlberg, Verein Autistenhilfe Vorarlberg
Wer in Oxford in den elitären Riot Clubaufgenommen werden will, braucht das gewisse Etwas: den Charme, das Elternhaus und das nötige Kleingeld. Hier trifft sich die künftige Elite der Gesellschaft. Als die exklusive Runde neue Mitglieder sucht, fällt die Wahl auf die Studienanfänger Miles (Max Irons) und Alistair (Sam Claflin). Für Alistair ist das keine Überraschung, war doch schon sein großer Bruder Präsident des legendären Zirkels. Auch der eher bodenständige Miles zögert nicht lange, obwohl seine Freundin Lauren (Holliday Grainger) seine arroganten neuen Freunde nicht ausstehen kann. Höhepunkt des Jahres ist das traditionelle Dinner in einem abgelegenen Pub, ein Exzess, der für gewöhnlich schlimm endet. Doch wozu seine neuen Freunde wirklich in der Lage sind, ahnt Miles erst, als die Situation völlig außer Kontrolle gerät und er vor einer furchtbaren Entscheidung steht …
Verwöhnt, reich, sexy und durch und durch verdorben! Nach ihrer liebevollen Verneigung vor den Sixties in An Educationwirft die dänische Regisseurin Lone Scherfig erneut einen Blick auf die britische Gesellschaft!
Ingrid und Martha waren zu Anfang ihrer beider Karrieren gut befreundet. Inzwischen hat sich der Kontakt verloren. Ingrid ist erfolgreiche Schriftstellerin, während Martha sich als Kriegsreporterin einen Namen gemacht hat. Als Ingrid erfährt, dass ihre ehemals enge Freundin schwer an Krebs erkrankt ist, besucht sie Martha umgehend im Krankenhaus und spricht ihr Mut zu.
Nachdem aber die letzte Therapie nicht anschlug, sehnt sich die Krebspatientin nach einem Schlussstrich. Und sie hat eine ungewöhnliche Bitte: Martha möchte ihr Leben beenden und wünscht sich dabei eine Vertraute in der Nähe. Im Zimmer nebenan, um genau zu sein. Zu ihrer Tochter hat sie keinen Kontakt, einige Freundinnen haben bereits abgelehnt. Nach anfänglichen Zweifeln lässt Ingrid sich auf den Plan ein.
„The Room Next Door fließt wie eine Ballade und ist in seiner Form wie ein Sonett: das Leben, die Krankheit, der Tod, dann die Stille danach. Bunte Schneeflocken fallen vom Himmel. Dann entlässt uns der Film zurück in unser Leben, voller Fragen, doch etwas weiser als vorher.“ (kino-zeit.de)
Film Festival Venedig 2024, Goldener Löwe und Brian Award
Für das Bilderbuchehepaar Ivy und Theo scheint das Leben wunderbar leicht zu sein: erfolgreiche Karrieren, eine liebevolle Ehe, großartige Kinder. Doch hinter der Fassade ihres vermeintlich perfekten Lebens braut sich ein Sturm zusammen. Als Theos Karriere einen empfindlichen Knick erleidet, nimmt Ivys hingegen steil an Fahrt auf. Zwischen den beiden entzündet sich ein explosives Feuerwerk aus harter Konkurrenz und versteckten Ressentiments.
The Rosesist die Neuinterpretation des Filmklassikers Der Rosenkrieg von 1989, der auf dem gleichnamigen Roman von Warren Adler basiert. (votivkino.at)
„Benedict Cumberbatch und Olivia Colman sind schlichtweg grandios – sowohl als liebendes (Ehe-)Paar als auch als erbitterte Kontrahent*innen, die bei ihrem ganz persönlichen Rosenkrieg nach und nach jede britische Zurückhaltung über Bord werfen. Gnadenlos lustig und dabei auch noch überraschend berührend.“ (filmstarts.de)
Medienpartnerschaft: Volkshochschule Lindau
Karl-Tizian-Platz vor dem Kunsthaus | Eintritt frei | freie Platzwahl | ohne Reservierung
US 2001 | OmU | 110 Min | R: Wes Anderson
»The Royal Tenenbaums ist eine witzige, berührende und brillant stilisierte Studie über Melancholie und Wiedergutmachung.« (filmcasino.at)
Mit der Scheidung ihrer Eltern (Gene Hackman und Anjelica Huston) bricht für die verwöhnten erwachsenen Kinder der Tenenbaums eine Welt zusammen. Kultfilm mit legendärer Besetzung (Ben Stiller, Luke Wilson, Gwyneth Paltrow) und ikonischen Figuren.
Das Salz der Erde
FR, BR 2014 | 110 min | OmU | R: Wim Wenders, Juliano...
Der aus Brasilienstammende Fotograf Sebastião Salgado dokumentierte in den vergangenen 40 Jahren die Spuren unserer Menschheitsgeschichte auf allen Kontinenten. Als sozialdokumentarischer Fotografwurde er Zeuge von internationalen Konflikten, Vertreibung, Krieg, Hunger und Leid. Dies hielt er mit seinen Schwarz-Weiß-Fotos in Bildreportagen und Fotobänden wie „Workers – Arbeiter. Zur Archäologie des Industriezeitalters“, „Migranten“ oder „Afrika“ fest. Salgado erkrankte seelisch an dem Gesehenen und widmete sich fortan mit seinem Fotoprojekt „Genesis“ den paradiesischen, von Menschen unberührten Orten der Erde. Damit kehrt er an den Ursprung allen Lebens zurück und offenbart eine Hommagean die Schönheit unseres Planeten.
Der Film zeigt das Leben und die Arbeit von Sebastião Salgado aus der Perspektive von zwei Regisseuren: zum einen aus der seines Sohnes Juliano Ribeiro Salgado, der den Vater oftmals bei seinen Reisen mit der Filmkamera begleitete, zum anderen aus der Sicht des Filmemachers Wim Wenders, der selbst Fotograf ist.
„Wim Wenders’ neuer Dokumentarfilm porträtiert einen außergewöhnlichen Künstler auf berührende Art und Weise. […] Durch eine eindrucksvolle und einzigartige Technik bringt Wenders die Geschichten zu den Bildern auf die Leinwand und gewährt dem Publikum einen Einblick in die Welt des Fotografen.“ (outnow.ch)
„Im Fluss der Bilder macht der Film sinnlich erfahrbar, wie weit sich der Mensch im Zuge der Naturbeherrschung von sich selbst entfernt hat, wie die Formen der Ausbeutung einander bedingen. Das ergibt am Ende mehr als eine Künstlerbiografie. Es ist eine eigene ästhetisch-politische Intervention.“ (epd-film)
Das Salz der Erde
FR, BR 2014 | 110 min| R: Wim Wenders, Juliano Ribeiro...
Der aus Brasilien stammende Fotograf Sebastião Salgado dokumentierte in den vergangenen 40 Jahren die Spuren unserer Mensch-heitsgeschichte auf allen Kontinenten. Als sozialdokumentarischer Fotograf wurde er Zeuge von internationalen Konflikten, Vertreibung, Krieg, Hunger und Leid. Dies hielt er mit seinen Schwarz-Weiß-Fotos in Bildreportagen und Fotobänden wie Workers – Arbeiter. Zur Archäologie des Industriezeitalters, Migrantenoder Afrikafest. Salgado erkrankte seelisch an dem Gesehenen und widmete sich fortan mit seinem Fotoprojekt Genesisden paradiesischen, von Menschen unberührten Orten der Erde.
Der Film zeigt das Leben und die Arbeit von Sebastião Salgado aus der Perspektive von zwei Regisseuren: zum einen aus der seines Sohnes Juliano Ribeiro Salgado, der den Vater oftmals bei seinen Reisen mit der Filmkamera begleitete, zum anderen aus der Sicht des Filmemachers Wim Wenders, der selbst Fotograf ist. (outnow.ch)
Moth und Raynor stehen vor dem Nichts: Ihr Zuhause, ihr Vermögen und Moths Gesundheit sind verloren. Mit nur einem Rucksack und einem kleinen Zelt begeben sie sich auf eine mutige Reise entlang des South West Coast Path, Englands berühmtem Küstenwanderweg. Ohne festen Wohnsitz wird der Ort, an dem sie ihr Lager aufschlagen, ihr neues Zuhause. Unterwegs kämpfen sie mit Vorurteilen, Ablehnung und der ständigen Sorge, nicht genug Geld für den nächsten Tag zu haben. Doch trotz aller Widrigkeiten finden sie in der Natur und in zufälligen Begegnungen Trost und Inspiration. Ihre Wanderung wird zu einer Reise zurück ins Leben, bei der sie ihre Liebe neu entdecken, innere Stärke entwickeln und den Grundstein für eine neue Zukunft legen. (starmovie)
„Ein nichts verklärendes, auf wahren Begebenheiten beruhendes Wanderdrama nach dem gleichnamigen internationalen Bestseller, das die Beschwerlichkeit des Weges mehr als nur ahnen lässt und die Nöte, aber auch die starke emotionale Bindung von Raynor und Moth Winn verdeutlicht.“ (filmstarts.de)
Schon mit 16 Jahren ist Ali Boulala an der Spitze der Skateboard-Welt angekommen: Das schwedische Wunderkind schnappt sich ein Sponsoring von Flip Skateboards, das ihn auf dem Höhepunkt des Skate-Wahns der 90er Jahre nach LA bringt. Er verbringt seine Tage damit, an neuen Tricks für DIY-Videos zu feilen und hängt mit einer Gruppe frühreifer Teenage-Profis ab, die ihn für sein Charisma und seinen punkigen Stil feiern. Aber die Freuden des ausgelassenen Tourlebens fordern ihren Tribut und führen zu einem tragischen Unfall, der Alis Leben für immer verändern wird.
„Der Dokumentarfilm lässt zunächst die wilden Jahre einer ungestümen Jugend aufleben, erzählt im zweiten Teil aber auf berührend-persönliche Weise vom Absturz und der mühsamen Rückkehr ins Leben. Eine gelungene Mischung, die souverän mit unterschiedlichen Elementen und Stilen umzugehen weiß.“ (filmdienst)
In Kooperation mit Yama Skateboards
Einführung in den Film von Alexander Kramer und Verlosung von Skate Goodies!
Tempo Documentary Award 2023
Medienpartnerschaft mit dem Jugendservice Bregenz, YAMA, Pipeline Brettsportkultur











































































